Spezialmuseum in Oppenheim zu 2000 Jahren Weinbau in Deutschland – mit Keltern, Korkenziehern, Oldtimer-Traktoren und einer berühmten Mausefallen-Sammlung.
7. Etikettenausstellung des Deutschen Freundeskreises Weinetiketten-Sammler: Zwölf Tafeln mit Etiketten, auf denen Tiere und Blumen die Weinlage oder den Charakter des Weins darstellen. Laufzeit auf der Website nicht angegeben.
Über das Museum
Die Idee zu einem zentralen Museum für den deutschen Weinbau entstand Ende der 1970er-Jahre in Oppenheim selbst. Getragen wird das Haus bis heute von einem Förderverein, dem Verein der Freunde und Förderer des Deutschen Weinbaumuseums; eröffnet wurde es im Juni 1980. Erster Leiter war der Mitinitiator Oskar Foltyn.
Untergebracht ist das Museum im ehemaligen Deutschherrenhaus am Rand der Altstadt, einem elfachsigen Bau von 1746 mit Mansardwalmdach, der später als Zivilhospital und Volkshochschule diente. Zusammen mit einem Nebengebäude, einer Maschinenhalle und zwei Freiflächen umfasst das Gelände rund 5.000 Quadratmeter.
Auf drei Etagen führen rund 30 Abteilungen mit etwa 4.000 Objekten durch die Geschichte von Rebe und Wein: im Erdgeschoss Kelterei, Holzfasskeller, Küferwerkstatt, Brennerei und Flaschengeschichte, im ersten Obergeschoss die Arbeit im Weinberg von der Bodenbearbeitung über Rebveredelung und Pflanzenschutz bis zum Klimawandel, im zweiten Obergeschoss Weinbaugebiete, Gläser, Weinprobe, Weinrecht, Etiketten und Wein in der Kunst. Bekannt ist das Haus auch für Kuriositäten wie eine der grössten Mausefallen-Sammlungen und rund 2.000 Korkenzieher.
Im Hof stehen historische Keltern und ein Riesenfass von 1860, die Maschinenhalle zeigt mehr als 50 alte Traktoren und Weinbaugeräte. Weil der Verein die Heizkosten im Winter nicht tragen kann, öffnet das Museum nur von April bis in den Herbst; Sonderausstellungen und Vorträge ergänzen das Programm.
Highlights
Rund 4.000 Exponate in etwa 30 Abteilungen im barocken Deutschherrenhaus
Riesenfass von 1860 mit mehr als 11.800 Litern Inhalt im Freigelände
Sammlung von rund 2.000 Korkenziehern
Einige der ältesten noch gefüllten Weissweinflaschen aus dem 17. und 18. Jahrhundert
Maschinenhalle mit über 50 historischen Traktoren
Eine der weltweit grössten Mausefallen-Sammlungen
Dauerausstellungen
Weinbereitung in alter Zeit – Erdgeschoss mit Keltermodellen, Holzfasskeller, Brennerei, original eingerichteter Küferwerkstatt und über 100 historischen Weinflaschen seit dem 17. Jahrhundert.
Rebe und Weinberg – Erstes Obergeschoss zur Arbeit des Winzers: Böden, Rebveredelung und Züchtung, Pflanzenschutz mit alten Spritzgeräten sowie Weinbau und Klimawandel.
Weinkultur und Weingenuss – Zweites Obergeschoss mit den deutschen Weinbaugebieten, Trinkgefässen, Weinprobe, Etiketten, einem Kunstkabinett und der Mausefallen-Sammlung.
Gegründet
1980
Träger
Verein der Freunde und Förderer des Deutschen Weinbaumuseums e.V.
Leitung
Werner Lucas
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
4 €
Ermässigt
3 €Ermässigungsberechtigte, Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Menschen mit Behinderung
Kinder & Jugendliche
1 €Kinder 1 €; eine Altersgrenze ist nicht angegeben.
Menschen mit Behinderung
3 €
Studierende & Azubis
3 €Gilt für Schülerinnen, Schüler und Studierende.
Gruppen
–Sonderpreise für Gruppen auf Anfrage.
Die Museumswebsite nennt keine Eintrittspreise; die Angaben stammen aus dem Museumsportal Rheinland-Pfalz.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museumsportal Rheinland-Pfalz ist das Museum nicht barrierefrei; die Ausstellung verteilt sich auf drei Etagen des Barockgebäudes.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof Oppenheim · 1.1 km
Bahnhof Oppenheim (Regionalverkehr), etwa 1,1 km Fussweg.
Cafeteria mit Museumsshop (Souvenirs, eigener Museumswein); Museumsschenke im Haus.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Museumsschenke und Seminarräume stehen nach Voranmeldung für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung; dazu kommt der Innenhof.
Besuch planen
Führungen
ja
Audioguide
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Gruppenführungen (ca. 1,5 Stunden) ganzjährig auch ausserhalb der Öffnungszeiten, Anmeldung mindestens 10 Tage im Voraus. Angebote für Kindergärten und Schulen sowie ein Audioguide laut Museumsportal Rheinland-Pfalz. Auf der Website gibt es einen virtuellen 360°-Rundgang.