Zeigt Nutzen und Gefahren der Atomforschung von der Entdeckung der Röntgenstrahlen 1895 bis zur Neutronenbombe; Ausgangspunkt ist die 1944 nach Celle verlegte Uranisotopentrennung im Seidenwerk Spinnhütte.
146 Bildnisminiaturen aus den Jahren 1795 bis 1815 aus der Sammlung der Tansey Miniatures Foundation – kleinformatige, oft privat genutzte Porträts von hoher handwerklicher Qualität.
Über das Museum
Anlässlich der 600-Jahr-Feier der Stadt gründeten Celler Bürger 1892 einen Museumsverein, der zunächst ein provisorisches Haus in der Bergstrasse bezog und das Museum als „Vaterländisches Museum“ führte. Ab 1898 prägte der Fabrikant Wilhelm Bomann als Vorsitzender die Arbeit: Er konzentrierte die Sammlung auf ländliche Kultur, Stadtgeschichte und hannoversche Militärgeschichte und warb die Mittel für einen repräsentativen Neubau gegenüber dem Schloss ein, der 1907 eröffnete. Seit 1923 trägt das Haus seinen Namen.
In der NS-Zeit passte sich das Museum der herrschenden Ideologie an; die Sammlungen überstanden den Krieg weitgehend unbeschadet. Seit 1938 ist neben dem Verein vor allem die Stadt Celle Träger. Nach dem Krieg wuchsen die Zinn-, Silber- und Gemäldebestände, ab 1979 kamen Industriegeschichte, ein Depot mit Restaurierungswerkstätten und eine Textilpräsentation hinzu. 1993 wurde ein Anbau fertig, den auch das damals entstehende Kunstmuseum nutzt.
Seit 2006 ist das Residenzmuseum im Celler Schloss eine eigenständig präsentierte Abteilung des Bomann-Museums. Von 2010 bis 2013 wurde die Dauerausstellung vollständig neu gestaltet: Sechs Rundgänge führen seither durch Stadt- und Regionalgeschichte, durch das eingebaute niederdeutsche Hallenhaus, durch bürgerliche Wohnkultur, Arbeitswelt und Industrie, durch die „Entdeckung“ der Lüneburger Heide und durch Migrationsgeschichten im Celler Land. Einen weiteren Schwerpunkt bilden europäische Bildnisminiaturen der Tansey Miniatures Foundation. Seit September 2021 leitet Stefan Daberkow das Museum.
Highlights
Eingebautes niederdeutsches Hallenhaus
Biedermeierhaus zur Celler Bürgerkultur
Rundgang zur „Entdeckung“ der Lüneburger Heide
Ausstellung zu Migration und Integration im Celler Land
Europäische Bildnisminiaturen der Tansey Miniatures Foundation
Audio- und Medienguide mit 40 Stationen (Deutsch/Englisch)
Dauerausstellungen
Celle und sein Umland – Eine Reise durch die Zeit – Chronologischer Einstieg mit Kurzfilm in die Geschichte der Stadt Celle und ihrer Region.
Rauch, Gestank und Plackerei – Das Bauernhaus – Im Museum eingebautes niederdeutsches Hallenhaus, das Leben und Arbeiten auf einem Hof der Region anschaulich macht.
Nicht von hier? Migration und Integration im Celler Land – Erzählt anhand von drei Gruppen aus drei Jahrhunderten von Menschen, die ins Celler Land kamen oder es verliessen.
Gegründet
1892
Träger
Stadt Celle
Leitung
Stefan Daberkow
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
8 €
Ermässigt
5 €Gruppen ab 5 Personen, Menschen mit Schwerbehinderung (ab 50 %), Inhaber der Ehrenamtskarte, Studierende, Auszubildende, Bürgergeld-Beziehende, Freiwilligendienstleistende (FSJ, FÖJ, BFD, freiwilliger Wehrdienst), Gäste mit Schlossführungsticket am selben Tag
Kinder & Jugendliche
freiKinder sowie Schülerinnen und Schüler haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
5 €Begleitperson frei · Ab einem GdB von 50; eine eingetragene Begleitperson hat freien Eintritt.
Studierende & Azubis
5 €Studierende und Auszubildende ermässigt; Studierende der Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde/Europäischen Anthropologie und Restaurierung frei; Schülerinnen und Schüler frei.
Gruppen (ab 5 Pers.)
5 € p. P.Private Führungen (ca. 60 Min.): bis 14 Personen 40 €, ab 15 Personen 50 €, jeweils zzgl. Eintritt.
Kombikarte mit Residenzmuseum im Celler Schloss
15 €Ermässigt 10 €; einmaliger Eintritt ins Residenzmuseum am Kauftag oder am nächsten Öffnungstag.
Führung für blinde und sehbehinderte Gäste (60 Min.)
50 €Max. 14 Personen, zzgl. Eintritt.
Freier Eintritt:Jeden letzten Samstag im Monat; ausserdem für alle am eigenen Geburtstag, am 4. Januar (Geburtstag Wilhelm Bomanns) und am Internationalen Museumstag.
Gemeinsames Ticket: Die Eintrittskarte gilt ab dem Kauftag einen ganzen Monat für Bomann-Museum (Dauer- und Sonderausstellungen) und Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon und ist übertragbar. Freier Eintritt u. a. für Mitglieder des Museumsvereins, der Museumsverbände, des Deutschen Museumsbunds und von ICOM.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Der Haupteingang liegt an einer Treppe: Rollstuhlfahrende klingeln unten an der Haupttreppe (Rollstuhlsymbol) und werden über das benachbarte Kunstmuseum ins Haus geführt. Rollstuhlgerechte öffentliche Toilette (Euro-Schlüssel) an der Fritz-Grasshoff-Gasse neben dem Kunstmuseum. Multisensorische Führungen für blinde und sehbehinderte Gäste nach Anmeldung.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienführungen & Workshops
Kindergeburtstage
Kreativwerkstatt „KUKI“ freitags und samstags (mit Anmeldung), Experimentierkurse mit „Doc Hu“, Familienführungen und Kindergeburtstage (ab 120 Minuten).
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Vom Bahnhof Celle (ICE, IC, Metronom) ca. 15 Minuten zu Fuss; zahlreiche CeBus-Linien halten direkt vor dem Museum. Fahrradbox auf der Stechbahn gegenüber.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine Parkplätze direkt am Museum. Öffentlich: Parkhaus Südwall (max. 5 Min. Fussweg), Parkgarage Congress-Union (Navi: Bullenberg, max. 7 Min.), kostenloser Parkplatz Schützenplatz (Navi: Hafenstrasse, max. 10 Min.), Parkhaus Nordwall (ca. 10 Min.).
Museumscafé in der alten Apotheke (Barista Marvin Sarb) mit Frühstück, Mittagskarte, Kuchen der Celler Konditorei Baxmann und Innenhof im Sommer. Museumsshop mit Literatur, Regionalem und Kinderspielzeug.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguide
ja (DE, EN)
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Audio- und Medienguide mit 40 Stationen als WebApp per QR-Code oder als Leihgerät an der Kasse. Öffentliche Führungen an vielen Sonntagen; private Gruppenführungen zu rund zehn Themen; Angebote für Kitas und Schulen.