
Vareler Windmühle
Galerieholländer von 1847/48, zweithöchste Windmühle Deutschlands, mit Aussichtsgalerie und Heimatsammlung – Eintritt frei.
Über das Museum
Die Windmühle ließ der letzte Vareler Graf Gustav Adolf von Bentinck in den Jahren 1847 und 1848 errichten. Der Galerieholländer besteht aus einem fünfgeschossigen gemauerten Unterbau, einem hölzernen Achtkant und einer drehbaren Kappe; bis zur Kappenspitze misst er knapp 30 Meter, mit Flügeln rund 39 Meter. Damit gilt die Mühle als zweithöchste Windmühle in Deutschland. Schon 1854 ging sie an das Großherzogtum Oldenburg über.
Im Jahr 1919 wurde die Technik modernisiert: Eine Windrose richtet die Kappe seither selbsttätig nach dem Wind aus, und statt mit Segeltuch bespannter Flügel erhielt die Mühle verstellbare Jalousieflügel. Gemahlen wurde gewerblich bis 1965.
Nach der Stilllegung kaufte die Stadt Varel das Baudenkmal 1972 und ließ es 1973/74 umfassend instand setzen. Seitdem dient die Mühle als Museum, das vom Heimatverein Varel betreut wird. Auf mehreren Etagen zeigt der Verein über 2000 Objekte zur Alltags- und Arbeitswelt der Region – von Fischerei, Imkerei und Flachsverarbeitung über Handwerk, Ziegelei und Deichbau bis zu landwirtschaftlichen Geräten. Eine eigene Abteilung erinnert an die Hansa-Automobilwerke, die von 1905 bis 1929 in Varel Autos bauten. Zu sehen ist außerdem ein Mahlstein von gut zwei Metern Durchmesser, der als größter bekannter in Deutschland gilt.
Im Herbst 2023 musste die Mühle schließen, weil im Holz Rückstände alter Holzschutzmittel gefunden worden waren; nach einer Spezialreinigung ist sie seit Mai 2024 wieder zugänglich.
Highlights
- Zweithöchste Windmühle Deutschlands (rund 30 m bis zur Kappe)
- Rundgang auf der Galerie in etwa 15 m Höhe
- Mahlstein mit über 2 m Durchmesser und rund 4,5 t Gewicht
- Ausstellung zu den Hansa-Automobilwerken Varel (1905–1929)
- Über 2000 Exponate zu Handwerk, Landwirtschaft und Fischerei
Dauerausstellungen
- Heimatkundliche Sammlung des Heimatvereins Varel – Objekte aus Handwerk, Haushalt, Landwirtschaft, Fischerei, Imkerei, Ziegelei und Deichbau verteilt auf die Etagen der Mühle.
- Hansa-Automobilwerke Varel – Dauerausstellung zur Autofabrik, die zwischen 1905 und 1929 in Varel produzierte.
- Gegründet
- 1974
- Träger
- Heimatverein Varel e. V. (Eigentümerin der Mühle: Stadt Varel)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt frei; der Heimatverein freut sich über Spenden.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze auf dem Mühlengrundstück und an der Straße.
Service & Gastronomie
Eine Webcam auf der Mühle ist online abrufbar.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Gruppen nach Anmeldung beim Heimatverein (möglichst 14 Tage im Voraus). Für Grundschulen gibt es das Programm „Vom Korn zum Mehl“ (ca. 2,5–3 Stunden) zu Dresch-, Reinigungs- und Mahlverfahren mit Schaugarten; Anmeldung möglichst vor den Sommerferien. Jährlich Mühlenfest zu Pfingsten. |




