Erste Museumseinzelschau des brasilianisch-argentinischen Künstlers mit neuen, in Brasilien gedrehten Videoarbeiten sowie Fotografie und Skulptur; im Zentrum steht das Verhältnis von Kunst und Spiritualität.
Die Preisträgerin der Günther-Peill-Stiftung 2024 verbindet collageartige Videoarbeiten zu einer raumgreifenden Installation und zeigt zudem gestickte Textilarbeiten.
Über das Museum
Das Museum geht auf eine Stiftung der Dürener Industriellenfamilie Hoesch zurück, die Ende des 19. Jahrhunderts einen grossen Geldbetrag zur Erinnerung an den Unternehmer Leopold Hoesch (1820–1899) bereitstellte. Der Aachener Architekt Georg Frentzen entwarf einen prunkvollen Bau im Stil des Neubarock, der im November 1905 eröffnet wurde. Zusammen mit dem wenig später errichteten Stadttheater und der Marienkirche prägte er das Ensemble am Hoeschplatz; die Bronzefiguren „Studium“ und „Phantasie“ von Karl Krauss stehen seit der Eröffnung am Eingang.
Beim Luftangriff auf Düren im November 1944 wurden Dächer, die gläsernen Kuppeln und Teile der Flügel zerstört. Der Wiederaufbau wurde 1952 in vereinfachter Form ohne Kuppeln abgeschlossen. Von 2007 bis 2010 wurde das denkmalgeschützte Haus saniert und um einen modernen Anbau des Architekten Peter Kulka ergänzt, das „Günther Peill Forum“. Seit der Wiedereröffnung im Juni 2010 stehen knapp 3.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Die Sammlung reicht vom Spätimpressionismus über Brücke, Blauer Reiter und Rheinischen Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit, zur konkreten Kunst und zu ZERO. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Kunst auf und aus Papier, die mit den Dürener Papierbiennalen und dem benachbarten Papiermuseum eng verbunden ist; die grafische Sammlung umfasst fast 10.000 Blätter. Stiftungen wie die Günther-Peill-Stiftung, die regelmässig Preisträgerinnen und Preisträger ausstellt, und die Hubertus Schoeller Stiftung prägen heute das Programm mit zeitgenössischer Kunst.
Highlights
Neubarocker Museumsbau von Georg Frentzen (1905) mit Erweiterung von Peter Kulka (2010)
Expressionismus u. a. von Ernst Ludwig Kirchner, August Macke und Franz Marc
Grafische Sammlung mit fast 10.000 Blättern und Schwerpunkt Papierkunst
Begehbarer „Lichtraum“ von ZERO-Künstler Otto Piene
Ausstellungen zeitgenössischer Kunst der Günther-Peill-Stiftung
Dauerausstellungen
Otto Piene: Lichtraum – Begehbare Lichtinstallation des ZERO-Künstlers im Erdgeschoss des Neubaus: Bewegte Lichtstrahlen und geometrische Körper erzeugen im abgedunkelten Raum eine Art Sternenhimmel.
Claus Föttinger: Saigon Wrap and Other Natural Phenomenons – Für die Wiedereröffnung 2010 geschaffene Installation, die das Museumscafé gestaltet und ohne Eintritt zu sehen ist.
Gegründet
1905
Träger
Stadt Düren
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
6 €
Ermässigt
3 €Schüler:innen ab 18, Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte, Mitglieder des Fördervereins NRW-Stiftung, Beziehende von Leistungen nach SGB II/XII, Teilnehmende an FSJ/FÖJ
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Schulklassen frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
3 €Begleitperson frei · Ermässigt mit Schwerbehindertenausweis; Begleitpersonen frei.
Studierende & Azubis
3 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
4 € p. P.Pro Person ab 10 Personen.
Familien
–Kein Familienticket ausgewiesen; unter 18 Jahren frei.
Kombiticket mit dem Papiermuseum Düren
8 €Ermässigt 4 €, in Gruppen ab 10 Personen 6 € pro Person.
Öffentliche Führung (1. Sonntag im Monat)
3 €Zuzüglich Eintritt.
Freier Eintritt:Jeden 1. Donnerstag im Monat freier Eintritt für alle.
Freier Eintritt ausserdem für Mitglieder des Museumsvereins Düren und des Deutschen Museumsbunds sowie für Geflüchtete. Kartenzahlung (Kredit-/Debitkarte, Smartphone) möglich.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Stufenloser Zugang über eine Gegensprechanlage links neben der Eingangstreppe; barrierefreier Aufzug, WC für Menschen mit Behinderung und Wickeltisch. Individuelle inklusive Führungen und Workshops auf Anfrage. Die Stadt Düren bietet einen barrierefreien Stadtplan als PDF an.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Kinderwagenfreundlich
Kindergeburtstage
Malkurse für Kinder und Jugendliche (6–10 und 10–14 Jahre), Kunst-Geburtstage ab 6 Jahren (2 Stunden, max. 10 Kinder), Babykonzerte für 0- bis 2-Jährige und Sommerferien-Workshop. Gebäude mit Kinderwagen gut zugänglich (Klingel links neben der Eingangstreppe).
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Weierstrasse
Vom Bahnhof Düren ca. 20 Min. zu Fuss oder mit den Buslinien 211, 221 und 286 bis „Weierstrasse“.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Gebührenpflichtige Parkplätze am Hoeschplatz direkt beim Museum (an Markttagen Di, Do, Sa und zu Gottesdienstzeiten oft belegt); kostenlos auf dem Annakirmesplatz, ca. 10 Minuten zu Fuss.
Museumscafé (Di–So 10–17 Uhr, Do bis 19 Uhr; Kuchen, Quiche, Wochensuppe) mit der Installation „Saigon Wrap and Other Natural Phenomenons“ von Claus Föttinger, ohne Eintritt zugänglich; ebenso der Museumsshop. Taschen und Rucksäcke grösser als DIN A4 müssen kostenlos abgegeben werden. Hunde nicht erlaubt, Assistenzhunde ausgenommen.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Das Museumscafé kann für Geburtstagsfeiern und Firmenveranstaltungen genutzt werden; Anfragen über den Museumsverein Düren.
Öffentliche Führung jeden 1. Sonntag im Monat 15–16 Uhr ohne Anmeldung; am eintrittsfreien 1. Donnerstag um 17 Uhr kostenlose Kurzführung „Art & Drinks“. Gruppenführungen (1–2 Std., auch fremdsprachig), Kombiführungen mit dem Papiermuseum, Familienführungen sowie Angebote für Kitas und Schulen; Buchung unter +49 2421 252515.