Die britische Künstlerin hängt im ehemaligen Betsaal ein schwebendes Feld aus Getreide, Gewürzen und Trockenblumen auf; Teil einer Schau an vier Standorten der Landesmuseen.
Ortsspezifische Installation aus Reispapier, Tusche und Pigmenten im Betsaal, die sich mit der wechselvollen Geschichte des Synagogengebäudes auseinandersetzt; begleitet von einem offenen Atelier.
Über das Museum
Das Jüdische Museum Rendsburg nutzt das Ensemble der früheren jüdischen Gemeinde im Stadtteil Neuwerk: die in den 1830er Jahren errichtete Talmud-Tora-Schule und die 1844/45 daneben gebaute Synagoge mit Frauenempore und Mikwe. In der Pogromnacht 1938 wurde der Innenraum verwüstet und der Toraschrein durch eine Sprengung zerstört; danach diente das Gebäude jahrzehntelang als Fischräucherei.
Ende der 1970er Jahre rückte die ehemalige Synagoge wieder ins Bewusstsein. Nach der Unterschutzstellung 1981 und der Restaurierung zog 1985 das Kulturzentrum Dr.-Bamberger-Haus ein, benannt nach einem in der NS-Zeit verfolgten Rendsburger Arzt. 1988 wurde parallel das Jüdische Museum eröffnet, eines der ältesten jüdischen Museen in Deutschland. Seit 2002 gehört es zu den Landesmuseen Schleswig-Holstein (Stiftung Schloss Gottorf).
Die Dauerausstellung erzählt von rund 400 Jahren jüdischer Präsenz im Land: vom Alltag und Gemeindeleben über Verfolgung und Vertreibung in der NS-Zeit bis zur Zuwanderung jüdischer Menschen aus der früheren Sowjetunion seit den 1990er Jahren. Sie thematisiert auch heutigen Antisemitismus. Zum Profil gehören Werke von Künstlern, die als Juden verfolgt wurden, sowie Wechselausstellungen, häufig als Installationen im ehemaligen Betsaal.
Highlights
Erhaltene Synagoge von 1844/45 mit Frauenempore
Mikwe (rituelles Tauchbad) im Synagogenensemble
Dauerausstellung zu 400 Jahren jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein
Kunst von in der NS-Zeit verfolgten jüdischen Künstlern
Installationen zeitgenössischer Kunst im ehemaligen Betsaal
Dauerausstellungen
Dauerausstellung: Jüdisches Leben in Schleswig-Holstein – Rund 400 Jahre jüdischer Geschichte im Land – von Gemeindeleben und Alltag über die Verfolgung in der NS-Zeit bis zur Gegenwart und zum heutigen Antisemitismus.
Gegründet
1988
Träger
Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
3 €bis 6 Jahre frei · Kinder und Jugendliche ab 7 Jahren 3 €
Gruppen (ab 20 Pers.)
7 € p. P.Ab 30 Personen 6 € p. P.; Schulklassen 2 € p. P.
Familien
19 €2 Erwachsene mit Kindern von 7 bis 17 Jahren
Kombiticket „State of Nature“ Erwachsene (4 Landesmuseen)
29 €Gültig bis 01.11.2026; ermässigt 25 €, Kinder 10 €
Kombiticket „State of Nature“ Familie
59 €Gültig bis 01.11.2026
Öffentliche Führung
4 €Zuzüglich Eintritt
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht: keine Angabe
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Wegbeschreibung für blinde und sehbehinderte Menschen als Download auf der Besuchsseite. Angaben zur baulichen Zugänglichkeit liegen auf der Website nicht vor.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Anreise mit Bus und Bahn über NAH.SH; Bahnhof Rendsburg.