Grosse Schau des argentinischen Künstlers mit Luftskulpturen, Spinnen-Habitaten und einer mit indigenen Gemeinschaften aus Nordargentinien entwickelten Arbeit zum Lithiumabbau. Teil davon ist das frei zugängliche Museo Aero Solar in der Mittelhalle (bis 26.10.2026).
Erste Retrospektive der isländischen Video- und Medienkunstpionierin in Deutschland, von frühen Experimenten bis zu raumfüllenden Mehrkanal-Installationen.
Ortsspezifisches Auftragsprojekt mit Zeicheninstallationen und kleinen Aluminiumskulpturen, die sich mit Material und Geschichte des Gebäudes auseinandersetzen. Eintritt frei.
Fundstücke, die ein Flusssurfer seit 2008 vom Grund des nahen Eisbachs geborgen hat – von Eheringen bis zu Weltkriegsrelikten. In der Archiv Galerie, Eintritt frei.
Neue Werkgruppe der US-amerikanischen Künstlerin rund um einen neuen Film, ergänzt durch Fotografie, Skulptur und eine kinetische Installation zu Bildern von Krieg und Gewalt.
Über das Museum
Das Gebäude an der Prinzregentenstrasse entstand zwischen 1933 und 1937 nach Plänen von Paul Ludwig Troost als „Haus der Deutschen Kunst“. Es war einer der ersten Prestigebauten des NS-Regimes; bis 1944 fanden hier die „Grossen Deutschen Kunstausstellungen“ statt, mit denen die Machthaber ihr Kunstideal propagierten und die Moderne ausgrenzten.
Nach Kriegsende nutzte die US-Armee den Bau zunächst als Offizierskasino. Ab 1946 zogen wieder Ausstellungen ein, und das Haus wurde bewusst zum Schauplatz der zuvor verfemten Moderne – etwa mit der grossen Picasso-Schau 1955, in der auch „Guernica“ zu sehen war. Diese Umwidmung galt lange als Wiedergutmachung, spiegelte aber auch den Wunsch der Nachkriegsgesellschaft, die NS-Vergangenheit auf Abstand zu halten.
Seit 1992 betreibt die gemeinnützige Stiftung Haus der Kunst München das Haus, getragen vom Freistaat Bayern und privaten Partnern. Unter Leitern wie Chris Dercon, Okwui Enwezor und seit 2020 Andrea Lissoni entwickelte es sich zu einem international vernetzten Zentrum für zeitgenössische Kunst mit mehr als 300 Ausstellungen, Performance- und Klangprogrammen wie TUNE.
Eine eigene Sammlung besitzt das Haus nicht. Die kritische Auseinandersetzung mit Architektur und Geschichte ist fester Bestandteil des Programms: Die frei zugängliche Archiv Galerie dokumentiert die Geschichte des Hauses, Künstlerinnen und Künstler reagieren regelmässig mit ortsspezifischen Arbeiten auf den Bau. Eine Generalsanierung nach Plänen von David Chipperfield ist in Vorbereitung.
Highlights
Monumentalbau von Paul Ludwig Troost (1937) mit kritisch aufgearbeiteter NS-Geschichte
Frei zugängliche Archiv Galerie mit historischer Dokumentation zum Haus
Klang- und Performanceprogramm TUNE in der Mittelhalle
Goldene Bar mit Wandmalereien von 1937
Open Haus: jeden letzten Freitag im Monat freier Eintritt bis 22 Uhr
Dauerausstellungen
Archiv Galerie – Historische Dokumentation – Frei zugänglicher Raum im Zentrum des Hauses, der die Geschichte des Gebäudes von der NS-Zeit bis heute dokumentiert und wechselnde Archivpräsentationen zeigt.
Gegründet
1937
Träger
Stiftung Haus der Kunst München, gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH (Freistaat Bayern)
Leitung
Andrea Lissoni (künstlerischer Geschäftsführer)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
15 €
Ermässigt
11 €Rentner*innen (Ausweis der Rentenversicherung), ehrenamtlich Tätige, Menschen mit GdB ab 50, Kunsthistoriker*innen, Künstler*innen (BBK/IAA/IGBK), Kunstprofessor*innen, Restaurator*innen, artCard-Inhaber*innen
Kinder & Jugendliche
5 €bis 11 Jahre frei · Kinder unter 12 Jahren frei; Schüler*innen ab 12 Jahren 5 €. Kinder bis einschliesslich 12 Jahre nur in Begleitung Erwachsener.
