
Fuggerei
Vier Museen in der Fuggerei, der ältesten bestehenden Sozialsiedlung der Welt – mit historischer Wohnung und Bunkerausstellung, im Fuggerei-Ticket enthalten.
Über das Museum
Jakob Fugger stiftete die Fuggerei 1521 – auch im Namen seiner Brüder – als Siedlung für bedürftige Augsburger Bürger; sie gilt als älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. Heute leben in 67 Häusern rund 150 Menschen katholischen Glaubens für eine symbolische Jahreskaltmiete von 0,88 Euro und täglich drei Gebete für die Stifterfamilie. Verwaltet wird die „Stadt in der Stadt“ mit eigener Kirche von der Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungs-Administration.
Das Fuggereimuseum wurde 1957 in der Mittleren Gasse eingerichtet. 2008 kam eine Ausstellung im Luftschutzbunker hinzu, den die Familie Fugger 1943 bauen liess: Hier überlebten rund 200 Bewohner die Bombennacht vom 25. auf den 26. Februar 1944, in der ein Grossteil der Siedlung zerstört wurde. Der Wiederaufbau wurde aus Stiftungsmitteln, vor allem aus Holzverkäufen, finanziert.
Zum 500-jährigen Jubiläum der Fuggerschen Stiftungen wurden die Ausstellungen 2019 und 2021 neu konzipiert. Seither gibt es vier Stationen: das Museum der Geschichte und des Wohnens mit der Stiftungsurkunde als Faksimile und einer teils auf 1517 zurückgehenden, rekonstruiert eingerichteten Wohnung, das Museum der Bewohner, in dem heutige Bewohner zu Wort kommen, das Museum des Alltags in einer Nachkriegswohnung sowie die Bunkerausstellung zu Zerstörung und Wiederaufbau. Der Besuch aller Museen ist im Eintritt zur Fuggerei enthalten.
Highlights
- Historische Wohnung von 1517 mit rekonstruierter Einrichtung
- Faksimile der Stiftungsurkunde Jakob Fuggers von 1521
- Ausstellung im Weltkriegsbunker von 1943 zur Bombennacht und zum Wiederaufbau
- Museum der Bewohner mit persönlichen Geschichten heutiger Fuggerei-Bewohner
- Taktiles Modell der Fuggerei
- Rundgang durch die Gassen der ältesten Sozialsiedlung der Welt mit Kirche St. Markus
Dauerausstellungen
- Museum der Geschichte und des Wohnens – Multimediale Ausstellung zur Stiftungsgeschichte von 1521 bis 1944 in der Mittleren Gasse 14 und eine rekonstruierte Wohnung in Haus Nr. 13, die anhand von fünf Bewohnerfamilien fünf Jahrhunderte Alltag erzählt.
- Museum der Bewohner und Museum des Alltags – Zwei Wohnungen in der Ochsengasse zeigen, wie das Leben in der Fuggerei heute funktioniert und wie sich Wohnen und Bedürftigkeit seit der Nachkriegszeit verändert haben – mit Filmen und Stimmen der Bewohner.
- Ausstellung im Weltkriegsbunker – Im Luftschutzbunker von 1943 dokumentieren Bilder, Objekte und ein Film die Zerstörung der Fuggerei im Februar 1944 und ihren Wiederaufbau aus Stiftungsmitteln.
- Gegründet
- 1957
- Träger
- Fürstlich und Gräflich Fuggersche Stiftungs-Administration
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 8 € |
|---|---|
| Ermässigt | 7 €Rentner, Menschen mit Beeinträchtigungen, Gruppen ab 10 Personen, Studierende, Inhaber der Ehrenamtskarte |
| Kinder & Jugendliche | 4 €bis 7 Jahre frei · Kinder bis 7 Jahre frei, 8–17 Jahre 4 €. |
| Seniorinnen & Senioren | 7 € |
| Menschen mit Behinderung | 7 € |
| Studierende & Azubis | 7 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 7 € p. P. |
| Familien | 18 €2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis 17 Jahre. |
| Schulklasse (bis 30 Schüler und 2 Lehrkräfte) | 45 € |
| Kultursozialticket | 1 € |
| Jahreskarte für Augsburger (gültig für 2 Personen) | 15 € |
| Jahreskarte für Nicht-Augsburger (gültig für 2 Personen) | 30 € |
| Öffentliche Führung (samstags 15 Uhr) | 16 €Inkl. Eintritt; Kinder 8 €; mind. 7 Teilnehmende. |
Das Ticket gilt für die Fuggerei einschliesslich aller vier Museen, des Bunkers und der historischen Wohnung; ein separater Museumseintritt existiert nicht. Tickets an der Kasse (Kartenzahlung möglich) oder online.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die denkmalgeschützte Anlage ist nicht vollständig barrierefrei; Wege überwiegend gepflastert. Die Museen sind über Rampen erreichbar, das Bunkermuseum jedoch nicht rollstuhlgerecht; in der historischen Wohnung erschweren Türschwellen den Zugang zu einzelnen Räumen. Kostenloser Leihrollstuhl an der Kasse, gekennzeichnete barrierefreie Toiletten. Medienstationen unterfahrbar und untertitelt, taktiles Modell und Hörstationen; Führungen in Deutscher Gebärdensprache buchbar. Für sehbehinderte Gäste wird eine Begleitperson empfohlen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Fuggerei
Strassenbahnlinie 1 ab Königsplatz (Richtung Lechhausen/Ostfriedhof) bis Haltestelle „Fuggerei“ an der Jakobskirche.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Direkt an der Fuggerei nur wenige Plätze; empfohlen werden Parkhäuser in der Innenstadt oder an der City-Galerie. Busparkplätze am Jakobsplatz (1 Std. mit Parkscheibe, wegen Baustelle eingeschränkt), Am Oberen Graben 37/39 und Fuggerstrasse 9/11 (je 3 Std. mit Parkscheibe).
Navi-Adresse: Jakoberstrasse 26; Haupteingang neben dem Restaurant „Die Tafeldecker“.
Route planenService & Gastronomie
- Restaurant
Restaurant „Die Tafeldecker“ mit Biergarten am Eingang (Mo Ruhetag). Hunde an der Leine erlaubt. Fuggerei-Guide (Buch) für 7 € erhältlich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Führung jeden Samstag um 15 Uhr (Treffpunkt vor St. Markus). Gruppenführungen (60 Min., 90 € auf Deutsch, 110 € in Fremdsprachen, zzgl. Eintritt) und Schulklassenführungen (45 Min., 75 €) mindestens eine Woche im Voraus unter fuehrungen@fugger.de buchen; Sprachen u. a. Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch. Themenführungen zu Baugeschichte, Zerstörung und Wiederaufbau oder Medizingeschichte. Rund 150 Menschen wohnen in der Siedlung – bitte Privatsphäre und Ruhe respektieren. Museumstexte auf Deutsch und Englisch. |




