Wanderausstellung des LWL über die Dortmunder Porträtfotografin, die als Tochter eines jüdischen Vaters ab 1933 kaum noch arbeiten durfte; zu sehen sind Reproduktionen und Originalabzüge.
Bilder der ungarisch-jüdischen Künstlerin Ágnes Lukács über ihre Lagerhaft, gezeigt zusammen mit Arbeiten des Hamburger Künstlers Burkhard Schittny zu Zwangsarbeit und Verfolgung.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums liegen in der Dorstener Geschichtswerkstatt „Dorsten unterm Hakenkreuz“, die in den 1980er-Jahren die Lokalgeschichte der NS-Zeit erforschte. Bei der Arbeit an einem Band über die jüdische Gemeinde der Stadt stiess die Gruppe auf verbreitete Unkenntnis über das Judentum und erhielt zugleich von Zeitzeugen, Angehörigen und Freunden vertriebener Juden zahlreiche Erinnerungsstücke. Daraus entstand die Idee eines Lernorts, der vor allem nichtjüdischen Menschen jüdische Kultur und regionale Geschichte nahebringt; 1987 gründete sich dafür ein Trägerverein, der mit dem Sammeln begann.
Mit Unterstützung von Land, Landschaftsverband, NRW-Stiftung und Stadt Dorsten eröffnete das Museum am 28. Juni 1992 in einem sanierten Gründerzeithaus der Stadt an der Julius-Ambrunn-Strasse, benannt nach dem letzten Vorsteher der Synagogengemeinde. Der Zusatz „Westfalen“ sollte die Rolle als einziges jüdisches Museum der Region unterstreichen. 2001 kam ein Erweiterungsbau mit Ausstellungsfläche, Veranstaltungssaal, Foyer und Bibliothek hinzu, dessen Fassade aus bewusst verformten, teils glasierten Klinkern auffällt; der Altbau wurde 2002 umgebaut und dient seither für Wechselausstellungen und Verwaltung.
Ende 2018 ersetzte die Dauerausstellung „L’Chaim! – Auf das Leben! Jüdisch in Westfalen“ die älteren Präsentationen. Sie erklärt Feiertage, Synagoge und Tora, erzählt westfälisch-jüdische Lebensgeschichten und greift Migration bis in die Gegenwart auf. Getragen wird die Arbeit von einem kleinen hauptamtlichen Team und vielen Ehrenamtlichen; hinzu kommen Bildungsprojekte, Veranstaltungen, eine Präsenzbibliothek und eine Buchhandlung.
Highlights
Spiralförmiger Kalendertisch zu den jüdischen Feiertagen
16 westfälisch-jüdische Lebenswege in einer digitalen Projektion
Kinderspur durch die Ausstellung mit Logo von Cornelia Funke
Erweiterungsbau von 2001 mit Fassade aus verformten Klinkern
Präsenzbibliothek und Buchhandlung zum Judentum im Foyer
Dauerausstellungen
L’Chaim! – Auf das Leben! Jüdisch in Westfalen – Seit Ende 2018 gezeigte Dauerausstellung zu jüdischer Religion, Festkalender und Alltag sowie zu westfälisch-jüdischen Biografien und Migration, mit eigener Entdeckerspur für Kinder.
Gegründet
1992
Träger
Verein für jüdische Geschichte und Religion e. V.
Leitung
Dr. Kathrin Pieren
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
5 €
Ermässigt
2,50 €Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte und Menschen, die Sozialleistungen beziehen
Kinder & Jugendliche
2,50 €bis 9 Jahre frei · Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr in Begleitung ihrer Eltern frei, danach Schülertarif.
Menschen mit Behinderung
2,50 €Ermässigter Eintritt für Schwerbehinderte.
Studierende & Azubis
2,50 €
Gruppen (ab 12 Pers.)
4 € p. P.Schulklassen, Kurse und Jugendgruppen über 10 Personen aus den Mitgliedsstädten des Trägervereins (u. a. Bottrop, Dorsten, Dortmund, Gladbeck, Marl, Münster, Oberhausen, Recklinghausen, Wesel) zahlen 15 € pro Gruppe, kleinere Gruppen 1,50 € pro Person.
Freier Eintritt für Mitglieder des Trägervereins, des Deutschen Museumsbundes und von ICOM.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum sind alle Ausstellungs- und Veranstaltungsräume für Rollstuhlfahrende und Gehbehinderte erreichbar (Kontaktseite: „weitestgehend barrierefrei“); die meisten Vitrinen sind gut einsehbar oder unterfahrbar. Ein Behindertenparkplatz liegt direkt am Haus. Informationen zum Museum gibt es auch in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 9 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Mitmach- & Anfassstationen
Kindergeburtstage
Eine Kinderspur mit Logo von Cornelia Funke führt durch die Dauerausstellung und erklärt Exponate und Mitmachstationen; ausserdem eine Rallye durch die Ausstellung und Programme für Kindergeburtstage.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof/Busbahnhof Dorsten
Bahnhof und Busbahnhof Dorsten in unmittelbarer Nähe (ca. 200 m).
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos · 200 m zum Eingang
Kostenlose Parkplätze am Bahnhof/Busbahnhof Dorsten; ein Behindertenparkplatz direkt am Haus.
Filiale der Dorstener Buchhandlung König & Parrenin im Foyer (Literatur zum Judentum, Postkarten, Judaica); Präsenzbibliothek; kleiner Hof mit Garten und Skulpturen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Gruppen bitte frühzeitig anmelden; höchstens 20 Personen pro Gruppe, grössere Gruppen werden geteilt. Führungen (Überblick oder Themen wie Frauen, Fussball, Migration) dauern etwa 60–90 Minuten und sind nach Absprache auch ausserhalb der Öffnungszeiten möglich; Anfragen an lernen@jmw-dorsten.de oder 02362 45279. Ein digitaler Museumsguide mit elf Videos und über 30 Audiobeiträgen zur Dauerausstellung steht auf der Website bereit.