
Widukindmuseum Enger
Museum neben der Stiftskirche Enger über den Sachsenführer Widukind, sein mutmaßliches Grab und den Wandel seines Bildes bis in die Gegenwart.
Über das Museum
Das Museum geht auf die späten 1930er-Jahre zurück, als in einem alten Dielenhaus direkt neben der Stiftskirche eine Ausstellung über den Sachsenführer Widukind entstand, der der Überlieferung nach in Enger begraben liegt. In der NS-Zeit wurde Widukind als Symbolfigur der Ideologie vereinnahmt. Nach 1945 entfernte man zwar die NS-Symbole, die Grundkonzeption blieb aber bis Ende der 1970er-Jahre bestehen.
Ausgrabungen in der Stiftskirche in den 1970er-Jahren legten Gräber im Chor frei; ob eines davon Widukind zuzuordnen ist, konnten weder anthropologische Untersuchungen noch spätere DNA-Analysen klären. Nach rund fünfjähriger Planungs- und Umbauzeit wurde das Museum am 20. August 2006 mit einer völlig neuen Ausstellung wiedereröffnet, die keinen Helden feiert, sondern fragt, wie sich das Bild Widukinds über die Jahrhunderte verändert hat.
Der Rundgang führt von den Sachsenkriegen (772–785) und Widukinds Taufe über die Stiftsgründung durch Königin Mathilde und die Reste des Engeraner Stiftsschatzes bis zu Adelsgenealogien, Historienmalerei und Denkmälern des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus. Ein kostenloser Audioguide begleitet den Besuch. Im Dachgeschoss finden Konzerte, Vorträge und Lesungen statt. Träger ist die Stadt Enger; ein 2003 gegründeter Förderverein unterstützt die Museumsarbeit.
Highlights
- Funde aus den Gräbern im Chor der Stiftskirche und die ungelöste Frage nach Widukinds Grab
- Schatzkammer mit Relikten des Engeraner Stiftsschatzes und Filmen zu den Originalen in Berlin
- Widukind in Historienmalerei und Denkmälern des Bildhauers Heinrich Wefing
- Kritische Darstellung der NS-Vereinnahmung Widukinds
- Audioguide im Eintritt enthalten
Dauerausstellungen
- Widukind – Geschichte und Mythos – Dauerausstellung über den Sachsenführer, die Grabungen in der Stiftskirche, das Stift Enger und die wechselnden Deutungen Widukinds vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
- Träger
- Stadt Enger
- Leitung
- Dr. Olav Heinemann
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 3 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 1 € |
| Kinder & Jugendliche | freibis 6 Jahre frei · Kinder bis 6 Jahre frei. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 2 € p. P.Pro Person ab 10 Personen. |
| Familien | 6 € |
Audioguide im Eintritt enthalten. Wer ermäßigten Eintritt erhält, wird nicht angegeben. Führungen nach Voranmeldung (auch außerhalb der Öffnungszeiten) 50 € zuzüglich Eintritt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum gibt es einen Aufzug und ein behindertengerechtes WC.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 6 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 6 € |
- Familienführungen & Workshops
- Kindergeburtstage
Führungen für Klein und Groß sowie Kindergeburtstage im Museum nach Anmeldung; kostenloser Audioguide.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bus: Linien 54/654 (Bielefeld–Bünde), Schnellbus S15 (Bielefeld–Enger), 465/466 (Herford–Spenge), 464 (Spenge–Hücker-Aschen–Enger), 647 (Enger–Hiddenhausen). Nächste Bahnhöfe: Bielefeld, Herford, Bünde.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Zahlreiche Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Museums.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Museums- und Stadtführungen sowie Programme für Kitas und Schulen nach Anmeldung (Tel. 05224 910995 oder per E-Mail). |



