
Städtisches Museum im Storchen
Stadtmuseum von Göppingen im ältesten Fachwerkhaus der Stadt: Stadtgeschichte, Kunsthandwerk aus dem Filstal und Spielzeug von Märklin.
Über das Museum
Das Gebäude liess Hans von Liebenstein um 1536 als Herrenhaus an der damaligen Stadtmauer errichten; rund 250 Jahre blieb es im Besitz der Familie. 1781 kaufte es ein Göppinger Amtsarzt, und schon ein Jahr später überstand das Haus den grossen Stadtbrand von 1782 – deshalb gilt es heute als ältestes Fachwerkhaus der Innenstadt. Im 19. Jahrhundert betrieb ein Gastwirt im ersten Stock eine Weinstube, in der sich 1860 der Fasnachtsverein „Storchiana“ gründete, der dem Haus seinen volkstümlichen Namen gab.
Die Sammlung geht auf den 1925 gegründeten Geschichts- und Altertumsverein zurück, der 1931 ein Heimatmuseum in Räumen der damaligen Handelsschule eröffnete. 1938 erwarb die Stadt das einstige Liebensteinsche Stadtschloss als neues Domizil, doch der Krieg verzögerte den Umzug. Am 3. Juli 1949 eröffnete das Museum im Storchen; kurz darauf übergab der Verein seine Bestände der Stadt. Die naturkundlichen Sammlungen zogen später in ein eigenes Museum in Jebenhausen. Von 2012 bis 2014 wurde das Haus saniert.
Die Dauerausstellung verteilt sich auf fünf Geschosse mit über 500 Quadratmetern. Sie reicht von frühen Siedlungsspuren und der Stadtgründung über Zunftwesen, Stadtbrand und Industrialisierung bis in die Nachkriegszeit und stellt Personen und ihre Ideen in den Mittelpunkt – etwa Märklins Eisenbahnen oder Schoenhuts Zirkus. Ein Geschoss ist Sonderausstellungen vorbehalten.
Highlights
- Ältestes Fachwerkhaus der Göppinger Altstadt (um 1536)
- Spielzeugwelten mit Produkten von Märklin, Schmohl und anderen Göppinger Firmen
- Darstellungen des Stadtbrands von 1782
- Kirchliche Kunst und Kunsthandwerk aus dem Filstal
- Entdeckerstationen für junge Besucher
Dauerausstellungen
- Göppinger Stadtgeschichte – Rundgang über mehrere Geschosse von den ersten Siedlungsspuren und der Stadtgründung über Zünfte, Stadtbrand und Industrialisierung bis zur Nachkriegszeit.
- Personen und Ideen – Göppinger Persönlichkeiten und Firmen – von Märklins Eisenbahn über Schoenhuts Zirkus bis zur Perlstrickerei – sowie kirchliche Kunst.
- Spielzeugwelten – Spielzeug traditioneller Göppinger Hersteller wie Märklin und Schmohl im obersten Geschoss, mit Kinderstation.
- Gegründet
- 1931
- Träger
- Stadt Göppingen (Archiv und Museen)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 2 € |
|---|---|
| Ermässigt | 1 € |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 1,50 € p. P.Pro Person für Erwachsene in Gruppen ab 10 Teilnehmern. |
Freier Eintritt auch mit der Göppinger Bonuscard.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
- Kindergeburtstage: nicht vorhanden
Die Ausstellung hat interaktive Elemente und Entdeckerstationen für Kinder, im obersten Geschoss locken die Spielzeugwelten. Einmal im Monat können Kinder von 8 bis 12 Jahren als „Junge Geschichtsforscher“ ein Thema erkunden und etwas basteln. Kindergeburtstage werden derzeit nicht angenommen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Der Bahnhof Göppingen und der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) liegen in der Innenstadt.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
In der Nähe liegen das Parkhaus Schillerplatz und das Parkhaus Bahnhofstrasse.
Das Museum liegt in der Altstadt an der Wühlestrasse; mit dem Auto über die A8, Ausfahrt Aichelberg/Göppingen.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Gruppen und Schulklassen (10–20 Personen) per E-Mail an museen@goeppingen.de buchen; 60 Minuten kosten 40 €, 90 Minuten 60 €. Schulklassen und Kindergartengruppen aus dem Landkreis Göppingen zahlen keine Führungsgebühr. Neben einem Rundgang können einzelne Themen der Dauerausstellung vertieft werden. |


