
Deutsches Spionagemuseum
Interaktives Erlebnismuseum am Leipziger Platz zur Geschichte von Spionage und Geheimdiensten – mit Enigma, Agenten-Gadgets und Laserparcours.
Über das Museum
Die Idee zu einem Spionagemuseum entwickelte der Journalist Franz-Michael Günther ab 2004, zunächst für die Villa Schöningen an der Glienicker Brücke, wo im Kalten Krieg mehrfach Agenten ausgetauscht wurden. Aus dem Plan wurde nichts, doch Günther baute über Jahre eine Sammlung auf und prüfte verschiedene Standorte in Berlins Mitte, bis 2014 die Wahl auf den Leipziger Platz fiel – einen Ort, an dem einst die Mauer verlief.
In einem umgebauten Bürogebäude eröffnete am 19. September 2015 das privat finanzierte Spy Museum Berlin. Nach finanziellen Schwierigkeiten und der Insolvenz der ersten Betreibergesellschaft übernahm im Juli 2016 ein neues Team unter Robert Rückel, dem Gründer des DDR-Museums, das Haus und eröffnete es als Deutsches Spionagemuseum neu, mit niedrigeren Preisen und stärkerem Bildungsanspruch.
Zwischen 2018 und 2019 wurde die Dauerausstellung grundlegend überarbeitet und um zahlreiche interaktive Stationen ergänzt. Auf rund 3.000 Quadratmetern reicht sie von Geheimschriften der Antike über die Weltkriege und den Kalten Krieg mit Berlin als „Hauptstadt der Spione“ bis zu Big Data und Cyberspionage. 2020 war das Museum für den European Museum of the Year Award nominiert; 2023 kamen rund 441.000 Besucher.
Highlights
- Originale Enigma-Chiffriermaschinen
- Getarnte Agentenwaffen wie Lippenstift- und Pfeifenpistole
- Laserparcours mit mehreren Schwierigkeitsstufen
- Stasi-Spionage-Trabant mit Infrarotkamera
- Originalrequisiten aus James-Bond-Filmen
- Lügendetektor und über 30 interaktive Stationen
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung zur Geschichte der Spionage – Eine Zeitreise von antiken Geheimschriften über die Weltkriege und den Kalten Krieg in Berlin bis zu Überwachung und Datensammlung heute, mit originalen Agentengeräten und vielen Mitmachstationen.
- Gegründet
- 2015
- Träger
- Deutsches Spionage Museum DSM GmbH
- Leitung
- Robert Rückel (Geschäftsführer)
- Besucher pro Jahr
- ca. 441'000 (2023)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 8 € |
|---|---|
| Ermässigt | 6 €Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre; laut Ticketpartnern ausserdem u. a. Studierende, Auszubildende und Schwerbehinderte |
| Kinder & Jugendliche | 13,50 €bis 5 Jahre frei · Kinder unter 6 Jahren frei, benötigen aber ein (kostenloses) Ticket; bis 17 Jahre ermässigt (dynamisch 6–13,50 €). Empfohlen ab 8 Jahren. |
| Menschen mit Behinderung | –Ermässigung für Schwerbehinderte laut Ticketpartnern; Regelung für Begleitpersonen nicht angegeben |
| Studierende & Azubis | –Ermässigung laut Ticketpartnern |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 12 € p. P.Ab 10 Personen, Anmeldung erforderlich (buchung@deutsches-spionagemuseum.de). Schulklassen ab 10 Schülern 8 € pro Person. |
| Überblicksführung für Gruppen (60 Min., max. 25 Personen) | 85 €Zzgl. Gruppeneintritt; 90 Min. 115 € |
| Überblicksführung für Schulklassen (60 Min.) | 70 €Zzgl. Eintritt; 90 Min. 95 €, Schwerpunktführung 60 Min. 80 € |
Dynamische, auslastungsabhängige Preise: online regulär 8–18,50 €, ermässigt 6–13,50 € (eingetragen sind die Mindestpreise, angezeigt als „ab …“); Frühbuchung ist günstiger. Zeitfenstertickets auch an der Kasse, sofern verfügbar.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Ausstellung auf zwei Etagen, der Aufzug ist nur mit Begleitung durch das Personal nutzbar. Barrierefreies WC im Shopbereich. Zertifikat „Barrierefreiheit geprüft“ (Reisen für Alle): barrierefrei für Gehbehinderte, teilweise für Rollstuhlnutzer. Führungen für Menschen mit Gehbehinderung nach Anmeldung. Assistenztiere erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignetEmpfohlen ab 8 Jahren
| Besuchsdauer | ca. 1.5 Std. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
- Kindergeburtstage
Empfohlen ab 8 Jahren, jüngere Kinder können laut Museum aber ebenfalls viel entdecken. Zahlreiche Mitmachstationen, u. a. Laserparcours, Agentenlabor mit Geheimtinten, Morse- und Chiffrierstationen, Wanzensuche und Verkleidungsecke. Kindergeburtstage als geführte Agentenausbildung mit Agentenausweis.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Potsdamer Platz
S-Bahn, U2 und Bus Potsdamer Platz (Ausgang Leipziger Platz)
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkhäuser in der Nähe: Mall of Berlin (Zufahrt Vossstrasse/Wilhelmstrasse), Potsdamer Platz (Linkstrasse, Ludwig-Beck-Strasse, Schellingstrasse) und Sony Center (Ben-Gurion-Strasse, Bellevuestrasse). Busparkplätze an der Gabriele-Tergit-Promenade/Reichpietschufer, Mauerstrasse 69/Leipziger Strasse und Niederkirchnerstrasse/Martin-Gropius-Bau.
E-Schnellladesäule vor dem Eingang.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
- Schliessfächer
Café im Museumsshop mit Snacks und Getränken; zahlreiche Pfand-Schliessfächer. Hunde nur in Transportbox.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Firmenveranstaltungen
Exklusive Anmietung für Firmenveranstaltungen: Meetings im „Global Operation Room“, Konferenzen im Kino, Dinner im Shop, Empfänge in der Ausstellung. Kontakt: events@deutsches-spionagemuseum.de.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | nein |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Kein Audioguide; alle Texte auf Deutsch und Englisch. Empfohlene Besuchsdauer laut Besuchsseite 1,5–2 Stunden (FAQ: 2–2,5 Stunden). Gruppenführungen (60/90 Min.) auf Deutsch oder Englisch, Schwerpunktführungen für Schulklassen (u. a. Kalter Krieg, Kryptografie, Datenschutz). |




