
GröschlerHaus
Erinnerungsort am Platz der 1938 zerstörten Synagoge von Jever mit Ausstellung zur jüdischen Geschichte, Mikwe-Resten und virtueller Synagoge.
Über das Museum
Das GröschlerHaus steht an der Stelle der 1880 eingeweihten Synagoge von Jever, die Einwohner der Stadt in der Pogromnacht 1938 verwüsteten und die anschliessend abgerissen wurde. Auf ihren Grundmauern entstand 1954 ein Wohn- und Geschäftshaus. Als Ende 2013 das Ladengeschäft im Erdgeschoss frei wurde, mieteten Landkreis und Stadt die Räume an; im Juli 2014 nahm der ehrenamtliche Arbeitskreis dort seine Arbeit auf. Benannt ist das Haus nach Hermann und Julius Gröschler, den letzten Vorstehern der jüdischen Gemeinde, die 1944 ermordet wurden.
Nach den ersten Jahren mit Ausstellungstafeln zur Geschichte der Juden Jevers wurde das Haus 2017/2018 mit EU-Fördermitteln umgebaut und barrierefrei hergerichtet. Dabei kamen Spuren der Synagoge zum Vorschein: ein Keller mit einer früheren Mikwe, die heute durch Bodenfenster sichtbar ist, die Mauer des Schulanbaus mit einem Originalfenster sowie verkohlte Bauteile aus dem Brandschutt. Der Grundriss der Synagoge ist auf dem Boden nachgezeichnet.
Träger ist der Zweckverband Schloss-Museum Jever; betreut wird das Haus vom Arbeitskreis GröschlerHaus im Jeverländischen Altertums- und Heimatverein. Neben der Dauerausstellung zur jüdischen Gemeinde Jevers und einer seit Ende 2023 gezeigten virtuellen Rekonstruktion der Synagoge bietet das Zentrum Veranstaltungen, Schulmodule und eine umfangreiche Online-Zeitschrift zur Regionalgeschichte.
Highlights
- Standort der 1938 zerstörten Synagoge von Jever
- Reste der Mikwe, durch Bodenfenster sichtbar
- Erhaltene Mauer des jüdischen Schulanbaus
- Virtuelle Rekonstruktion der Synagoge
- Eintritt frei
Dauerausstellungen
- Die jeverschen Juden und ihre Synagoge – Die Ausstellung erzählt von der jüdischen Gemeinde Jevers, ihrer 1880 geweihten Synagoge und deren Zerstörung 1938; die baulichen Reste von Mikwe und Schulanbau sowie eine virtuelle Rekonstruktion der Synagoge ergänzen den Rundgang.
- Gegründet
- 2014
- Träger
- Zweckverband Schloss-Museum Jever; betreut vom Arbeitskreis GröschlerHaus im Jeverländischen Altertums- und Heimatverein e.V.
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt frei.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die Räume wurden beim Umbau 2017/2018 barrierefrei gestaltet. Der Mikwe-Keller ist im Rahmen von Führungen zugänglich.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 40 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen nach Vereinbarung, u. a. durch die Dauerausstellung mit Begehung des Mikwe-Kellers (ca. 40 Minuten, bis 27 Personen). Bildungsmodule für Schulklassen und Erwachsene (80–90 Minuten) zur Verfolgung und Geschichte der Juden in Jever sowie zur NS- und Nachkriegszeit; ausserdem Führungen über den jüdischen Friedhof. Ein Audio-Stadtrundgang zum Novemberpogrom 1938 steht online zur Verfügung. Ansprechpartner über info@groeschlerhaus.eu. |





