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Manuelskotten in Wuppertal
Foto: Frank Stursberg · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Manuelskotten

Wassergetriebener Schleifkotten im Kaltenbachtal in Wuppertal-Cronenberg – lebendiges Industriedenkmal mit Ausstellung zur Nassschleiferei, Eintritt frei.

ÖffnungszeitenEintritt frei Teilweise barrierefrei

Über das Museum

Der Manuelskotten ist der letzte noch mit Wasserkraft betriebene Schleifkotten in Wuppertal. Ein erstes Gebäude entstand 1755 als „mittlerer Kotten“ unter mehreren Wasserkraftanlagen am Kaltenbach. 1867 übernahm Emanuel Morsbach den Betrieb; um Verwechslungen mit einem anderen Kotten zu vermeiden, hiess er ab 1898 nach seinem Vornamen „Emanuelskotten“, woraus im Volksmund Manuelskotten wurde. Nach einem Brand 1901 wurde das Haus vergrössert neu errichtet.

Das Besondere sind die verschiedenen Antriebe unter einem Dach: Neben dem oberschlächtigen Wasserrad mit 5,60 Metern Durchmesser kamen 1902 eine Dampfmaschine, 1934 ein 30-PS-Dieselmotor und 1960 ein Elektromotor hinzu, ergänzt durch einen Fliehkraftregler und einen Generator für elektrisches Licht. Über Jahrzehnte schliffen hier Nass- und Trockenschleifer Werkzeuge für die Cronenberger Industrie, zeitweise vor allem Heckenscheren.

1984 wurde die Anlage mit Stauteich und Gräben unter Denkmalschutz gestellt. 1990 gründete sich der Förderverein, der den Kotten mit Hilfe der NRW-Stiftung von den letzten Besitzern erwarb; 1992 ging er an die Stadt Wuppertal über und gehört heute zum Museum Industriekultur. Bis heute wird im Erdgeschoss gewerblich geschliffen. Seit Herbst 2017 zeigt eine Ausstellung im Obergeschoss die Geschichte der Nassschleiferei mit Exponaten aus der Vereinssammlung.

Highlights

  • Oberschlächtiges Wasserrad mit 5,60 m Durchmesser – das letzte in Betrieb in Wuppertal
  • Fünf Antriebsarten: Wasserrad, Dampfmaschine, Dieselmotor, Generator und Elektromotor
  • Schleiferwerkstatt mit gewerblichem Schleifbetrieb
  • Ausstellung zur Nassschleiferei mit über 500 Exponaten in Schubladen
  • Anreise mit der historischen Strassenbahn der Bergischen Museumsbahnen

Dauerausstellungen

  • Nassschleiferei im Manuelskotten – Im Obergeschoss erzählen Texte, Fotos, Archivalien und rund 500 Objekte vom Arbeitsalltag der Schleifer und von Cronenberg als Werkzeugstandort; vieles liegt zum Entdecken in Schubladen.
  • Antriebe und Schleiferwerkstatt – Wasserrad, Transmission, Dampfmaschine, Dieselmotor und Elektromotor im Originalzusammenhang; in der Werkstatt wird bis heute gewerblich geschliffen.
Träger
Förderverein Manuelskotten e. V. (Gebäude: Stadt Wuppertal, Standort des Museums Industriekultur Wuppertal)

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Gruppen–Sonderführungen: Pauschale 50 € für bis zu 10 Personen, ab der 11. Person 5 € pro Person.

Eintritt frei, Spenden erwünscht. Schulklassen zahlen für Führungen nichts; Bau kleiner Holz-Wasserräder als Mitmachaktion gegen 50 € Materialpauschale. Bei Veranstaltungen ist meist nur Barzahlung möglich.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Teile des Aussengeländes und die Ausstellungsräume im Obergeschoss sind nicht barrierefrei zugänglich.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

  • Familienführungen & Workshops
  • Mitmach- & Anfassstationen

Schulklassen können kleine Holz-Wasserräder bauen und direkt im Bachlauf ausprobieren. Der Förderverein bietet gelegentlich Kinderaktionen an, etwa Stockschnitzen mit Stockbrotbacken oder ein Sommerferienprogramm.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Petrikshammer (Bergische Museumsbahnen)

Bus CE64 bis Kohlfurther Brücke, dann der Beschilderung folgen. An den Öffnungstagen fährt die historische Strassenbahn der Bergischen Museumsbahnen ab Kohlfurth durch das Kaltenbachtal (2026 aus technischen Gründen nur bis Friedrichshammer, von dort kurzer Waldweg). Zu Fuss auch über Wanderwege ab Kohlfurth oder Cronenberg erreichbar.

Mit dem Auto über eine schmale Strasse durch das Kaltenbachtal; die Zufahrt über Friedrichshammer ist gesperrt, Anfahrt über die Wahlert. Die Museumsbahn bietet sich als Park & Ride an.

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Service & Gastronomie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja
Angebote für Schulenja
HinweiseFührungen durch Kotten und Ausstellung an den Öffnungstagen. Sonderführungen für Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung mit dem Förderverein (jochen.muehrs@manuelskotten.de). Private Schleifaufträge nach Terminabsprache mit dem Schleifer werktags ab 15 Uhr (Tel. 0173 1801367).

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