Im wiederaufgebauten Residenzschloss zeigen rekonstruierte Prunkräume mit Originalmöbeln den Braunschweiger Welfenhof; dazu die Quadriga-Aussichtsplattform.
Zeichnungen und Tonarbeiten, die Kinder und Jugendliche der Jugendkunstschule bei Projektwochen in der Ausstellung zu Tieren im Schloss angefertigt haben.
Die Ausstellung widmet sich der Lackwarenmanufaktur Stobwasser und weiteren Werkstätten, die unter Herzog Carl I. bemalte Papiermaché-Arbeiten mit europaweitem Absatz herstellten; mit Begleitprogramm.
Kleine Präsentation mit Fotos, Wanderbuch und Ausrüstung über die Wander- und Naturbegeisterung der letzten Braunschweiger Herzogin; ein Enddatum ist nicht angekündigt.
Über das Museum
Die Geschichte des Braunschweiger Residenzschlosses umfasst drei Bauten. Ab 1717 liess Herzog August Wilhelm den sogenannten Grauen Hof errichten; 1753/54 verlegte Herzog Carl I. den gesamten Hof von Wolfenbüttel nach Braunschweig. Beim Aufstand gegen Herzog Karl II. ging das Schloss 1830 in Flammen auf. Sein Bruder Wilhelm liess daraufhin von Hofbaumeister Carl Theodor Ottmer einen klassizistischen Neubau errichten, den er 1837 bezog; die Quadriga auf dem Portikus kam erst 1863 hinzu. Mit der Abdankung Herzog Ernst Augusts im November 1918 endete die Zeit als Residenz.
In den 1920er-Jahren wurde das Schloss zum Kulturort, unter anderem mit einem Museum in den früheren Wohn- und Staatsräumen. Ab 1935 bauten die Nationalsozialisten es zur SS-Junkerschule um. Im Zweiten Weltkrieg zur Hälfte zerstört, wurde die Ruine nach knapper Ratsentscheidung 1960 abgerissen; an ihrer Stelle entstand ein Park.
2003 beschloss der Rat die Rekonstruktion des Schlosses im Zusammenhang mit der Ansiedlung des Einkaufszentrums Schloss-Arkaden. Rund 650 geborgene Originalsteine wurden verbaut, 2007 war der Bau fertig, 2008 folgte eine rekonstruierte Quadriga. Im ersten Obergeschoss des Nordflügels richtete die 2010 gegründete Stiftung Residenzschloss Braunschweig das Schlossmuseum ein, das am 9. April 2011 eröffnete.
Für die Schauräume wurden über Jahre Möbel, Gemälde und Ausstattungsstücke aus dem alten Schloss aufgespürt, die sich in Museen und Privatbesitz erhalten hatten; viele wurden 2005 bei der Welfen-Auktion auf der Marienburg zurückerworben. Tapeten, Decken und Böden entstanden nach historischen Quellen neu. So vermittelt das Museum als „Raumkunstmuseum“ die Gemächer Herzog Wilhelms, ergänzt um Themenräume zu Schloss, Herzogtum und Welfen. Im selben Gebäude befinden sich Stadtbibliothek und Stadtarchiv.
Highlights
Rekonstruierter Thronsaal mit nachgewebter Seidenbespannung und originaler vergoldeter Möblierung
Raumfolge der Gemächer Herzog Wilhelms: Musik-, Arbeits- und Audienzzimmer mit Originalmöbeln
Medienstationen des „Historischen Menüs“ in Form einer Speisetafel
Welfenstammbaum vom 11. Jahrhundert bis in die Gegenwart
Quadriga-Plattform mit der Stadtgöttin Brunonia und Blick über Braunschweig
Dauerausstellungen
Zeitreise: Vom Thronsaal zum „Historischen Menü“ – Die Dauerausstellung führt durch die rekonstruierten Wohn- und Repräsentationsräume Herzog Wilhelms bis zum Thronsaal und erzählt in Themenräumen mit Medienstationen, Schautafeln und Filmen die Geschichte von Schloss, Welfen und Herzogtum.
