
Sächsisches Psychiatriemuseum
Kleines Leipziger Museum, das die Geschichte der Psychiatrie in Sachsen vor allem aus der Sicht der Betroffenen erzählt.
Über das Museum
Das Sächsische Psychiatriemuseum ist ein Projekt des Durchblick e. V., einer Leipziger Initiative von Psychiatriebetroffenen. Es öffnete 2001 mit der Dauerausstellung „IRR-SINN. Einblicke in die sächsische Psychiatriegeschichte“ in der Mainzer Straße 7. Anliegen ist es, psychische Erkrankungen und den gesellschaftlichen Umgang damit aus dem Blickwinkel der Betroffenen darzustellen und so Vorurteile abzubauen. Als Integrationsprojekt bietet das Museum zugleich Zuverdienstmöglichkeiten für Menschen mit Psychiatrieerfahrung.
Die Ausstellung ist in zehn Kapitel gegliedert. Sie erzählt Lebenswege sächsischer Patientinnen und Patienten – darunter Johann Christian Woyzeck, der Jurist Daniel Paul Schreber, der Erfinder Karl Hans Janke und die Dichterin Lene Voigt –, stellt Psychiater vor und verfolgt die Entwicklung der Anstalten bis in die DDR-Zeit. Zwangsmittel, Mobiliar, Fotos und Dokumente aus dem 19. und 20. Jahrhundert, darunter Stücke aus dem früheren Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie, machen den Anstaltsalltag greifbar.
Das Museum betreut den zeichnerischen Nachlass von Franz W. v. Bridschin und widmet sich besonders der Forschung zu Daniel Paul Schreber. Ergänzt wird das Angebot durch Wechselausstellungen im Foyer, eine psychiatriegeschichtliche Stadtführung durch die Innenstadt, Lesungen zur Leipziger Buchmesse und die Teilnahme an der Museumsnacht Halle-Leipzig. Im Juni 2026 beging das Haus sein 25-jähriges Bestehen mit einer Festwoche.
Highlights
- Dauerausstellung „IRR-SINN“ in zehn Kapiteln
- Lebensgeschichten von Woyzeck, Daniel Paul Schreber, Karl Hans Janke und Lene Voigt
- Historische Zwangsmittel und Einrichtungsgegenstände aus sächsischen Anstalten
- Audioführer, Großdruck- und Braille-Material für blinde und sehbehinderte Menschen
- Psychiatriegeschichtliche Stadtführung durch die Leipziger Innenstadt
Dauerausstellungen
- IRR-SINN. Einblicke in die sächsische Psychiatriegeschichte – Biografien von Patientinnen, Patienten und Psychiatern sowie die Geschichte sächsischer Anstalten, veranschaulicht mit Bildtafeln und originalen Objekten aus dem Anstaltsalltag.
- Gegründet
- 2001
- Träger
- Durchblick e. V.
- Leitung
- Thomas R. Müller
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 3 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 1,50 € |
| Gruppen | –Führungspauschale für Gruppen zusätzlich 20 €. |
| Psychiatriegeschichtliche Stadtführung (ca. 2 Stunden) | 9 €ermäßigt 6 €; Treffpunkt Naturkundemuseum (Lortzingstraße 3); Gruppen ab 10 Personen auf Anfrage |
Für wen der ermäßigte Eintritt gilt, gibt das Museum nicht an.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription
Das Museum liegt in der 1. Etage ohne barrierefreien Zugang. Für blinde und sehbehinderte Menschen: Faltblätter in Großdruck und Braille, Reliefplan der Räume, Audioführer mit Raum- und Objektbeschreibungen; vorherige Kontaktaufnahme empfohlen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Marschnerstraße
Vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahnlinie 1 (Richtung Lausen) oder 14 (Richtung Plagwitz) bis Marschnerstraße.
Service & Gastronomie
Ausstellungskatalog (15 €) und weitere Publikationen vor Ort erhältlich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Hinweise | Gruppenführungen gegen Pauschale. Die Audioführer (auch für die Stadtführung) können zu den Öffnungszeiten ausgeliehen werden. |




