
Nietzsche-Archiv
Villa Silberblick, Sterbehaus Friedrich Nietzsches, mit fast vollständig erhaltenen Räumen von Henry van de Velde; wegen Sanierung bis 2027 geschlossen.
Über das Museum
Elisabeth Förster-Nietzsche gründete das Archiv 1894 in Naumburg, um den Nachlass ihres Bruders zu sammeln und die Deutung seines Werkes zu kontrollieren. 1896 zog es nach Weimar, 1897 erwarb sie die Villa Silberblick, in die sie den kranken Philosophen holte; Friedrich Nietzsche starb hier am 25. August 1900.
Ab 1902 gestaltete der belgische Künstler Henry van de Velde das Erdgeschoss im Jugendstil um: Speisezimmer, Bibliotheks- und Vortragsraum sowie Arbeitsräume für die Archivare bilden bis heute ein nahezu vollständig erhaltenes Gesamtkunstwerk. Eröffnet wurde das umgestaltete Haus im Oktober 1903 zu Nietzsches Geburtstag. Das Archiv geriet wegen Eingriffen in Texte und Biografie in die Kritik; in der NS-Zeit suchte es die Nähe zum Regime, Hitler besuchte es mehrfach.
In der DDR wurde die Einrichtung 1956 aufgelöst, der Nachlass gelangte in das heutige Goethe- und Schiller-Archiv. Seit 1991 sind die van-de-Velde-Räume als Museum zugänglich, ergänzt um eine Ausstellung zur Hausgeschichte und zur Rolle des Archivs im Nationalsozialismus. Nietzsches Nachlass gehört seit 2025 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Seit November 2025 ist das Haus wegen Sanierung geschlossen.
Highlights
- Jugendstil-Raumensemble von Henry van de Velde (1902/03)
- Bibliothek mit der Nietzsche-Herme von Max Klinger
- Sterbehaus Friedrich Nietzsches
- Ausstellung zur Hausgeschichte und zur Rolle des Archivs im Nationalsozialismus
Dauerausstellungen
- Van de Veldes Gesamtkunstwerk für Friedrich Nietzsche – Der Rundgang führt durch die von Henry van de Velde gestalteten Räume im Erdgeschoss, darunter die Bibliothek mit Max Klingers Nietzsche-Herme, und eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses. Derzeit wegen Sanierung geschlossen.
- Gegründet
- 1894
- Träger
- Klassik Stiftung Weimar
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 4 €Studierende (außer Fernstudium), Menschen mit Schwerbehinderung, Bundesfreiwilligendienst- und freiwillig Wehrdienstleistende, Auszubildende, Erwerbslose, Inhaber der artCard |
| Kinder & Jugendliche | 2 €bis 15 Jahre frei · Freier Eintritt bis zum 16. Geburtstag (außer bei speziellen Kinderveranstaltungen) und für Schulklassen bis Klasse 10; Schülerinnen und Schüler von 16 bis 20 Jahren zahlen 2 €. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermäßigung. |
| Menschen mit Behinderung | 4 €Begleitperson frei · Ermäßigt 4 € mit Schwerbehindertenausweis; eine ärztlich anerkannte Begleitperson hat freien Eintritt. |
| Studierende & Azubis | 4 €Studierende ermäßigt (gilt nicht für Fernstudierende). |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | –Gruppen ab 10 Personen melden sich mindestens 21 Tage vorher über das Gruppenformular an; max. 25 Personen pro Führung. Geführte Touren für Erwachsenengruppen zzgl. Eintritt: 30 Min. 40 €, 60 Min. 70 €, 90 Min. 95 €, Fremdsprachenzuschlag 10 €. Schulklassen bis Klasse 10 haben freien Eintritt; Führungspreise für Schulen sind nach Klassenstufe und Haus gestaffelt. |
| Familien | –Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben freien Eintritt. |
| ModerneCard (365 Tage, je ein Eintritt in Bauhaus-Museum, Museum Neues Weimar, Haus Am Horn, Haus Hohe Pappeln und Nietzsche-Archiv) | 17 €Ermäßigt 12 €, Schüler 7 €. |
Freier Eintritt: Stiftungsweite kostenfreie Aktionstage: Internationaler Frauentag (8. März) und Buß- und Bettag (18.11.2026)
Tickets online (Zeitfenster, bis vier Monate im Voraus buchbar) oder an den Museumskassen. Jahreskarte MuseumsCard (12 Monate, alle Häuser) 49 €, ermäßigt 29 €, Schüler 19 €. Freier Eintritt mit weimar card (48 h 32,50 €, 96 h 59,50 €) sowie für Geflüchtete und ICOM-/DMB-Mitglieder. Preise laut Stiftungsseite; sie gelten erst wieder nach der Wiedereröffnung.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: nicht vorhanden
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Eingangsbereich mit Stufen innen und außen, nur eine Etage öffentlich zugänglich, steiler Zuweg; mit Rollator zugänglich. Angebote für seh- und hörbeeinträchtigte Menschen und geführte Touren für Gruppen mit Blindheit oder Sehbeeinträchtigung; Inhalte in Einfacher Sprache in der App Weimar+.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Nächste ÖPNV-Haltestelle ca. 230 m entfernt.
Service & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
Veranstaltungen & Vermietung
Das Museum vermietet nach unseren Informationen keine Räume für externe Veranstaltungen.
Das Nietzsche-Archiv ist in der Vermietungsübersicht der Stiftung nicht aufgeführt.
Besuch planen
| Audioguide | ja (DE) |
|---|---|
| Hinweise | In der kostenlosen App Weimar+ gibt es Inhalte zur Hausgeschichte und das Spiel „Spiel mit Nietzsche“. |





