Klassizistisches Gartenhaus des Bankiers Salomon Heine an der Elbchaussee – Gedenkort für ihn und Heinrich Heine mit Lesungen und Kabinettausstellungen.
Öffnungszeiten beim Museum erfragenEintritt ab 10 € Teilweise barrierefrei
Kabinettausstellung über Johanna Schopenhauer, Rahel Varnhagen und Fanny Lewald und die Frage, welche Freiräume ihnen Aufenthalte in europäischen Badeorten des 19. Jahrhunderts eröffneten.
Über das Museum
Der jüdische Bankier und Mäzen Salomon Heine (1767–1844), Onkel des Dichters Heinrich Heine, kaufte 1812 einen Landsitz an der Elbchaussee in Ottensen. 1832 liess er dort ein kleines Gartenhaus errichten, vermutlich nach Plänen von Joseph Ramée. Herzstück ist der ovale, stuckverzierte Gartensaal im Erdgeschoss, den Heine als privaten Rückzugsort nutzte; im Obergeschoss wohnte der Gärtner. Das grosse Landhaus, von Heinrich Heine spöttisch „Affrontenburg“ genannt, wurde um 1880 abgerissen – das Gartenhaus ist damit das letzte Gebäude aus Salomon Heines Zeit.
Nach wechselnden Eigentümern kam das Grundstück in städtischen Besitz; nach 1945 nutzte die SAGA das Gartenhaus als Unterkunft. 1962 wurde es unter Denkmalschutz gestellt, verfiel aber zusehends. Auf private Initiative gründete sich 1975 der Heine-Haus e. V., der das Haus mit Unterstützung von Bezirk, Denkmalschutzamt und Kulturbehörde restaurierte und 1979 als Gedenkstätte für Salomon und Heinrich Heine der Öffentlichkeit übergab.
Seit 2001 ist das Heine-Haus eine Aussenstelle des Altonaer Museums in der Stiftung Historische Museen Hamburg; Instandhaltung, Programm und Veranstaltungen verantwortet weiterhin der Verein. Unter dem Motto „Kultur im Kleinod“ finden im Gartensaal Lesungen, Vorträge und Konzerte statt, dazu kleine Kabinettausstellungen. 2009 wurde die Fassade mit Hilfe der Hermann Reemtsma Stiftung erneut restauriert.
Highlights
Ovaler klassizistischer Gartensaal von 1832
Letztes erhaltenes Gebäude vom Landsitz Salomon Heines
Erinnerungsort für Salomon und Heinrich Heine
Veranstaltungsreihe „Kultur im Kleinod“ mit Lesungen und Konzerten
Wechselnde Kabinettausstellungen
Gegründet
1979
Träger
Heine-Haus e. V. (Aussenstelle des Altonaer Museums, Stiftung Historische Museen Hamburg)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
10 €
Ermässigt
3 €Schüler:innen, Studierende und Personen in Ausbildung bis 28 Jahre (bei Veranstaltungen)
Studierende & Azubis
3 €Bis 28 Jahre, gilt für Veranstaltungen.
Besichtigung mit Führung: 10 € pro Person. Veranstaltungen (ausser Sonderveranstaltungen): 10 €, ermässigt 3 €, Mitglieder des Heine-Haus e. V. 5 €, Fördermitglieder frei. Für Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: nicht vorhanden
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Der Gartensaal ist zugänglich, einige historische Räume jedoch nicht barrierefrei. Die Toiletten liegen im Untergeschoss und sind nur über Treppen erreichbar; Voranmeldung empfohlen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Susettestrasse
Bus 111 und 112 bis Susettestrasse, Bus 15 bis Rothestrasse; S-Bahn Altona (S1, S11, S21, S31)
Wegen Bauarbeiten an der Elbchaussee ist das Haus zeitweise nur zu Fuss oder mit dem Rad erreichbar – vorab auf der Website informieren.