
Turmuhrenmuseum Bockenem
Museum der Zeit am Bockenemer Marktplatz: funktionsfähige Turmuhren der Fabrik J. F. Weule und eine heimatkundliche Sammlung.
Über das Museum
Das Museum geht auf eine Sammlung der Mittelpunktschule Ambergau zurück. Ihr Grundstock waren etwa zehn Geräte aus Landwirtschaft und Handwerk, die von einem Heimatmuseum der 1930er-Jahre übrig geblieben waren. Ab 1967 baute der Lehrer Gerhard Kraus den Bestand mit Schülern aus, unterstützt vom 1968 wiederbelebten Verein für Heimatkunde im Ambergau. Als der Platz in der Schule nicht mehr reichte, stellte die Stadt Räume in der alten Schule am Buchholzmarkt zur Verfügung; zum 50-jährigen Bestehen des Vereins öffnete das Museum dort im Dezember 1970. Erweiterungen 1972 und 1976 brachten es auf mehr als zwölf Räume.
Nach einer umfassenden Renovierung durch die Stadt als Trägerin erhielt das Haus 1979/80 einen neuen Schwerpunkt: Turmuhren der Bockenemer Fabrik J. F. Weule, die zugleich Glocken goss. Viele ausgediente Uhrwerke kehrten in ihre Herkunftsstadt zurück und wurden von dem früheren Weule-Uhrmacher Willi Lagershausen und Karl Klein wieder gangbar gemacht.
Ab 1996 wurde die Uhrenabteilung systematisch ausgebaut, Teile der heimatkundlichen Bestände wanderten in die Grundschule Bornum; seit 2006 ist das Obergeschoss wieder als Heimatmuseum eingerichtet. Nach einem Wasserschaden 2007 blieb das Haus fünf Monate geschlossen. Seit etwa 2010 sind standesamtliche Trauungen möglich, 2012 diente eine Weule-Uhr als Requisite im Kinofilm „Das kleine Gespenst“. Heute zeigt das ehrenamtlich geleitete Museum mehr als 60 Uhren aus der Zeit zwischen 1563 und 1963.
Highlights
- Mehr als 60 Turmuhren aus den Jahren 1563 bis 1963
- Funktionsfähige Uhrwerke der Turmuhrenfabrik J. F. Weule
- Turmuhr aus dem Film „Das kleine Gespenst“
- Glockenspiel am Museumsgiebel (täglich 11:45, 14:55 und 16:55 Uhr)
- Heimatkundliche Abteilung zum Ambergau
Dauerausstellungen
- Turmuhrenabteilung – Große Kirchturmuhren mit Hand- und elektrischem Aufzug sowie kleinere Uhren von Gutshöfen, Schulen und Rathäusern, überwiegend aus der Bockenemer Fabrik J. F. Weule.
- Heimatkundliche Abteilung – Im Obergeschoss zeigt das Museum Stücke zur Geschichte Bockenems und des Ambergaus, etwa aus Handwerk, Landwirtschaft und Haushalt.
- Gegründet
- 1970
- Träger
- Stadt Bockenem
- Leitung
- Günther Haars
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Das Museum steht am Marktplatz (Buchholzmarkt) neben der St.-Pankratius-Kirche. Mit dem Auto über die A7, Ausfahrt Bockenem.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Hochzeiten / Trauungen
Standesamtliche Trauungen in verschiedenen Museumsräumen; je nach Raum bis zu 15 Gäste neben Brautpaar, Trauzeugen und Standesamt. Ein Ausstellungsraum eignet sich für einen Sektempfang. Anfragen über die Stadt Bockenem (05067 2420).
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Gruppenführungen und Besuche außerhalb der Öffnungszeiten nach Absprache (05067 7155838, info@turmuhrenmuseum-bockenem.de). Ein rund elfminütiger Einführungsfilm stellt das Thema Zeit und die Firma Weule vor; auf der Website gibt es einen virtuellen Rundgang. |




