Grosse Sonderausstellung über die rund 9.000 Jahre alte Bestattung der Schamanin von Bad Dürrenberg, die frühesten Spuren von Schamanismus und die Lebenswelt der Mittelsteinzeit, mit Leihgaben aus zahlreichen Ländern.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums reichen bis 1819 zurück, als in Halle ein Verein zur Erforschung vaterländischer Altertümer gegründet wurde, dessen Sammlung den Grundstock bildete. 1884 entstand daraus das Provinzialmuseum der preussischen Provinz Sachsen. Für die rasch wachsenden Bestände plante Wilhelm Kreis ab 1911 den markanten Neubau am Rand des Giebichensteinviertels, dessen Gestalt an die Trierer Porta Nigra erinnert. 1918 eröffnet, gilt er als erstes eigens für die Vorgeschichte errichtetes Museum Deutschlands.
Im 20. Jahrhundert wechselte die Einrichtung mehrfach ihren Namen; den Zweiten Weltkrieg überstand die Sammlung weitgehend ohne Verluste, im März 1946 öffnete das Haus wieder. Heute gehört das Museum zum Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, das seine Sammlung mit Funden aus den Ausgrabungen im Land stetig erweitert.
Unter dem seit 2001 amtierenden Direktor Harald Meller wurde die Dauerausstellung grundlegend neu gestaltet. Seit 2008 ist die Himmelsscheibe von Nebra, die älteste bekannte konkrete Darstellung des Himmels, hier dauerhaft zu sehen. Elf thematische Abschnitte führen durch rund 450.000 Jahre Menschheitsgeschichte von der Altsteinzeit bis in die frühe Neuzeit, ergänzt um grosse Sonderausstellungen mit internationalen Leihgaben.
Highlights
Himmelsscheibe von Nebra (UNESCO-Weltdokumentenerbe)
Grab der mittelsteinzeitlichen Schamanin von Bad Dürrenberg
Familiengräber von Eulau
Reiterstein von Hornhausen
Museumsbau von Wilhelm Kreis (1918)
Dauerausstellungen
Dauerausstellung – 450.000 Jahre Menschheitsgeschichte – Elf inszenierte Themenräume führen von der Altsteinzeit bis in die frühe Neuzeit und verbinden herausragende Funde aus Sachsen-Anhalt mit aktuellen Forschungsergebnissen.
Himmelsscheibe von Nebra – Die rund 3.600 Jahre alte Scheibe, älteste bekannte konkrete Darstellung astronomischer Phänomene, ist seit 2008 mit den übrigen Funden des Hortes vom Mittelberg in der Dauerausstellung zu sehen; die Präsentation erklärt Fundgeschichte, Herstellung und Deutung.
Gegründet
1884
Träger
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Leitung
Harald Meller
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
12 €
Ermässigt
9 €Freiwilligendienstleistende (BFD, FSJ, FÖJ), Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger, Auszubildende und Studierende, Schwerbehinderte
Kinder & Jugendliche
3 €bis 5 Jahre frei · Kinder bis 5 Jahre frei; Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren 3 €.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
9 €Begleitperson frei · Ermässigt mit Schwerbehindertenausweis; eingetragene Begleitperson frei.
Studierende & Azubis
9 €Studierende und Auszubildende.
Gruppen (ab 10 Pers.)
9 € p. P.Pro Person ab 10 Personen; Reiseleiter und Busfahrer frei. Gruppenführung bis 15 Personen pauschal 60 € (60 Min.) bzw. 75 € (90 Min.) zzgl. ermässigtem Eintritt; Schulklassen 2,50 € pro Person.
Familien
26 €Zwei Erwachsene mit zugehörigen Kindern; mit einem Erwachsenen 13 €.
Familienkarte (1 Erwachsener mit Kindern)
13 €
Jahreskarte Einzelperson
30 €12 Monate ab Kaufdatum gültig; ermässigt 20 €.
Jahreskarte Familie
60 €12 Monate ab Kaufdatum gültig.
Audioguide
3 €Gegen Pfand; alternativ kostenlos als App.
Die bis 7. Februar 2027 gültigen Preise schliessen Dauer- und Sonderausstellung ein. 1 € Ermässigung bei Vorlage einer Bahnfahrkarte zur Anreise. Halle Card und „Schlüsselbund Hallesche Museen“ werden akzeptiert. Kartenzahlung ab 5 €.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Zertifikat „Reisen für Alle“: barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung. Alle Ausstellungsbereiche zugänglich; stufenloser Zugang über den Nebeneingang Richard-Wagner-Strasse 9. Drei Behindertenparkplätze in der Mozartstrasse an der Rückseite. Tastführungen mit Nachbildungen und Originalen für blinde und sehbehinderte Menschen nach Voranmeldung. Audioguide in Leichter Sprache. Die Tramhaltestelle „Landesmuseum für Vorgeschichte“ ist nicht barrierefrei.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 5 Jahre frei
Familienticket
26 € · Zwei Erwachsene mit zugehörigen Kindern; mit einem Erwachsenen 13 €.
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage
Kinderwagen sind nur in der Dauerausstellung erlaubt, nicht in Sonderausstellungen; zwei Babytragen werden an der Kasse kostenlos verliehen. Wickelmöglichkeit im barrierefreien WC im Erdgeschoss. Kinder-Audioguide. Familiennachmittage meist am letzten Sonntag im Monat, Ferienaktionen in Oster-, Sommer- und Herbstferien, Kindergeburtstage für 5- bis 11-Jährige.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Landesmuseum für Vorgeschichte
Tram 7 ab Halle (Saale) Hbf Richtung Kröllwitz bis „Landesmuseum für Vorgeschichte“ (ca. 15 Min., Haltestelle nicht barrierefrei); alternativ Tram 3 oder 12 bis „Reileck“ und ca. 5 Minuten zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Am Museum nur wenige Plätze, drei Behindertenparkplätze in der Mozartstrasse am Hintereingang. Empfohlen: Park & Ride in Kröllwitz oder Trotha oder das Parkhaus am Bergzoo, jeweils mit Strassenbahnanschluss. Reisebusse halten nach Voranmeldung in der Ernestusstrasse am Rosa-Luxemburg-Platz nahe dem Haupteingang.
In der Dauerausstellung für private Zwecke ohne Blitz und Stativ erlaubt; in Sonderausstellungen können abweichende Regeln gelten.
Hinweise
Audioguides (Standard-, Kinder- und Highlightführung, auch in Leichter Sprache) an der Kasse oder als App. Führungen und Reservierungen über die Besucherbetreuung (besuch@landesmuseum-vorgeschichte.de).