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Deutsches Erdölmuseum Wietze
Foto: Benutzer:AxelHH · Public domain · Wikimedia Commons

Deutsches Erdölmuseum Wietze

Museum auf einem der ältesten deutschen Ölfelder: erneuerte Ausstellung, historische Förderanlagen, 54-Meter-Bohrturm und Feldbahn im Freigelände.

ÖffnungszeitenEintritt ab 9 € Rollstuhlgerecht Café
Route

Aktuelle Ausstellungen

8. September 2026 – 30. November 2026

Die Allertalbahn („Ölbahn“) von Wietze im Modell

Neun Meter langes Modell im Massstab 1:160, das den 1903 eröffneten Wietzer Bahnhof mit seinen Gleis- und Ölverladeanlagen um 1960 zeigt.

Über das Museum

In Wietze schöpften Bauern schon im 17. Jahrhundert ölhaltigen Sand aus sogenannten Teerkuhlen und verkauften das gewonnene Öl als Schmier- und Heilmittel. 1858/59 liess der Geologe Konrad Hunäus hier eine der frühesten Erdölbohrungen der Welt niederbringen; nach einer erfolgreichen Bohrung des Bohrmeisters Friedrich Hasenbein setzte 1899 ein Ölboom ein, der das Heidedorf zum Industriestandort machte. Ab 1920 wurde Öl sogar bergmännisch in einem Schacht gewonnen.

Als die Förderung Anfang der 1960er Jahre auslaufen sollte, beschloss die Deutsche Erdöl AG, die letzten historischen Anlagen zu bewahren, und richtete auf dem Betriebsgelände der sogenannten Teufelsinsel ein kleines Museum ein. Am 29. September 1970 übergab die Nachfolgefirma Texaco es an die Gemeinde Wietze – dieses Datum gilt als Gründungstag. Ehrenamtliche bauten das Haus in den folgenden Jahrzehnten aus: Ab 1982 kamen Exponate anderer Firmen hinzu, 1988 wurde ein 54 Meter hoher Bohrturm der Wintershall AG aufgestellt, 1991 übernahm ein Verein die Trägerschaft, seit 1993 gibt es eine hauptamtliche Leitung, und 2004 wurde eine Feldbahn eingeweiht.

Heute umfasst das parkartige Freigelände knapp zwei Hektar mit teils am Originalstandort erhaltenen Förderanlagen aus der Zeit vor 1930, die seit 2021 unter Denkmalschutz stehen, sowie Pferdekopfpumpen, Bohrgerät und Spezialfahrzeugen. Die 2023 für rund 1,1 Millionen Euro erneuerte Dauerausstellung spannt den Bogen von der Entstehung des Erdöls über Förderung, Transport und Verarbeitung bis zu Umweltfolgen, Geopolitik und der Ortsgeschichte in der Boomzeit um 1900.

Highlights

  • 54 Meter hoher Bohrturm der Wintershall AG
  • Denkmalgeschützte Förderanlagen am Originalstandort
  • Pferdekopfpumpen und seismische Messfahrzeuge im Freigelände
  • Feldbahn mit zwei Spurweiten und historischen Loks
  • 2023 komplett erneuerte Dauerausstellung
  • Kostenlose Museums-App mit GPS-Touren durchs alte Ölfeld

Dauerausstellungen

  • Dauerausstellung zur Erdölgeschichte – Seit 2023 erneuerte Schau von Entstehung, Suche und Förderung des Erdöls über Chemie, Transport und Verarbeitung bis zu Umweltkatastrophen, Geopolitik, Zukunftstechnik und der Wietzer Ortsgeschichte um 1900.
  • Freigelände auf dem alten Ölfeld – Knapp zwei Hektar mit Förderanlagen aus der Zeit vor 1930 am Originalstandort, 54-Meter-Bohrturm, Pferdekopfpumpen, Messfahrzeugen und Feldbahn; einige Objekte lassen sich selbst in Gang setzen.
Gegründet
1970
Träger
Trägerverein im Auftrag der Gemeinde Wietze
Leitung
Stephan A. Lütgert

