Erste Ausstellung zu Tatzen-, Klauen- und Drachenfüssen an mittelalterlichen Leuchtern, Tragaltären und Gefässen – mit Stücken des Domschatzes und dem erstmals ausgeliehenen Paderborner Tragaltar.
Über das Museum
Schon im mittelalterlichen Dom gab es Schatzkammern, in denen Reliquiare und Altargeräte verwahrt und hohen Gästen gezeigt wurden. Im 19. Jahrhundert wuchs der Bestand durch Ankäufe und Schenkungen aus säkularisierten Klöstern und Stiften; Bischof Eduard Jakob Wedekin regte schliesslich die Gründung eines Diözesanmuseums an, aus dem das heutige Dommuseum hervorging.
Bei der Zerstörung des Doms am 22. März 1945 gingen die Sammlungsräume verloren, die wichtigsten Stücke waren jedoch rechtzeitig ausgelagert worden. Ab 1960 war der Domschatz wieder in einer Schatzkammer über der Sakristei zu sehen, 1978 kamen Räume des ehemaligen Kapitelhauses hinzu, und seit 1988 zeigte das Haus regelmässig viel beachtete Sonderausstellungen. 1985 wurde der Dom mitsamt Domschatz in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Während der Domsanierung blieb das Museum ab 2010 geschlossen; Hauptwerke gingen unter anderem an das Metropolitan Museum in New York und das Bode-Museum in Berlin. Im April 2015 eröffnete das Dommuseum mit deutlich mehr Fläche neu, eng verbunden mit Dom, mittelalterlichem Kreuzgang und dem Tausendjährigen Rosenstock, und erhielt im selben Jahr den Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.
Heute präsentiert das Museum des Bistums Hildesheim den Domschatz und weitere Bestände in einer Dauerausstellung, ergänzt um Sonderausstellungen und Projekte zu transkulturellen Verflechtungen mittelalterlicher Kunst.
Highlights
Hildesheimer Domschatz (UNESCO-Welterbe seit 1985)
Grosse Goldene Madonna aus der Zeit Bischof Bernwards
Gründungsreliquiar – Herzstück des Domschatzes
Ringelheimer Kruzifix (frühes 11. Jahrhundert)
Aquamanilien und romanische Goldschmiedekunst
Zugang über das Domfoyer zu Dom und Tausendjährigem Rosenstock
Dauerausstellungen
Hildesheimer Domschatz – Reliquiare, Altargeräte und Goldschmiedekunst aus über tausend Jahren, die zusammen mit dem Dom zum UNESCO-Welterbe gehören.
Gemeinsame Geschichte – Objekte transkultureller Verflechtungen – Sammlungsschwerpunkt zu Werken mit Materialien und Schmuck aus fernen, oft islamisch geprägten Regionen, die über Jahrhunderte in den Hildesheimer Domschatz gelangten.
Träger
Bistum Hildesheim
Leitung
Dr. Felix Prinz
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
7 €
Ermässigt
5 €Studierende, Inhaber/-innen von Schwerbehinderten- oder Sozialausweis, Gruppen ab 10 Personen, Kulturkarte bzw. Girocard der Volksbank Hildesheimer Börde
Kinder & Jugendliche
freibis 25 Jahre frei · Freier Eintritt für alle bis 25 Jahre
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
5 €Mit Schwerbehindertenausweis
Studierende & Azubis
5 €Bis 25 Jahre ohnehin frei
Gruppen (ab 10 Pers.)
5 € p. P.Gruppenführung bis 20 Personen 90 € zzgl. Eintritt (Schulgruppen mit Dom- und Museumsführung 70 €), 14 Tage Vorlauf; max. 25 Personen pro Gruppe. Schulklassen/Kindergruppen: Führung 70 €, Workshop 95 € pro Gruppe.
Öffentliche Führung
5 €Zuzüglich Eintritt
MuseumsCard Hannover (Jahreskarte für mehrere Museen)
60 €Familienoption +8 € für bis zu drei Kinder
Freier Eintritt:Jeden 1. Dienstag im Monat (Aktionstag) freier Eintritt für alle
Familienbereich „Labor Gegenwart“ mit kostenlosen Mitmachstationen, regelmässige Familiennachmittage und kostenlose Ferienprogramme; Kindergeburtstage (5–12 Jahre, ca. 2 Stunden) über die Dom-Information buchbar.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bohlweg · 400 m
Ab Hildesheim Hbf Buslinien 1, 2 oder 4 bis Haltestelle Bohlweg, dann ca. 400 m zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig · 5 Min. zu Fuss zum Eingang
Keine Besucherparkplätze am Domhof; nächste kostenpflichtige Parkhäuser Cityparkdeck (Kläperhagen 7) und Andreaspassage (Eckemekerstrasse 1).
Kaffee-Ecke und Museumsshop (Literatur, Devotionalien, Souvenirs) im Domfoyer. Rucksäcke, Taschen und Schirme müssen in Garderobe/Schliessfächer.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Für private Zwecke ohne Blitz, Beleuchtung und Stativ erlaubt.
Hinweise
Öffentliche Rundgänge samstags 11 Uhr und feiertags 14 Uhr, Sprechstunden sonntags und am 1. Dienstag im Monat um 14 Uhr, Ausstellungsrundgang mit dem Museumsteam am letzten Donnerstag im Monat 16:45 Uhr. Buchung von Führungen über die Dom-Information (05121 307-770, dom-information@bistum-hildesheim.de); nicht autorisierte Fremdführungen untersagt. Führungen auch in Fremdsprachen.