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Haus im Schluh in Worpswede
Foto: Alinea · Public domain · Wikimedia Commons

Haus im Schluh

Von Martha Vogeler gegründetes Museumsensemble in Worpswede mit Werken Heinrich Vogelers, historischen Wohnräumen und aktiver Handweberei.

ÖffnungszeitenEintritt ab 7 € Teilweise barrierefrei

Über das Museum

Das Haus im Schluh geht auf Martha Vogeler zurück, die erste Ehefrau des Worpsweder Künstlers Heinrich Vogeler. Nachdem sich das Paar auseinandergelebt hatte, verliess sie 1920 mit ihren drei Töchtern den Barkenhoff. Auf einem unkultivierten Gelände am Ortsrand, dem „Schluh“, liess sie ein altes niedersächsisches Bauernhaus wiederaufbauen, das sie in einem Nachbarort auf Abbruch gekauft hatte. Vogeler überliess der Familie Möbel, Gemälde, Dokumente und Bibliothek aus dem Barkenhoff, und Martha machte seine Kunst in ihren Wohnräumen von Anfang an öffentlich zugänglich.

Um die Existenz zu sichern, richtete sie eine Handweberei ein, vermietete Gästezimmer und handelte mit Kunsthandwerk und Vogeler-Radierungen. In den 1930er-Jahren kam ein zweites Fachwerkhaus hinzu, in das die Weberei umzog. Das Haus wurde zum Treffpunkt für Künstlerinnen, Künstler und Schreibende; ab 1946 entstand hier aus Vogelers Nachlass das Worpsweder Archiv, das heute im Barkenhoff betreut wird.

Das Ensemble wird bis heute in vierter Generation von der Familie geführt, seit 2003 durch die Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh und unterstützt von einem 1993 gegründeten Freundeskreis. Es gehört zum Worpsweder Museumsverbund. Die Ausstellung in Wohnhaus und Ausstellungstrakt zeigt Vogelers Werdegang vom Jugendstilkünstler bis zur sowjetischen Agitationskunst im Zusammenhang mit der Familiengeschichte; an über 200 Jahre alten Bauernwebstühlen wird weiterhin gewebt.

Highlights

  • Heinrich Vogelers grosses Jugendstilgemälde „Frühling“
  • Historische Wohnräume Martha Vogelers mit Vogeler-Möbeln wie dem Rosenschrank
  • Handweberei mit über 200 Jahre alten Bauernwebstühlen
  • Museumsladen mit Nachdrucken von Vogeler-Radierungen von Originalplatten
  • Reetgedecktes Hofensemble am Rand des Künstlerdorfs

Dauerausstellungen

  • Heinrich Vogeler. Seine Kunst, seine Liebe, sein Leben – Die Sammlungspräsentation verfolgt Vogelers Weg vom romantischen Jugendstil bis zur sowjetischen Agitationskunst und verknüpft ihn mit der Geschichte seiner Familie.
  • Zu Gast bei Martha Vogeler – In den historischen Wohnräumen stehen Gemälde, Möbel und Erinnerungsstücke aus dem Barkenhoff so, wie die Familie sie nach 1920 eingerichtet hatte.
Gegründet
1920
Träger
Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede (Worpsweder Museumsverbund e. V.)
Leitung
Berit Müller

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene7 €
Ermässigt5 €Menschen mit Schwerbehindertenausweis (ab GdB 50), Mitglieder des Verbands Deutscher Kunsthistoriker
Kinder & Jugendlichefreibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr frei.
Seniorinnen & Senioren–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung5 €Ermässigung ab 50 % Schwerbehinderung.
Studierende & AzubisfreiSchüler, Studierende und Auszubildende haben freien Eintritt.
Gruppen (ab 10 Pers.)5 € p. P.Pro Person, Anmeldung erbeten.
Familien–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche sind frei.
Museum hoch 4 (Kombiticket Barkenhoff, Grosse Kunstschau, Haus im Schluh, Worpsweder Kunsthalle)25 €Ermässigt 15 €; ein Jahr gültig, übertragbar.
Jahresticket Worpsweder Museen49 €Ermässigt 29 €, u. a. für Einwohner des Landkreises Osterholz.
Kunststunde (Do 16 Uhr, wechselnd in den vier Museen)3 €Zuzüglich Eintritt.
Individuelle Führung mit Berit Müller (60 Min.)75 €Pauschal zuzüglich Eintritt.

Worpsweder Bürgerinnen und Bürger haben freien Eintritt, wenn sie mindestens einen zahlenden Gast mitbringen. Gäste der Ferienwohnungen im Haus im Schluh haben freien Eintritt. Während des Ausstellungswechsels im November ist der Eintritt frei.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Bedingt barrierefrei: Der historische Museumsteil ist mit Rollstühlen bis 60 cm Breite befahrbar, eine Schwelle ist zu überwinden. Der übrige Ausstellungsbereich ist über einen Nebeneingang erreichbar – bitte an der Kasse melden.

Kinder & Familie

Eintritt Kinderbis 17 Jahre frei

    Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Worpswede Hemberg

    VBN-Buslinie 670 ab Bremen Hauptbahnhof bis Haltestelle „Worpswede Hemberg“; von Mai bis Anfang Oktober zusätzlich der historische Moorexpress.

    Mit dem Auto

    Parkplatz vorhanden

    Kleiner eigener Parkplatz am Haus im Schluh; empfohlen wird der grosse Parkplatz in der Ortsmitte (Navi: Bergstrasse 13), von dort ein kurzer Spaziergang.

    Vom Moorexpress-Bahnhof sind die Museen in etwa 20 Minuten zu Fuss erreichbar. Anbindung an die Kunst-Radroute „Moor, Magie und grosse Kunst“.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    • Café: nicht vorhanden
    • Restaurant: nicht vorhanden
    • Museumsshop

    Museumsladen mit Webwaren aus der eigenen Handweberei, Literatur, Kunstdrucken und Radierungen Heinrich Vogelers. Fünf Ferienwohnungen auf dem Gelände.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
    Angebote für Schulenja
    HinweiseIndividuelle Führungen mit Berit Müller, Urenkelin von Martha und Heinrich Vogeler, nach Vereinbarung. Gruppenführungen (max. 20 Personen) über die Gästeführer Worpswede, auch in Englisch, Französisch, Italienisch, Ukrainisch und Russisch. Donnerstags 16 Uhr „Kunststunde“ wechselnd in den vier Museen. Webvorführungen jeweils am ersten Dienstag im Monat 15–16 Uhr. Schulklassen aus dem Landkreis Osterholz: kostenfreies Programm „JiM – Jung im Museum“.

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