
Kreismuseum Grimma
Regionalmuseum in einer ehemaligen Mädchenschule an der Klosterkirche: Stadtgeschichte, Handwerk, Buchdruck und Landesschule Grimma.
Über das Museum
Das Gebäude an der Paul-Gerhardt-Strasse steht auf dem Gelände des früheren Augustinerkirchhofs, gleich neben der ehemaligen Klosterkirche. Nach der Reformation gründete hier 1529 Magdalena von Staupitz, eine der 1523 aus dem Kloster Nimbschen geflohenen Nonnen, die erste Mädchenschule der Stadt. Der heutige Bau entstand 1817 und erhielt 1841 seine jetzige Gestalt; 1885 zog die Schule in ein neues Gebäude um. Das Haus mit Toreinfahrt und Spolien im Garten steht unter Denkmalschutz.
Anstoss für das Museum gab eine Altertumsausstellung, die Grimmaer Bürger im Sommer 1900 in der Reithalle des Husarenregiments zeigten. Der daraus hervorgegangene Geschichts- und Altertumsverein erhielt 1901 von der Stadt Räume in der früheren Mädchenschule für eine dauerhafte Ausstellung. Durch Schenkungen und Grabungen der Vereinsmitglieder wuchs die Sammlung rasch; 1904 baute der Verein im ersten Stock ein Fachwerkhaus nach, in das später Teile einer Bohlenstube und einer schwarzen Küche aus der Altstadt eingefügt wurden.
Heute umfasst der Bestand rund 27.000 Objekte aus der Region sowie eine Fachbibliothek mit etwa 10.000 Bänden. Die Dauerausstellung behandelt die Stadtentwicklung seit der Ersterwähnung 1200, Wohnkultur, Handwerk, Industrialisierung, das Druck- und Verlagswesen um Georg Joachim Göschen und die Fürsten- und Landesschule St. Augustin. Träger ist der Landkreis Leipzig.
Highlights
- Rekonstruiertes Fachwerkhaus mit Bohlenstube und schwarzer Küche
- Kniehebelpresse und Zeugnisse des Grimmaer Buchdrucks
- Geschichte der Fürsten- und Landesschule St. Augustin
- Rund 27.000 Objekte zur Regionalgeschichte
- Jährliche Weihnachtsausstellung ab dem 1. Advent
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung zur Stadt- und Regionalgeschichte – Rundgang von der Stadtentstehung über Handwerk und Industrialisierung bis zum Druck- und Verlagswesen und zur Landesschule St. Augustin.
- Wohnmilieu – Fachwerkhaus im Museum – Ein 1904 im Obergeschoss eingebautes Fachwerkhaus zeigt mit Bohlenstube und schwarzer Küche aus einem Altstadthaus das Wohnen im 18. und 19. Jahrhundert.
- Gegründet
- 1901
- Träger
- Landkreis Leipzig
- Leitung
- Luise Hahmann
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 2 € |
|---|---|
| Ermässigt | 1 €Schüler, Auszubildende, Studierende, Bezieher von Lohnersatzleistungen, Familien mit Familienpass |
| Studierende & Azubis | 1 € |
| Gruppen | 0,50 € p. P.Schulklassen 0,50 € pro Schüler. |
| Familien | –Familien mit Familienpass zahlen den ermässigten Preis von 1 € pro Person. |
| Ausstellungsführung (bis 25 Personen) | 12,80 €Pauschal zusätzlich zum Eintritt; für Schulklassen kostenfrei |
| Stadt- oder Themenführung ausserhalb des Museums (bis 1,5 Std., max. 30 Personen) | 38,50 €Je weitere halbe Stunde 12,80 €; Schulklassen 15,50 € (1,5 Std.) |
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
- Familienführungen & Workshops
Zur jährlichen Weihnachtsausstellung mit Spielzeug, Krippen und erzgebirgischer Volkskunst können Kindergruppen ihre Weihnachtsfeier im Museum ausrichten. Für Schulklassen gibt es ein Projekt zum mittelalterlichen Handwerk mit praktischem Teil.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Kein eigener Parkplatz. Zeitlich begrenzte Stellplätze im Innenstadt- und Marktbereich, am Baderplan, am Flossplatz und in umliegenden Strassen (Parkscheibe in der gesamten Innenstadt erforderlich). Grössere Fläche ohne Zeitbegrenzung: Volkshausplatz.
Von der A14, Abfahrt Grimma, über Wurzener Strasse und Hohnstädter Strasse zum Markt. Vom Markt zu Fuss über Lorenzstrasse, Kreuzstrasse und Klosterstrasse Richtung Klosterkirche; das Museum liegt zwei Grundstücke daneben.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Ausstellungsführungen für Einzelbesucher und Gruppen bis 25 Personen, für Schulklassen kostenfrei. Das Museum bietet ausserdem Stadtrundgänge ab dem Museum sowie thematische Führungen und Wanderungen in der Umgebung an, etwa zum Kloster Nimbschen, zur Landesschule oder zu Handwerk und Industrialisierung. |