Gegründet
2011
Träger
Stiftung Residenzschloss Braunschweig
Leitung
Helga Berendsen (Museumsleitung)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
5 €
Ermässigt
2 €Schüler ab 16 Jahren, Auszubildende, Studierende bis 28 Jahre, FSJ- und BFD-Leistende, Inhaber des Braunschweig-Passes, Schwerbehinderte (ab GdB 50), Bürgergeld-Empfänger sowie Inhaber der MuseumsCard Braunschweig ab dem 2. Besuch
Kinder & Jugendliche
2 €bis 15 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen frei; Schüler ab 16 Jahren zahlen den ermässigten Preis.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
2 €Ermässigter Eintritt ab einem Grad der Behinderung von 50; zu Begleitpersonen keine Angabe.
Studierende & Azubis
2 €Studierende bis 28 Jahre; Schulklassen und Studiengruppen im Klassen- bzw. Kursverband frei.
Gruppen
–Kein gesonderter Gruppentarif; Gruppen ab 10 Personen werden um Anmeldung gebeten. Führungen (60 Min.) 5 € pro Person zzgl. Eintritt, Mindestbeitrag 45 €; Kombiführung Museum und Quadriga (90 Min.) 7,50 € pro Person. Für Schulklassen Führungen ab 3 € pro Person bei freiem Eintritt.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder bis 15 Jahre in Begleitung frei. Familienführung 5 € pro Erwachsenem zzgl. Eintritt und 3 € pro Kind.
Aufstieg zur Quadriga-Plattform 2 € (am Automaten). Freier Eintritt u. a. für Gästeführer der Stadt Braunschweig und Mitglieder von Deutschem Museumsbund, Museumsverband Niedersachsen und Bremen, ICOM, Deutschem Verband für Kunstgeschichte und Ulmer Verein. MuseumsCard Braunschweig (22 €): einmal freier und ein Jahr ermässigter Eintritt in sieben Braunschweiger Museen, im Schlossmuseum erhältlich.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefreier Zugang mit Aufzug über den Seiteneingang links vom Haupteingang des Museums (Eingang zum Roten Saal). An der Kasse gibt es eine schriftliche Rundgangsbeschreibung der Dauerausstellung in Leichter Sprache. Die Quadriga-Plattform ist nur über Treppen bzw. Aufzug mit anschliessenden 48 Stufen erreichbar. Eigene Parkplätze gibt es nicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 15 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kindergeburtstage
Prinzessinnenrallye mit Rätseln und kleiner Überraschung, Familienführung (60 Min.), Kostümführung mit Herzogin Philippine Charlotte und Kindergeburtstage „Feiern wie die Herzöge“ ab 5 Jahren (90 Min., bis 10 Kinder).
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Rathaus
Tram 1, 2, 3, 4 und 10 bis „Rathaus“ bzw. Tram 1, 2, 3, 5 und 10 bis „Schloss“; zahlreiche Buslinien (u. a. 230, 411, 413, 416, 418, 420, 422) bis „Rathaus“.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine hauseigenen Parkplätze; Parkhäuser Schloss-Arkaden und Schlosscarree (Ritterbrunnen), Wilhelmstrasse 98 und Magni (Bohlweg 72) in der Nähe.
Museumsshop mit Literatur, Souvenirs und Porzellan der Manufaktur Fürstenberg (Bestellung auch per Telefon oder E-Mail).
Veranstaltungen & Vermietung
Auf der Website ist kein Vermietungsangebot ausgewiesen; Führungen sind gegen Sonderöffnungsgebühr auch ausserhalb der Öffnungszeiten buchbar.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
In der Dauerausstellung für private Zwecke ohne Blitz und Stativ erlaubt; in Sonderausstellungen gelten die Hinweise vor Ort, für gewerbliche Aufnahmen ist eine Anfrage nötig.