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene9 €
Ermässigt5 €Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, Leistungsempfänger und Schwerbehinderte (mit Ausweis)
Kinder & Jugendliche5 €bis 5 Jahre frei · Kinder unter 6 Jahren frei; Schülerinnen und Schüler 5 €.
Seniorinnen & Senioren8 €Rentnerinnen und Rentner mit Ausweis.
Menschen mit Behinderung5 €Mit Schwerbehindertenausweis.
Studierende & Azubis5 €Schüler-/Studentengruppen 4 € pro Person.
Gruppen (ab 6 Pers.)7 € p. P.Erwachsenengruppen ab 6 Personen; Schüler-/Studentengruppen 4 € pro Person.
Familien20 €2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis 16 Jahre.
Gruppenführung Erwachsene50 €Max. 20 Personen, zzgl. Eintritt.
Führung Schüler/Studierende (60 Min.)40 €Zzgl. Eintritt.
Workshop „Experimente rund ums Öl“40 €Mit Führung 80 €.
Abendvortrag6 €Pro Person.
Mitgliedschaft im Museumsverein (Jahr)48 €Mit freiem Eintritt.

Hunde sind willkommen und haben freien Eintritt. An jedem zweiten Sonntag im Monat um 10.30 Uhr kostenlose öffentliche Führung (nur Eintritt, Anmeldung erbeten).

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Zwei breite Behindertenparkplätze direkt vor dem Eingang, von dort ohne Bordstein ins Gebäude. Die Dauerausstellung ist komplett ebenerdig; Klapphocker zum Ausleihen. Die Sonderausstellungsfläche auf der Empore ist per Treppenlift erreichbar. Die Wege im Freigelände sind mit Splitt bedeckt und mit Gehhilfen etwas beschwerlich; Sitzgelegenheiten sind vorhanden.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 5 Jahre frei
Familienticket20 € · 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis 16 Jahre.
  • Familienführungen & Workshops
  • Kindergeburtstage

Kinderführung mit kleinen Experimenten für Grundschulkinder; für Kindergruppen und Kindergeburtstage ein Bewegungsspiel auf dem Freigelände und eine Malaktion (ca. 4–9 Jahre). Ferienaktionen und Familientage mit Rallyes und Bastelangeboten.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Wietze, Alter Bahnhof · 15 Min. zu Fuss

Mit der Bahn bis Celle, dann Bus 800 (ca. 40 Min.) bis Wietze, Haltestelle „Alter Bahnhof“; von dort ca. 15 Minuten zu Fuss. Am Aller-Radweg gelegen.

Mit dem Auto

Zwei breite Behindertenparkplätze direkt vor dem Eingang.

  • Behindertenparkplatz

Mit dem Auto über die A 7, Abfahrt Schwarmstedt, dann rund zehn Minuten auf der B 214 Richtung Celle. Navi: Schwarzer Weg 7-9, 29323 Wietze.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café
  • WLAN

Bistro mit Kaffee und Kuchen; für Gruppen nach Voranmeldung auch Snacks und „Bohrmeisterfrühstück“. Museums-WLAN (z. B. für die Museums-App).

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Firmenveranstaltungen

Unterschiedlich grosse Räume für Firmenveranstaltungen, Tagungen und Schulungen, auf Wunsch mit Technik und Catering regionaler Anbieter; in der warmen Jahreszeit kann das Freigelände einbezogen werden.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 1.5 Std.
Angebote für Schulenja
HinweiseFührungen durch Halle und Freigelände dauern meist 1,5 Stunden, auch auf Englisch, teils von ehemaligen Beschäftigten der Erdölindustrie; nur nach vorheriger Anmeldung. Programme für Grundschulen und weiterführende Schulen. Kostenlose Museums-App mit drei GPS-Touren. Feldbahnstrecke (ca. 400 m) auf dem Freigelände.

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