
Deutsches Marinemuseum
Museum zur Geschichte der deutschen Marinen seit 1848 am Südstrand von Wilhelmshaven – mit Zerstörer „Mölders“, U-Boot „U 10“ und Schnellboot „Gepard“.
Über das Museum
Die Idee zu einem Marinemuseum in Wilhelmshaven kam 1988 in einem Kreis von Bürgern und ehemaligen Marineoffizieren auf. Nachdem die Stadt 1992 aus dem Vorhaben ausgestiegen war, führte der Förderverein es allein weiter. Am 24. April 1998 öffnete das Museum in der ehemaligen Scheibenhofwerkstatt am Südstrand, einem 1888 errichteten Gebäude des Torpedohofs der Kaiserlichen Werft. Das Minenjagdboot „Weilheim“ und das U-Boot „U 10“ zogen von Beginn an viele Gäste an.
In den folgenden Jahren wuchs die Sammlung stetig: 2000 entstand ein Neubau für Sonderausstellungen, 2005 machte der Lenkwaffenzerstörer „Mölders“ im Museumshafen fest – das grösste Museumskriegsschiff Deutschlands –, 2010 eröffnete in einem erweiterten Gebäude eine neue Dauerausstellung, und 2016 kam das Flugkörperschnellboot „Gepard“ hinzu. Unter dem Leitgedanken „Menschen – Zeiten – Schiffe“ erzählt die Ausstellung die Geschichte der deutschen Marinen von der Bundesflotte 1848 bis zur heutigen Deutschen Marine und ordnet sie in die politischen Verhältnisse der jeweiligen Zeit ein. Träger ist die Stiftung Deutsches Marinemuseum.
Seit einer Förderzusage des Bundes Ende 2018 bereitet sich das Museum auf eine umfassende Erweiterung vor, die bis etwa 2030 abgeschlossen sein soll: Die aus den 1880er Jahren stammenden Kajen werden saniert, ein Erweiterungsbau und ein neues Depot entstehen, eine neue Dauerausstellung ist für 2029 geplant. Die „Weilheim“ wird Ende Oktober 2026 wegen ihres morschen Holzrumpfs ausgemustert; ab Frühjahr 2027 liegt die „Mölders“ vorübergehend am Bontekai im Grossen Hafen.
Highlights
- Lenkwaffenzerstörer „Mölders“ – grösstes Museumskriegsschiff Deutschlands
- Küsten-U-Boot „U 10“
- Flugkörperschnellboot S 71 „Gepard“
- Dauerausstellung „Menschen – Zeiten – Schiffe“ zur Marinegeschichte seit 1848
- Historische Hafenrundfahrten (April bis Oktober)
- Minenjagdboot „Weilheim“ – nur noch bis 31. Oktober 2026
Dauerausstellungen
- Menschen – Zeiten – Schiffe – Dauerausstellung zur Geschichte der deutschen Marinen von 1848 bis heute – von Bundesflotte und Kaiserlicher Marine über die Weltkriege bis zu Bundesmarine, Volksmarine und Deutscher Marine –, erzählt über persönliche Lebenswege.
- Museumshafen – Begehbare Grossexponate: Lenkwaffenzerstörer „Mölders“, Schnellboot „Gepard“, U-Boot „U 10“ und bis Ende Oktober 2026 das Minenjagdboot „Weilheim“, dazu Geschütze und Minen im Aussenbereich.
- Gegründet
- 1998
- Träger
- Stiftung Deutsches Marinemuseum
- Leitung
- Thomas Eisentraut
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 16 € |
|---|---|
| Ermässigt | 10 €Kinder und Jugendliche (6–17 Jahre), Schülerinnen und Schüler, Studierende |
| Kinder & Jugendliche | 10 €bis 5 Jahre frei · Kinder bis 5 Jahre frei; 6–17 Jahre 10 €. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermässigung ausgewiesen. |
| Menschen mit Behinderung | 13 €Begleitperson frei · Mit Schwerbehindertenausweis; bei Merkzeichen „B“ und/oder „H“ ist eine Begleitperson frei. |
| Studierende & Azubis | 10 €Schülerinnen und Schüler sowie Studierende. |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 15 € p. P.Ab 15 Personen; Schulklassen, Jugend- und Studierendengruppen 6 € pro Person. Führungen: 60 € Pauschale zzgl. Eintritt (bis 15 bzw. 20 Personen), fremdsprachig 10 € Zuschlag. |
| Familien | 41 €2 Erwachsene mit 1 bis 3 Kindern. |
| Kleinfamilienkarte (1 Erwachsener, 2 Kinder) | 31 € |
| Historische Hafenrundfahrt (90 Min., April–Oktober) | 13 €Ab Anleger Bontekai; Kinder/Jugendliche 6–17, Schüler und Studierende 8 €, Familien 33 €, Kleinfamilie 25 €, Gruppen ab 15 Personen 12 €. Tickets nur online oder an der Museumskasse, nicht an Bord. |
Soldatinnen und Soldaten (in Uniform oder mit Dienstausweis), Mitglieder der Fördervereine Deutsches Marinemuseum und Museumsschnellboot sowie von MOV, Deutschem Museumsbund, ICOM und Museumsverbänden haben freien Eintritt. Online-Tickets berechtigen nicht zu schnellerem Einlass.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Dauer- und Sonderausstellung im Hauptgebäude sowie der Museumshafen sind rollstuhlgeeignet, die Schiffe und Boote nicht (teils steile Niedergänge). Das Fahrgastschiff der Hafenrundfahrt ist nicht barrierefrei; Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen können nicht mitgenommen werden.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 2.5 Std. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
| Familienticket | 41 € · 2 Erwachsene mit 1 bis 3 Kindern. |
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Hörspiel-Führung „Mit Max und Paula durch das Marinemuseum“ und Rallye durch die Dauerausstellung für Kinder. Kinder unter 14 nur mit Begleitung Erwachsener; unter 6 Jahren auf den Schiffen an die Hand nehmen. Steile Niedergänge auf den Schiffen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Marinemuseum/Südstrand
In den Sommermonaten Buslinie 8 im Pendelverkehr zwischen Hauptbahnhof und Südstrand, Haltestelle „Marinemuseum/Südstrand“ direkt vor dem Museum; vom Bahnhof ca. 30 Minuten zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig · 300 m zum Eingang
Keine museumseigenen Parkplätze; öffentliche, kostenpflichtige Parkplätze an der Kaiser-Wilhelm-Brücke und am Helgoland-Kai.
Service & Gastronomie
- Café
- Garderobe
- Schliessfächer
Museumscafé (Hanneken Restaurationsbetriebe) mit Kaffee, Kuchen, Snacks, Mittagstisch und Terrasse, nur für Museumsgäste; Tischreservierung für Gruppen möglich. Fahrradständer vor dem Eingang, keine E-Bike-Ladestation. Hunde (ausser Assistenzhunde) nicht erlaubt.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Für private Zwecke ohne Blitz erlaubt; an einzelnen gekennzeichneten Exponaten Fotografierverbot. |
| Hinweise | Für Dauerausstellung und ein Grossexponat mindestens 2,5 Stunden einplanen, für jedes weitere Schiff rund 45 Minuten. Geschlossenes Schuhwerk auf den Schiffen Pflicht, keine Badebekleidung; Koffer sind nicht erlaubt, grosse Taschen gehören ins Schliessfach. Öffentliche Führungen an Wochenenden auf den Schiffen und in der Dauerausstellung; Gruppenführungen, Schulworkshops (Klassen 9–13) und Escape-Game „Flucht vom Museumsschiff“ nach Anmeldung. |





