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Jüdisches Museum Westfalen in Dorsten
Foto: Daniel Ullrich, Threedots · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Jüdisches Museum Westfalen

Museum in Dorsten zu jüdischer Religion und Kultur sowie zur Geschichte der Juden in Westfalen, hervorgegangen aus einer Bürgerinitiative.

ÖffnungszeitenEintritt ab 5 € Rollstuhlgerecht

Aktuelle Ausstellungen

28. Juni 2026 – 11. Oktober 2026

Kosmos des Lebens. Die Fotografin Annelise Kretschmer

Wanderausstellung des LWL über die Dortmunder Porträtfotografin, die als Tochter eines jüdischen Vaters ab 1933 kaum noch arbeiten durfte; zu sehen sind Reproduktionen und Originalabzüge.

18. Oktober 2026 – 18. April 2027

Dignity – Ágnes Lukács und Burkhard Schittny

Bilder der ungarisch-jüdischen Künstlerin Ágnes Lukács über ihre Lagerhaft, gezeigt zusammen mit Arbeiten des Hamburger Künstlers Burkhard Schittny zu Zwangsarbeit und Verfolgung.

Über das Museum

Die Wurzeln des Museums liegen in der Dorstener Geschichtswerkstatt „Dorsten unterm Hakenkreuz“, die in den 1980er-Jahren die Lokalgeschichte der NS-Zeit erforschte. Bei der Arbeit an einem Band über die jüdische Gemeinde der Stadt stiess die Gruppe auf verbreitete Unkenntnis über das Judentum und erhielt zugleich von Zeitzeugen, Angehörigen und Freunden vertriebener Juden zahlreiche Erinnerungsstücke. Daraus entstand die Idee eines Lernorts, der vor allem nichtjüdischen Menschen jüdische Kultur und regionale Geschichte nahebringt; 1987 gründete sich dafür ein Trägerverein, der mit dem Sammeln begann.

Mit Unterstützung von Land, Landschaftsverband, NRW-Stiftung und Stadt Dorsten eröffnete das Museum am 28. Juni 1992 in einem sanierten Gründerzeithaus der Stadt an der Julius-Ambrunn-Strasse, benannt nach dem letzten Vorsteher der Synagogengemeinde. Der Zusatz „Westfalen“ sollte die Rolle als einziges jüdisches Museum der Region unterstreichen. 2001 kam ein Erweiterungsbau mit Ausstellungsfläche, Veranstaltungssaal, Foyer und Bibliothek hinzu, dessen Fassade aus bewusst verformten, teils glasierten Klinkern auffällt; der Altbau wurde 2002 umgebaut und dient seither für Wechselausstellungen und Verwaltung.

Ende 2018 ersetzte die Dauerausstellung „L’Chaim! – Auf das Leben! Jüdisch in Westfalen“ die älteren Präsentationen. Sie erklärt Feiertage, Synagoge und Tora, erzählt westfälisch-jüdische Lebensgeschichten und greift Migration bis in die Gegenwart auf. Getragen wird die Arbeit von einem kleinen hauptamtlichen Team und vielen Ehrenamtlichen; hinzu kommen Bildungsprojekte, Veranstaltungen, eine Präsenzbibliothek und eine Buchhandlung.

Highlights

  • Spiralförmiger Kalendertisch zu den jüdischen Feiertagen
  • 16 westfälisch-jüdische Lebenswege in einer digitalen Projektion
  • Kinderspur durch die Ausstellung mit Logo von Cornelia Funke
  • Erweiterungsbau von 2001 mit Fassade aus verformten Klinkern
  • Präsenzbibliothek und Buchhandlung zum Judentum im Foyer

Dauerausstellungen

  • L’Chaim! – Auf das Leben! Jüdisch in Westfalen – Seit Ende 2018 gezeigte Dauerausstellung zu jüdischer Religion, Festkalender und Alltag sowie zu westfälisch-jüdischen Biografien und Migration, mit eigener Entdeckerspur für Kinder.
Gegründet
1992
Träger
Verein für jüdische Geschichte und Religion e. V.
Leitung
Dr. Kathrin Pieren

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene5 €
Ermässigt2,50 €Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte und Menschen, die Sozialleistungen beziehen
Kinder & Jugendliche2,50 €bis 9 Jahre frei · Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr in Begleitung ihrer Eltern frei, danach Schülertarif.
Menschen mit Behinderung2,50 €Ermässigter Eintritt für Schwerbehinderte.
Studierende & Azubis2,50 €
Gruppen (ab 12 Pers.)4 € p. P.Schulklassen, Kurse und Jugendgruppen über 10 Personen aus den Mitgliedsstädten des Trägervereins (u. a. Bottrop, Dorsten, Dortmund, Gladbeck, Marl, Münster, Oberhausen, Recklinghausen, Wesel) zahlen 15 € pro Gruppe, kleinere Gruppen 1,50 € pro Person.

Freier Eintritt für Mitglieder des Trägervereins, des Deutschen Museumsbundes und von ICOM.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Laut Museum sind alle Ausstellungs- und Veranstaltungsräume für Rollstuhlfahrende und Gehbehinderte erreichbar (Kontaktseite: „weitestgehend barrierefrei“); die meisten Vitrinen sind gut einsehbar oder unterfahrbar. Ein Behindertenparkplatz liegt direkt am Haus. Informationen zum Museum gibt es auch in Leichter Sprache.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 9 Jahre frei
  • Familienführungen & Workshops
  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
  • Mitmach- & Anfassstationen
  • Kindergeburtstage

Eine Kinderspur mit Logo von Cornelia Funke führt durch die Dauerausstellung und erklärt Exponate und Mitmachstationen; ausserdem eine Rallye durch die Ausstellung und Programme für Kindergeburtstage.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Bahnhof/Busbahnhof Dorsten

Bahnhof und Busbahnhof Dorsten in unmittelbarer Nähe (ca. 200 m).

Mit dem Auto

Parkplatz kostenlos · 200 m zum Eingang

Kostenlose Parkplätze am Bahnhof/Busbahnhof Dorsten; ein Behindertenparkplatz direkt am Haus.

  • Behindertenparkplatz
Route planen

Service & Gastronomie

  • Museumsshop

Filiale der Dorstener Buchhandlung König & Parrenin im Foyer (Literatur zum Judentum, Postkarten, Judaica); Präsenzbibliothek; kleiner Hof mit Garten und Skulpturen.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulenja
HinweiseGruppen bitte frühzeitig anmelden; höchstens 20 Personen pro Gruppe, grössere Gruppen werden geteilt. Führungen (Überblick oder Themen wie Frauen, Fussball, Migration) dauern etwa 60–90 Minuten und sind nach Absprache auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich; Anfragen an lernen@jmw-dorsten.de oder 02362 45279. Ein digitaler Museumsguide mit elf Videos und über 30 Audiobeiträgen zur Dauerausstellung steht auf der Website bereit.

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