Archivstücke im Mythologischen Saal erzählen, wie Adolf Erman und sein Team ab 1897 im Neuen Museum das Wörterbuch der ägyptischen Sprache erarbeiteten, dessen erster Band 1926 erschien.
Von Babylonien über Ägypten bis nach Griechenland und Rom: Die Schau zeigt, wie der Tierkreis in der Antike entstand und warum er Astronomie und Astrologie bis heute prägt.
Zeitgenössische Malerei von Michael Müller zum Mythos der Zwillinge Kastor und Polydeukes in der historischen Treppenhalle des Neuen Museums.
Über das Museum
Die Wurzeln der Sammlung reichen bis in die Kunstkammer der brandenburgischen Kurfürsten zurück. Als Gründungsjahr der eigenständigen Abteilung gilt 1828: König Friedrich Wilhelm III. hatte die Sammlung des Italieners Giuseppe Passalacqua erworben und ihn zum ersten Leiter ernannt. Grossen Zuwachs brachte die preussische Expedition unter Karl Richard Lepsius in den 1840er-Jahren; ihre Funde erhielten im neu errichteten Neuen Museum eigens ausgemalte Säle.
Anfang des 20. Jahrhunderts grub Ludwig Borchardt, finanziert vom Berliner Unternehmer und Mäzen James Simon, im mittelägyptischen Tell el-Amarna. In der Werkstatt des Bildhauers Thutmosis kam 1912 die Büste der Nofretete zutage; Simon schenkte sie 1920 den Museen, seit 1924 ist sie öffentlich zu sehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Sammlung geteilt: Ein Teil blieb im Osten der Stadt auf der Museumsinsel, der andere wurde ab 1967 im Stülerbau gegenüber dem Schloss Charlottenburg gezeigt.
Nach der Wiedervereinigung fand die zusammengeführte Sammlung 2005 vorübergehend im Alten Museum Platz, bevor sie 2009 in das wiederaufgebaute Neue Museum zurückkehrte. Dort präsentiert sie auf drei Etagen vier Jahrtausende altägyptischer und nubischer Kultur – Königsbildnisse, Grabkammern, Götterfiguren und Alltagsgegenstände. Die Papyrussammlung zählt mit Texten in zahlreichen Sprachen und Schriften vom pharaonischen Ägypten bis in die Spätantike zu den grossen Beständen ihrer Art und wird über Online-Datenbanken weltweit erforscht.
Highlights
Büste der Königin Nofretete
Kopf der Königin Teje
Berliner Grüner Kopf
Kunst der Amarna-Zeit mit Reliefs der Königsfamilie Echnatons
Papyrussammlung, u. a. mit Texten von der Nilinsel Elephantine
Dauerausstellungen
Altes Ägypten – Rundgang durch vier Jahrtausende ägyptischer und nubischer Geschichte, von der Frühzeit über die Amarna-Zeit mit Nofretete bis in die römische Epoche.
Gegründet
1828
Träger
Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preussischer Kulturbesitz
Leitung
Friederike Seyfried
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
14 €
Ermässigt
7 €Schüler*innen, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende, Arbeitssuchende mit ALG I sowie Schwerbehinderte ab GdB 50 (jeweils mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt (kostenloses Ticket an der Kasse oder online).
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung.
Menschen mit Behinderung
7 €Begleitperson frei · Ermässigung ab GdB 50; die ärztlich als notwendig anerkannte Begleitperson hat freien Eintritt, sofern im Schwerbehindertenausweis vermerkt.
Studierende & Azubis
7 €Studierende und Schüler*innen erhalten 50 % Ermässigung; im Rahmen angemeldeter Lehrveranstaltungen bzw. Schulklassenbesuche ist der Eintritt frei.
Gruppen (ab 10 Pers.)
–Gruppen ab 10 Personen müssen mindestens zwei Wochen vorher angemeldet werden. Eintritt zum Einzelpreis zuzüglich 10 € Anmeldegebühr pro (Teil-)Gruppe; Gruppen ab 25 Personen werden geteilt.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Es gilt das Ticket des Neuen Museums (14 €, ermässigt 7 €, Audioguide inklusive). Museumsinsel-Ticket (Bereichskarte): 24 €, ermässigt 12 €, gültig einen Tag für alle Häuser der Staatlichen Museen auf der Museumsinsel. Museumspass Berlin (3 Tage): 32 €, ermässigt 16 €. Jahreskarten Basic, Classic und Classic Plus. Freier Eintritt u. a. für Empfänger*innen von Bürgergeld, Wohngeld, Grundsicherung oder Leistungen nach dem AsylbLG sowie für ICOM-Mitglieder.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Das Neue Museum ist laut Staatlichen Museen vollständig rollstuhlgeeignet; Zugang über die James-Simon-Galerie, barrierefreie WCs laut Lageplan. Kostenloser Audioguide in Leichter Sprache mit 16 Stationen durch das Ägyptische Museum, entwickelt mit capito Berlin. Leihrollstühle nach vorheriger Anfrage beim Infoservice (030 266424242). Nur ausgebildete Assistenzhunde erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Wickelmöglichkeit
Die Sammlung wird im Neuen Museum gezeigt: Familienangebot „Ägypten ganz nah“ bzw. Suchspiel „folge dem Skarabäus“, Workshops für Familien (z. B. „Das Erwachen des Osiris“) sowie Mitmachhefte „Mit Paul und Scheri durch das Museum“ für Kinder ab 8 Jahren. Wickeltisch laut Lageplan des Neuen Museums. Laut Benutzungsordnung der Staatlichen Museen können bestimmte Kinderwagen gegen vom Museum gestellte Wagen getauscht werden müssen; Kinder dürfen nicht in Rückentragen oder auf den Schultern getragen werden.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Museumsinsel
U5 Museumsinsel; S-Bahn Friedrichstrasse oder Hackescher Markt; Tram bis Am Kupfergraben oder Hackescher Markt; Bus bis U Museumsinsel.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Die Staatlichen Museen nennen keine Parkplätze und empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad.
Einrichtungen des Neuen Museums: Allegretto Café (Di–So 10–18 Uhr), Buchhandlung Walther König, Garderoben und Schliessfächer in der James-Simon-Galerie, dort auch Café & Restaurant Cu29. Schulangebote zu Sarkophagen, Pharaonen und Hieroglyphen.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Firmenveranstaltungen
Bis zu 150 Personen.
Vermietung von Räumen des Neuen Museums ausserhalb der Öffnungszeiten über Museum&Location (Stehempfänge im Foyer bis 150 Personen, Dinner an der Freitreppe bis 50 Personen).