Seniorinnen & Senioren
11 €Ermässigung für Rentner*innen mit Ausweis der Deutschen Rentenversicherung
Menschen mit Behinderung
11 €Begleitperson frei · Ermässigt ab GdB 50; Begleitperson mit Merkzeichen B frei
Studierende & Azubis
5 €Schüler*innen, Studierende, Auszubildende und FSJ-Teilnehmende; Kunststudierende frei
Gruppen
–Gruppenführung (ca. 60 Min., Deutsch) 110 € zzgl. Eintritt; Fremdsprachen- sowie Sonn- und Feiertagszuschlag je 25 €; Schulklassenführung 100 € pauschal inkl. Eintritt. Anmeldung mind. 1 Woche vorher.
Familien
35 €Ticket „Family & Friends“ für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder (Hausticket Large)
Freier Eintritt:Jeden letzten Freitag im Monat von 16 bis 22 Uhr (Open Haus)
Die Preise gelten für das Hausticket Large (derzeit Ausstellung „Tomás Saraceno“). Ohne Ticket frei zugänglich: Archiv Galerie, Mittelhalle, Terrassensaal, Museumsshop, Goldene Bar sowie die Ausstellungen „Ausstellung der Ausstellungen“, „Eisbach Treasures“ und „Maria VMier“. Weitere 5-€-Ermässigung u. a. für München-Pass-Inhaber*innen und Journalist*innen; freier Eintritt u. a. für Jahreskarteninhaber*innen, ICOM/CiMAM, Deutscher Museumsbund und Geflüchtete. Kein 1-Euro-Sonntag.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Eingang Prinzregentenstrasse über Rampe (ca. 100 m von der Haltestelle Königinstrasse); Aufzug zu allen Etagen; rollstuhlgerechtes Unisex-WC im Erdgeschoss; zwei Behindertenparkplätze hinter dem Haus. Rollstuhl, Hocker und Klappstühle kostenlos an der Kasse. Kein Blindenleitsystem, Begleitung empfohlen; etwa viermal jährlich Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen, Führungen in DGS von einer gehörlosen Vermittlerin, Einführungstexte in Leichter Sprache. Erhebung „Reisen für Alle“ (2017).
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 11 Jahre frei
Familienticket
35 € · Ticket „Family & Friends“ für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder (Hausticket Large)
Familienführungen & Workshops
Wickelmöglichkeit
Familienführungen, Führungen „Baby hört mit“ für Eltern mit Säuglingen, Open Atelier und Gemeinschaftsgarten. Kinder bis einschliesslich 12 Jahre nur in Begleitung Erwachsener. Kinderwagenparkplatz und Wickeltische am Ende des linken Gangs hinter der Kasse. Eintritt unter 12 Jahren frei; Ticket „Family & Friends“ für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Nationalmuseum/Haus der Kunst
Bus 100 (Museenlinie) bis Königinstrasse; U4/U5 bis Lehel oder S-Bahn bis Isartor, weiter mit Tram 16 bis Nationalmuseum/Haus der Kunst; U3/U6 bis Odeonsplatz, weiter mit Bus 100.
Mit dem Auto
Parkplatz gebührenpflichtig
Grosser gebührenpflichtiger Parkplatz hinter dem Haus, rund um die Uhr geöffnet: 2 Std. 4 €, jede weitere Stunde 2,50 €, Tagestarif 15 €, Abendtarif (19–7 Uhr) 5 €. Zwei Behindertenparkplätze hinter dem Haus, Zufahrt zwischen Eisbach und Gebäude.
Goldene Bar (Tagescafé mit wechselndem Mittagsangebot, abends Bar); Buchhandlung Walther König. Schliessfächer gegen 1 € Pfand, keine Kofferaufbewahrung.
Veranstaltungen & Vermietung
Früher wurden Westgalerie, Terrassensaal und Terrasse vermietet; die Vermietungsseite der Website leitet derzeit auf die Startseite um, aktuelle Angaben fehlen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Private Fotos erlaubt; professionelle oder kommerzielle Aufnahmen nur mit Genehmigung der Pressestelle. Zeichnen ist ausdrücklich erwünscht.
Hinweise
Öffentliche Führungen Sa und So nachmittags sowie Do abends (1 Std., 5 € zzgl. Eintritt). Gruppen und Schulklassen – auch ohne Führung – bitte vorab unter fuehrungen@hausderkunst.de anmelden. Online-Tickets bei stark besuchten Ausstellungen empfohlen. Keine Haustiere ausser Assistenzhunden.