
Grube Marie in der Kohlbach
Mittelalterliches Blei- und Silberbergwerk bei Weinheim-Hohensachsen, das an einzelnen Terminen als Besucherbergwerk geführt wird.
Über das Museum
Erzbergbau im Kohlbachtal östlich von Hohensachsen ist bereits für das frühe 11. Jahrhundert belegt. Die Grube Marie selbst wird 1291 erstmals genannt, als die Herren von Strahlenberg ihren Bergwerksbesitz dem Pfalzgrafen unterstellten. In den folgenden Jahrhunderten wechselten die Betreiber mehrfach; ein 2004 in der Grube gefundenes hölzernes Steigbrett stammt aus Holz, das 1475 gefällt wurde, und gilt als seltener Beleg mittelalterlicher Bergbautechnik.
Im 18. Jahrhundert trieb man einen rund 250 Meter langen Wasserlösungsstollen vor, der die tiefen Bereiche trockenlegen sollte. Nach einer kurzen Blüte der Silber- und Bleierzförderung um 1780 wurde die Grube 1783 stillgelegt; spätere Erkundungen blieben ohne neue Förderung, 1925 erlosch die Belehnung endgültig.
Ab 1995 legten ehrenamtliche Altbergbau-Forscher Stollen und Schächte wieder frei. Seit 2008 kann der etwa 50 Meter lange Tagstollen mit seiner Schachtkammer bei Führungen besichtigt werden. Die Grube ist ein Geopunkt des Geo-Naturparks Bergstrasse-Odenwald und wurde 2017 als Geotop des Jahres ausgezeichnet.
Highlights
- Urkundlich bereits 1291 erwähntes Bergwerk
- Begehbarer mittelalterlicher Tagstollen mit Schachtkammer
- Fund eines Steigbretts aus dem 15. Jahrhundert
- Geotop des Jahres 2017
Dauerausstellungen
- Tagstollen der Grube Marie – Geführter Gang durch den mittelalterlichen Tagstollen bis zur Schachtkammer mit Einblick in den frühen Blei- und Silberbergbau.
- Gegründet
- 2008
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Führungen kostenfrei, Spenden für Erhalt und Ausbau der Grube willkommen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
- Kindergeburtstage
Auf Anfrage werden Kindergeburtstags-Führungen angeboten.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 45 Min. |
|---|---|
| Hinweise | Treffpunkt am Mundloch des Tagstollens; max. 6 Personen pro Führung. Anmeldung per E-Mail an die Betriebsleitung oder werktags über die Verwaltungsstelle Hohensachsen (Tel. 06201 592823). Auf Anfrage auch Umgebungsführungen mit Geologie- und Kulturlandschaftsteil. |





