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Zentrum für verfolgte Künste in Solingen
Foto: PR2016 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Zentrum für verfolgte Künste

Museum in Solingen-Gräfrath für Kunst und Literatur von Menschen, die von Diktaturen des 20. Jahrhunderts verfolgt, verfemt oder vergessen wurden.

ÖffnungszeitenEintritt ab 9 € Teilweise barrierefrei
Eingeschränkter Betrieb. Die Dauerausstellung im Obergeschoss ist wegen eines Wasserschadens derzeit nicht zugänglich; die Literaturausstellung im Erdgeschoss kann besucht werden. Ein Termin für die Wiederöffnung ist nicht angegeben.

Aktuelle Ausstellungen

8. Oktober 2026 – 8. November 2026

Lebenslinien. Über Grenzen hinweg

Fotografische Dokumentation einer Wanderung der ukrainischen Künstlerin Hanna Melnykova von Deutschland in die Ukraine als Nachdenken über Migration, Grenzen und Widerstandskraft.

Über das Museum

Die Wurzeln des Hauses reichen in die 1990er-Jahre zurück: Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft in Wuppertal warb nach den rassistischen Anschlägen jener Jahre für einen Ort, der verfolgte Künstlerinnen und Künstler aller Sparten gemeinsam würdigt, und gründete 1994 eine Stiftung für verbrannte und verbannte Dichter. Parallel trug der Sammler Gerhard Schneider Tausende Werke figurativer Kunst von Malern zusammen, die durch Nationalsozialismus, Krieg und deutsche Teilung aus dem Blick geraten waren.

2004 entstand die Bürgerstiftung für verfolgte Künste mit Schneiders Sammlung; die Stadt Solingen stellte ihr über die Betriebsgesellschaft des Kunstmuseums dauerhaft Räume im ehemaligen Gräfrather Rathaus zur Verfügung. 2007 kam die Literatursammlung des Journalisten Jürgen Serke hinzu, der mit seinem Buch über die „verbrannten Dichter“ die Wiederentdeckung dieser Autorinnen und Autoren angestossen hatte. Nach der Fusion beider Stiftungen gründeten der Landschaftsverband Rheinland und die Stadt Solingen eine gemeinsame Gesellschaft; das Zentrum wurde im Dezember 2015 offiziell eröffnet. Seit 2019 leitet Jürgen Kaumkötter das Haus.

Auf rund 700 Quadratmetern zeigt das Museum Gemälde, Lagerzeichnungen, Exilwerke, Bücher, Briefe und Fotografien, darunter eine bedeutende Sammlung von Zeichnungen Else Lasker-Schülers. Es versteht sich als Entdeckungs- und Aufklärungsmuseum, das Mechanismen von Verfolgung und Ausgrenzung bis in die Gegenwart beleuchtet, und ergänzt die Sammlungen um Wechselausstellungen, Online-Projekte und Bildungsangebote.

Highlights

  • Kunstsammlung Gerhard Schneider zur „vergessenen Generation“ der Moderne
  • Zeichnungen und Bildcollagen von Else Lasker-Schüler
  • Literaturausstellung „Die verbrannten Dichter“ aus der Sammlung Jürgen Serke
  • Lagerzeichnungen u. a. von Carl Rabus und Leo Breuer
  • Öffentliche Sonntagsführungen im Eintritt enthalten

Dauerausstellungen

  • Entdeckte Moderne – Kunstsammlung Gerhard Schneider – Werke verfemter und vergessener Künstlerinnen und Künstler vom Ersten Weltkrieg bis zur DDR-Zeit, darunter Lagerzeichnungen, Exilarbeiten und Zeichnungen Else Lasker-Schülers. Das Obergeschoss ist derzeit wegen eines Wasserschadens geschlossen.
  • Himmel und Hölle zwischen 1918 und 1989. Die verbrannten Dichter – Die Literaturausstellung im Erdgeschoss zeigt Erstausgaben, Briefe und Fotos von Autorinnen und Autoren, die sich gegen Diktaturen stellten, gesammelt von Jürgen Serke.
Gegründet
2015
Träger
Zentrum für verfolgte Künste GmbH (Gesellschafter: Stadt Solingen und Landschaftsverband Rheinland)
Leitung
Jürgen Kaumkötter

Eintrittspreise & Ermässigungen

Erwachsene9 €
Ermässigt4,50 €Studierende, Schüler:innen und Auszubildende (mit Ausweis), Gruppen ab 10 Personen, Inhaber:innen des Solingen-Passes oder vergleichbarer Nachweise anderer Städte, Mitglieder des Fördervereins NRW-Stiftung, Inhaber:innen der Ehrenamtskarte
Kinder & Jugendlichefreibis 17 Jahre frei · Bis 18 Jahre freier Eintritt.
Seniorinnen & Senioren–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit BehinderungfreiBegleitperson frei · Schwerbehinderte Menschen mit Ausweis und eine Begleitperson haben freien Eintritt.
Studierende & Azubis4,50 €
Gruppen (ab 10 Pers.)4,50 € p. P.Ermässigter Eintritt für Gruppen ab 10 Personen. Private Gruppenführung (ca. 1 Stunde, bis 25 Personen) 70 €. Schulklassen und Begleitpersonen frei; Schulführung 2 € pro Person, Workshops 70 € pro Stunde.

Freier Eintritt ausserdem für Geflüchtete (u. a. mit Ankunftsnachweis, Reiseausweis für Flüchtlinge oder Aufenthaltstitel), Mitglieder von ICOM, Deutschem Museumsbund, Bundesverband Museumspädagogik, Verband der Kunsthistoriker und Restauratorenverband sowie Presse. Eigener Eintritt, unabhängig vom Kunstmuseum Solingen im selben Gebäude.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Barrierefreier Zugang für Rollstuhlnutzende am Seiteneingang nach vorheriger Absprache; alle Zugangswege sind mit Kopfsteinpflaster belegt. Ebenerdige Waschräume und Behinderten-WC im Untergeschoss. Parkmöglichkeiten direkt vor dem Gebäude.

Kinder & Familie

Eintritt Kinderbis 17 Jahre frei

    Die Vermittlungsangebote richten sich vor allem an Schulklassen ab Jahrgangsstufe 8.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Gräfrath

    O-Bus 683 (ab Solingen-Mitte oder Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel, ca. 10 Minuten), Haltestelle „Gräfrath“.

    Mit dem Auto

    Parkplatz vorhanden

    Parkplatz „Dycker Feld“; weitere Parkmöglichkeiten direkt vor dem Gebäude.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
    Angebote für Schulenja
    HinweiseÖffentliche Führungen in der Regel sonntags um 15 Uhr, ohne Anmeldung und im Eintritt enthalten (Treffpunkt Foyer an der Kasse). Private Führungen auch auf Englisch, Türkisch, Italienisch, Russisch und Spanisch. Schulprogramme ab Jahrgangsstufe 8 mit etwa 14 Tagen Vorlauf; Anfragen an info@verfolgte-kuenste.de.

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