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Vareler Windmühle
Foto: Kuebi = Armin Kübelbeck · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Vareler Windmühle

Galerieholländer von 1847/48, zweithöchste Windmühle Deutschlands, mit Aussichtsgalerie und Heimatsammlung – Eintritt frei.

ÖffnungszeitenEintritt frei

Über das Museum

Die Windmühle liess der letzte Vareler Graf Gustav Adolf von Bentinck in den Jahren 1847 und 1848 errichten. Der Galerieholländer besteht aus einem fünfgeschossigen gemauerten Unterbau, einem hölzernen Achtkant und einer drehbaren Kappe; bis zur Kappenspitze misst er knapp 30 Meter, mit Flügeln rund 39 Meter. Damit gilt die Mühle als zweithöchste Windmühle in Deutschland. Schon 1854 ging sie an das Grossherzogtum Oldenburg über.

Im Jahr 1919 wurde die Technik modernisiert: Eine Windrose richtet die Kappe seither selbsttätig nach dem Wind aus, und statt mit Segeltuch bespannter Flügel erhielt die Mühle verstellbare Jalousieflügel. Gemahlen wurde gewerblich bis 1965.

Nach der Stilllegung kaufte die Stadt Varel das Baudenkmal 1972 und liess es 1973/74 umfassend instand setzen. Seitdem dient die Mühle als Museum, das vom Heimatverein Varel betreut wird. Auf mehreren Etagen zeigt der Verein über 2000 Objekte zur Alltags- und Arbeitswelt der Region – von Fischerei, Imkerei und Flachsverarbeitung über Handwerk, Ziegelei und Deichbau bis zu landwirtschaftlichen Geräten. Eine eigene Abteilung erinnert an die Hansa-Automobilwerke, die von 1905 bis 1929 in Varel Autos bauten. Zu sehen ist ausserdem ein Mahlstein von gut zwei Metern Durchmesser, der als grösster bekannter in Deutschland gilt.

Im Herbst 2023 musste die Mühle schliessen, weil im Holz Rückstände alter Holzschutzmittel gefunden worden waren; nach einer Spezialreinigung ist sie seit Mai 2024 wieder zugänglich.

Highlights

  • Zweithöchste Windmühle Deutschlands (rund 30 m bis zur Kappe)
  • Rundgang auf der Galerie in etwa 15 m Höhe
  • Mahlstein mit über 2 m Durchmesser und rund 4,5 t Gewicht
  • Ausstellung zu den Hansa-Automobilwerken Varel (1905–1929)
  • Über 2000 Exponate zu Handwerk, Landwirtschaft und Fischerei

Dauerausstellungen

  • Heimatkundliche Sammlung des Heimatvereins Varel – Objekte aus Handwerk, Haushalt, Landwirtschaft, Fischerei, Imkerei, Ziegelei und Deichbau verteilt auf die Etagen der Mühle.
  • Hansa-Automobilwerke Varel – Dauerausstellung zur Autofabrik, die zwischen 1905 und 1929 in Varel produzierte.
Gegründet
1974
Träger
Heimatverein Varel e. V. (Eigentümerin der Mühle: Stadt Varel)

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Eintritt frei; der Heimatverein freut sich über Spenden.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden

Parkplätze auf dem Mühlengrundstück und an der Strasse.

Route planen

Service & Gastronomie

    Eine Webcam auf der Mühle ist online abrufbar.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja
    Angebote für Schulenja
    HinweiseFührungen für Gruppen nach Anmeldung beim Heimatverein (möglichst 14 Tage im Voraus). Für Grundschulen gibt es das Programm „Vom Korn zum Mehl“ (ca. 2,5–3 Stunden) zu Dresch-, Reinigungs- und Mahlverfahren mit Schaugarten; Anmeldung möglichst vor den Sommerferien. Jährlich Mühlenfest zu Pfingsten.

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