
Jüdisches Museum Göppingen
Museum zur Geschichte der Juden in Jebenhausen und Göppingen von 1777 bis in die Nachkriegszeit, untergebracht in der alten Dorfkirche.
Über das Museum
Im 19. Jahrhundert besass Jebenhausen, heute ein Stadtbezirk von Göppingen, eine der grössten jüdischen Gemeinden Württembergs. Sie geht auf einen Schutzbrief zurück, den die Ortsherren von Liebenstein 1777 ausstellten. Um 1850 lebten rund 530 Juden im Ort, mit Synagoge, Schule, Ritualbad und Friedhof. Nach der rechtlichen Gleichstellung 1864 zogen viele nach Göppingen oder wanderten nach Amerika aus; 1899 fand der letzte Gottesdienst in der Jebenhäuser Synagoge statt.
Das Museum entstand auf Initiative der Stadt Göppingen und öffnete 1992 in der über 500 Jahre alten Dorfkirche, die die evangelische Gemeinde 1966 aufgegeben hatte. Das Gebäude erzählt selbst vom Miteinander der Religionen: Die vergoldeten Leuchter und das Gestühl der Synagoge kamen nach deren Schliessung als Geschenk in die Kirche, und Wappen und Grabmäler erinnern an die Familie von Liebenstein.
Nach einer Sanierung wurde das Museum im Januar 2019 mit einer völlig neu konzipierten Ausstellung wiedereröffnet. In acht Themenfeldern behandelt sie jüdisches Leben und religiöse Feste, die Göppinger Gemeinde und ihren Rabbiner Aron Tänzer, Ausgrenzung und Verfolgung im Nationalsozialismus, Deportation, Flucht und Rettung sowie die juristische Aufarbeitung und das Gedenken nach 1945.
Highlights
- Ehemalige Dorfkirche mit Leuchtern und Gestühl aus der Jebenhäuser Synagoge
- Schutzbrief von 1777 als Ausgangspunkt der jüdischen Gemeinde
- Rabbiner Dr. Aron Tänzer und die Göppinger Gemeinde
- Lebenswege verfolgter, deportierter und geretteter Familien
- Nahegelegener jüdischer Friedhof (Schlüssel im Museum)
Dauerausstellungen
- Die Geschichte der Juden in Jebenhausen und Göppingen – Seit 2019 neu gestaltete Ausstellung in acht Themenfeldern, vom Schutzbrief 1777 über jüdischen Alltag und Festkalender bis zu Verfolgung, Deportation, Rettung und Erinnerung.
- Gegründet
- 1992
- Träger
- Stadt Göppingen (Archiv und Museen)
- Leitung
- Dominik Gerd Sieber
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 2 € |
|---|---|
| Ermässigt | 1 € |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 1,50 € p. P.Pro Person für Erwachsene in Gruppen ab 10 Teilnehmern. |
Freier Eintritt auch mit der Göppinger Bonuscard.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Das Museum liegt im Stadtbezirk Jebenhausen an der Boller Strasse; mit dem Auto über die A8, Ausfahrt Aichelberg/Göppingen. Das Naturkundliche Museum (Boller Strasse 102) liegt in derselben Strasse.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Gruppen und Schulklassen (10–20 Personen) per E-Mail an museen@goeppingen.de buchen; 60 Minuten kosten 40 €, 90 Minuten 60 €. Schulklassen und Kindergartengruppen aus dem Landkreis Göppingen zahlen keine Führungsgebühr. Angeboten wird auch ein Rundgang zu den Stätten jüdischer Geschichte in Jebenhausen, darunter der jüdische Friedhof (Am Kreuzhaldenweg); dessen Schlüssel gibt es während der Öffnungszeiten im Museum oder im Bezirksamt Jebenhausen. |




