Jubiläumsschau zum Fund des Mithras-Kultbilds 1926 und zur Gründung des Museums: Fundgeschichte, Forschung und Verbreitung des Mithraskults im Rhein-Main-Neckar-Raum, ergänzt um eine Windinstallation von Farangis Yegane.
Über das Museum
Am Anfang stand ein Zufallsfund: 1926 kam bei Bauarbeiten in Dieburg das beidseitig bearbeitete, ursprünglich drehbare Kultbild des römischen Gottes Mithras zutage. Die Stadt übernahm daraufhin erstmals größere Bestände römischer Funde, aus denen das Heimatmuseum hervorging. 1951 wurde das Bachgau-Museum Schaafheim eingegliedert, was vor allem die volkskundliche Sammlung stark erweiterte.
Im selben Jahr zog das Kreis- und Stadtmuseum in das Schloss Fechenbach am Rand der Altstadt. An der Stelle eines mittelalterlichen Burgmannensitzes hatten die Ulner von Dieburg 1717 ein Barockschloss errichtet; 1841 ging es an die Freiherren von Fechenbach, die es um 1860 im spätklassizistischen Stil umgestalteten. Bei der umfassenden Sanierung durch die Stadt traten mittelalterliche Fundamente sowie barocke und historistische Wand- und Deckenmalereien zutage, ein moderner Anbau vergrößerte die Ausstellungsfläche.
Seit der Wiedereröffnung am 30. Juni 2007 reicht der Rundgang von der Jungsteinzeit bis ins 20. Jahrhundert. Den Schwerpunkt bildet die Römerzeit, als Dieburg Hauptort einer Gebietskörperschaft war, mit nachgebautem Mithräum und Speisezimmer. Weitere Abteilungen widmen sich Mittelalter, Adel, Töpferei, Blaufärberhandwerk und einem Kolonialwarenladen um 1910. 2025 zählte das Museum 6.307 Besucher und damit eines der besten Jahre seit der Neueröffnung.
Highlights
Drehbares Kultbild des Mithras, gefunden 1926 in Dieburg
Inszeniertes Mithräum und römisches Speisezimmer (Triclinium)
Jupitergigantensäule und römische Steindenkmäler
Blaufärberwerkstatt aus Fränkisch-Crumbach mit zahlreichen Druckmodeln
Freigelegte historistische Malereien im Foyer des Schlosses
Dauerausstellungen
Das römische Dieburg – Größte Abteilung des Hauses mit Funden zu Handel, Bautechnik, Götterwelt, Bestattung und Esskultur, dem rekonstruierten Mithräum samt Kultbild und einem nachgebauten Speisezimmer.
Vorgeschichte – Funde aus Jungsteinzeit, Bronze- und Eisenzeit im Dieburger Becken; Unterschiede zwischen den Epochen werden vor allem an Bestattungsbräuchen gezeigt.
Mittelalter und Neuzeit – Stadtgeschichte vom fränkischen Reitergrab über Stadtbefestigung und Wallfahrt bis zu Adel, Töpferhandwerk, Blaufärberei und einem Kolonialwarenladen um 1910.
Gegründet
1926
Träger
Stadt Dieburg
Besucher pro Jahr
ca. 6 307 (2025)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
3 €
Ermäßigt
1,50 €
Kinder & Jugendliche
freibis 15 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Inhaber der Seniorencard A oder S des Landkreises Darmstadt-Dieburg haben freien Eintritt.
Gruppen
–Gruppenführung nach Vereinbarung ab 35 € pro Stunde zuzüglich Eintritt.
Ausstellungseröffnungen sind kostenfrei. Führungen: 35 € pro Stunde, Abendführung 45 €, römischer Abend mit Gewandvorführung, Führung und einem Glas Mulsum 70 € (zwei Stunden); Römer-Workshop für Kinder ab 12 Jahren 50 € (ca. 90 Minuten).
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museumsverband Hessen für Rollstuhlfahrende und gehbehinderte Menschen geeignet; genauere Auskünfte gibt das Museum.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 15 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Kindergeburtstage
Führungen für Vorschulkinder ab fünf Jahren („Die Römer in Dieburg“), Römer-Workshop für Kinder ab zwölf Jahren, Kindergeburtstage mit wechselnden Themen sowie Aktionstage wie die Blaufärbertage und Malaktionen zum Internationalen Museumstag. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre haben freien Eintritt.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden · 2 Min. zu Fuß zum Eingang
Direkt am Museum gibt es nur wenige Stellplätze. Empfohlen wird der Parkplatz „Auf der Leer“ (Navi: An der Brückenmühle), von dort quer über den Marktplatz zum Museum.
Das Schloss liegt am Rand der Dieburger Altstadt nahe dem Marktplatz.
„Café im Schloss Fechenbach“ im Obergeschoss (eigener Betrieb, Mi–So 10–18 Uhr).
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Firmenveranstaltungen
Vermietet werden der große Saal sowie die Tagungsräume „Hugo von Fechenbach“ und „Pleickard von Ulner“; Anfragen an das Sport- und Kulturamt der Stadt Dieburg.
An jedem ersten Sonntag im Monat öffentliche Matinee-Führung um 11:15 Uhr durch Museum und Schloss (kostenlos, nur Eintritt, ohne Anmeldung). Gruppen- und Schulführungen zu Themen wie Römerzeit, Mittelalter oder Baugeschichte nach Anmeldung unter 06071 2002-460. Digitale Inhalte, etwa zum Mithras-Stein, bietet die Website im Bereich „Digitales Museum“.