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Karmeliterkloster Frankfurt in Frankfurt am Main
Foto: Mylius · GFDL 1.2 · Wikimedia Commons

Karmeliterkloster Frankfurt

Frankfurts einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage mit Jörg Ratgebs Wandbildern und Ausstellungen des Instituts für Stadtgeschichte – Eintritt frei.

ÖffnungszeitenEintritt frei Rollstuhlgerecht

Aktuelle Ausstellungen

Über das Museum

Mitte des 13. Jahrhunderts liessen sich Mönche des Karmeliterordens in Frankfurt nieder. Aus einer bescheidenen Unterkunft wuchs bis um 1500 eine vollständige Klosteranlage mit Kirche, Kreuzgang, Refektorium und Wohntrakten, finanziert vor allem durch Stiftungen Frankfurter Patrizierfamilien, die sich dafür Grabstätten und Messen sicherten. Zwischen 1514 und 1521 schmückte der schwäbische Maler Jörg Ratgeb, ein Zeitgenosse Dürers und Grünewalds, Kreuzgang und Refektorium mit grossen Wandbildern zur Heilsgeschichte und zur Geschichte des Ordens.

Mit der Säkularisation 1803 fiel das Kloster an die Stadt und wurde zweckentfremdet, unter anderem als Kaserne; dabei ging ein grosser Teil der Malereien verloren. Nach dem Ersten Weltkrieg setzten sich Altstadtfreunde für den Erhalt ein, im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage schwer beschädigt. Ab 1951 begann der Wiederaufbau, 1959 zog das Stadtarchiv ein. In den 1980er-Jahren restaurierte ein Warschauer Team die erhaltenen Ratgeb-Bilder, die Kirchenruine wurde zum Ausstellungsraum des heutigen Archäologischen Museums ausgebaut.

Seit 1998 nutzt das Institut für Stadtgeschichte – das Gedächtnis der Stadt mit Beständen vom frühen Mittelalter bis heute – auch Kreuzgang, Refektorium und Dormitorium; nach einer Sanierung bis 2010 sind diese Räume öffentlich zugänglich. Neben der Dauerausstellung zu Ratgebs Wandbildern zeigt das Institut im Dormitorium wechselnde Ausstellungen zur Frankfurter Geschichte und Werkschauen Frankfurter Künstler, bei freiem Eintritt.

Highlights

  • Wandbilder Jörg Ratgebs (1514–1521) in Kreuzgang und Refektorium
  • 28 Meter langes Refektoriumsbild zur Geschichte des Karmeliterordens
  • Ruhiger Kreuzganggarten mitten in der Innenstadt
  • Wechselausstellungen des Instituts für Stadtgeschichte im Dormitorium
  • Thomas Werners „WandBild (für Jerg)“ im Foyer

Dauerausstellungen

  • Jörg Ratgeb (um 1480–1526): Die Wandbilder im Karmeliterkloster – Die teils rekonstruierten Wandgemälde in Kreuzgang und Refektorium erzählen die Heilsgeschichte und die Geschichte des Karmeliterordens; Erläuterungen helfen, die Bildsprache des frühen 16. Jahrhunderts zu entschlüsseln.
  • Thomas Werner: WandBild (für Jerg) – Neunteiliges Grossformat des Frankfurter Malers im Foyer, das Motive aus Ratgebs Wandbildern mit Werners eigener Bildwelt verbindet.
Träger
Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (Stadt Frankfurt am Main)

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Gruppen–Gruppenführungen (ca. 60–90 Minuten) für bis zu 25 Personen 100 €, werktags 9–18 Uhr, Anfrage mindestens 14 Tage vorher per Online-Formular oder Tel. 069 212-33955.
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung8 €Ermässigt 4 €; ohne Reservierung.

Eintritt zu allen Ausstellungen frei. Die Führungen zu den Ratgeb-Wandbildern am dritten Sonntag im Monat sind ebenfalls öffentlich.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Die Ausstellungen sind laut Institut barrierefrei erreichbar.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Karmeliterkloster

U1–U5 und U8 bis Willy-Brandt-Platz; Tram 11, 12 und 14 bis Karmeliterkloster.

Mit dem Auto

Kein eigener Parkplatz am Museum.

Kein eigener Parkplatz; Parkhäuser Kaiserplatz (Bethmannstrasse), Hauptwache (Kornmarkt) und Römer liegen in unmittelbarer Nähe.

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Service & Gastronomie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Veranstaltungen & Vermietung

  • Räume mietbar
  • Private Feiern
  • Firmenveranstaltungen

Bis zu 240 Personen.

Vermietet werden Refektorium (bis 240 Personen), Kreuzgang (bis 200), Kreuzganggarten (bis 180, z. B. für Konzerte und Empfänge), Dormitorium (bis 120), Parlatorium (Seminarraum bis 35) und die Foyers, auch kombiniert. Die Klosterkirche ist über das Archäologische Museum buchbar.

Anfrage & Details

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguideja
Angebote für Schulenja
HinweiseÖffentliche Führungen zu den Ratgeb-Wandbildern jeden dritten Sonntag im Monat um 15 Uhr; Führungen durch Sonderausstellungen laut Kalender. Ein Audioguide und Multimediaguides zu den Wandbildern laufen im Webbrowser auf dem eigenen Smartphone. Die Archivpädagogik bietet Programme für Schulklassen der Sekundarstufe I und II.

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