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Gedenkstätte Ahlem in Hannover
Foto: Gerd Fahrenhorst · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Gedenkstätte Ahlem

Gedenkstätte der Region Hannover auf dem Gelände der Israelitischen Gartenbauschule – jüdisches Leben, Deportation und NS-Verbrechen.

ÖffnungszeitenEintritt frei Rollstuhlgerecht

Über das Museum

1893 gründete der jüdische Bankier Moritz Simon in Ahlem eine Erziehungsanstalt, in der jüdische Jugendliche vor allem im Gartenbau ausgebildet wurden; eine Volksschule gehörte dazu. Die Israelitische Gartenbauschule erwarb über Jahrzehnte internationales Ansehen und bereitete nach 1933 viele junge Menschen auf die Auswanderung, besonders nach Palästina, vor.

Ab Herbst 1941 missbrauchten die Nationalsozialisten das Gelände als zentrale Sammelstelle: Über 2.000 Jüdinnen und Juden aus dem südlichen Niedersachsen wurden hier zusammengezogen und in sieben Transporten deportiert. Ab 1943 nutzte die Gestapo das Direktorenhaus als Aussenstelle, 1944 wurde das Haupthaus Polizeiersatzgefängnis. In den letzten Kriegswochen richtete die Gestapo in der früheren Laubhütte mindestens 59 Häftlinge hin. Nach der Befreiung betrieben Überlebende kurzzeitig einen landwirtschaftlichen Kibbuz.

1987 richtete der Landkreis Hannover im früheren Direktorenhaus eine Mahn- und Gedenkstätte ein; seit 2001 ist die Region Hannover Trägerin. Von 2012 bis 2014 wurden Gebäude und Ausstellung grundlegend umgestaltet und um einen gläsernen Anbau ergänzt. Die Dauerausstellung verbindet heute Zeitzeugeninterviews, Dokumente und Medienstationen; im Aussengelände erinnern die „Wand der Namen“ und ein Denkmal am Ort der Laubhütte an die Opfer.

Highlights

  • Dauerausstellung zu jüdischem Leben in der Gartenbauschule und zur NS-Verfolgung
  • „Wand der Namen“ mit über 3.000 Tafeln für Opfer
  • Denkmal am Ort der ehemaligen Laubhütte, einer Hinrichtungsstätte der Gestapo
  • Videoarchiv mit mehr als 150 Zeitzeugeninterviews
  • Kostenlose Führungen und Workshops für Schulklassen

Dauerausstellungen

  • Dauerausstellung Gedenkstätte Ahlem – Auf zwei Etagen geht es um das deutsch-jüdische Leben in der Gartenbauschule von 1893 bis 1942 und nach 1945 sowie um Ausgrenzung, Deportation und Gestapo-Terror in Ahlem – erzählt mit Zeitzeugeninterviews und Medienstationen.
Gegründet
1987
Träger
Region Hannover

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Kinder & Jugendliche–Eintritt für alle frei.
Gruppen–Eintritt frei; pädagogische Angebote (Überblicksführungen ca. 2–2,5 Std., Workshops 4–5 Std.) kostenlos, nur nach Anmeldung.

Eintritt, Führungen und pädagogische Angebote sind kostenlos.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache
  • Audiodeskription: keine Angabe

Laut Region Hannover barrierefrei. Mediaguide mit automatischer Standorterkennung, auch für Menschen mit Hörbeeinträchtigung und in Leichter Sprache.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignet

    Gedenkstätte; die pädagogischen Angebote richten sich an Schulgruppen ab der 7. Klasse.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Gedenkstätte Ahlem

    Stadtbahnlinie 10 ab Hauptbahnhof/ZOB Richtung Ahlem bis Haltestelle Gedenkstätte Ahlem

    Mit dem Auto

    Parkplatz vorhanden

    Ausgewiesene Parkplätze der Gedenkstätte, Zufahrt über den Parkplatz der Justus-von-Liebig-Schule.

    Das historische Mädchenhaus (Wunstorfer Landstrasse 5) ist mit dem RegioBus 700 bis Haltestelle Tegtmeyerallee erreichbar.

    Route planen

    Service & Gastronomie

      Mediathek im Erdgeschoss.

      Veranstaltungen & Vermietung

      Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

      Besuch planen

      Führungenja · Dauer ca. 2 Std.
      Audioguideja
      Angebote für Schulenja
      HinweiseOffene Führung am 1. und 3. Sonntag im Monat um 14 Uhr (ab fünf Teilnehmenden, Anmeldung erbeten). Gruppen nur nach vorheriger Anmeldung; Angebote für Schulklassen ab Klasse 7 auf Deutsch und Englisch. Mediaguide für fremdsprachige Besucher*innen. Überblicksführungen für Gruppen dauern etwa 2–2,5 Stunden, Workshops 4–5 Stunden.

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