
Walchensee-Museum
Heimat- und Kunstmuseum im früheren Hotel zur Post in Urfeld am Walchensee mit über 300 Grafiken von Lovis Corinth (derzeit geschlossen).
Über das Museum
Das Walchensee-Museum geht auf den Münchner Bauingenieur Friedhelm Oriwol zurück, der seit den 1970er-Jahren eine Wohnung in Urfeld besaß und über Jahrzehnte Ansichtskarten, Druckgrafik, Bücher, Dokumente und Gemälde zur Gegend um Walchensee, Kochelsee und Jachenau sammelte. Später kamen mehr als 300 Grafiken von Lovis Corinth hinzu, der in Urfeld ab 1919 ein Haus besaß und dort seine bekannten Walchensee-Bilder schuf.
Untergebracht ist das Museum im ehemaligen Hotel zur Post. An der Stelle stand seit dem 12. Jahrhundert ein Jägerhaus, das später dem Kloster Benediktbeuern gehörte und als Unterkunft für Reisende und Schiffsstation diente; um 1870 entstand dort ein Hotel, das ab 1882 eine Poststelle erhielt. Oriwol erwarb das Haus 2006, ließ es umfassend sanieren und eröffnete das Museum am 21. Juli 2008, dem 150. Geburtstag Corinths. 2010 übertrugen Inge und Friedhelm Oriwol das Museum der von ihnen gegründeten Friedhelm-Oriwol-Stiftung.
Neben den Corinth-Grafiken zeigt das Haus heimatkundliche Sammlungen zu Orten, Häusern und Familien rund um den See, zum Walchenseekraftwerk und zum Kesselbergrennen. 2017 erwarb die Stiftung Werke der lange vergessenen Malerin Charlotte von Maltzahn, deren expressionistische Bilder seither dauerhaft zu sehen sind; weitere Räume widmen sich Künstlerinnen wie Charlotte Berend-Corinth, Hermine Kellermann und Maria Marc. Derzeit ist das Museum aus personellen Gründen geschlossen.
Highlights
- Über 300 Grafiken von Lovis Corinth, darunter vollständige Mappenwerke
- Gemälde und Zeichnungen der wiederentdeckten Malerin Charlotte von Maltzahn
- Werke von Künstlerinnen wie Charlotte Berend-Corinth, Hermine Kellermann und Maria Marc
- Heimatkundliche Sammlungen zu Walchensee, Kochelsee, Jachenau und Herzogstand
- Kinderzimmer aus dem 19. Jahrhundert im Originalzustand
Dauerausstellungen
- Lovis Corinth – Grafiken und Radierungen – Umfangreiche Sammlung von Lithografien, Farblithografien und Radierungen des Malers, der in Urfeld lebte und arbeitete, darunter mehrere vollständige Mappenwerke.
- Charlotte von Maltzahn – Ölgemälde, Zeichnungen und Grafiken einer frühen Vertreterin der Moderne, deren Werk jahrzehntelang unbeachtet blieb und hier erstmals dauerhaft gezeigt wird.
- Heimatkundliche Sammlungen rund um den Walchensee – Chroniken, Ansichten, Ansichtskarten und Dokumente zu Orten, Häusern und Familien zwischen Kochelsee, Walchensee und Jachenau, zum Walchenseekraftwerk und zum Kesselbergrennen.
- Gegründet
- 2008
- Träger
- Friedhelm-Oriwol-Stiftung
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
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Kinder & Familie
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Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
18 Parkplätze direkt am Museum.
Das Museum liegt in Urfeld direkt am Ufer des Walchensees am Fuß der Kesselbergstraße (B 11). Mit dem Auto über die A95 München–Garmisch-Partenkirchen, Ausfahrt Kochel/Murnau, dann Richtung Kochel und über die B 11 nach Urfeld.
Route planenService & Gastronomie
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Veranstaltungen & Vermietung
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Besuch planen
| Hinweise | Außerplanmäßige Führungen sind während der Schließung nicht möglich. |
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