Im Studienraum Provenienzforschung wird die zurückerworbene Zeichnung vorgestellt, die 1937 als „entartete Kunst“ aus der Stiftung Walter Kaesbach beschlagnahmt worden war.
Projekt des Atelierstipendiaten 2025/26: Eine mit Rubbellosfarbe überzogene Fotoarbeit reist in einer Transportkiste durch Schulen und Pflegeeinrichtungen, ein zweites Exemplar ist im Unterrichtsraum des Museums zu sehen.
Letzte Folge der Reihe zu den Fluxus-Beständen der Sammlung Andersch mit Schachspielen von Takako Saito, Multiples und Druckgrafik; Besucher können Wünsche für ein künftiges Schaumagazin einbringen.
Über das Museum
Die Anfänge reichen in die Zeit um 1900: Nach ersten städtischen Sammlungsinitiativen gilt 1904 als offizielles Gründungsjahr des Städtischen Museums, das damals eine ehemalige Volksschule am Fliescherberg bezog. 1922 stiftete der Mönchengladbacher Walter Kaesbach seiner Heimatstadt eine Sammlung expressionistischer Kunst, die 1928 an die Stadt überging und den Grundstein für ein Museum der Gegenwartskunst legte. 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten den grössten Teil als „entartete Kunst“.
Ab 1967 machte Direktor Johannes Cladders das Haus an der Bismarckstrasse zu einem international beachteten Experimentierort. Er richtete die erste grosse Museumsausstellung von Joseph Beuys aus und zeigte früh Künstler wie Marcel Broodthaers, Gerhard Richter, Daniel Buren oder Hanne Darboven. 1972 wählte er den Wiener Architekten Hans Hollein für einen Neubau aus.
Am 23. Juni 1982 eröffnete das Museum Abteiberg am Hang unterhalb der Münsterkirche. Hollein komponierte Turm, tempelartige Bauteile und Säle mit Sheddächern zu einer kleinen Stadt in der Stadt, die als Schlüsselwerk der Postmoderne gilt; 1985 erhielt er den Pritzker-Preis.
Die Sammlung konzentriert sich auf Kunst seit 1960, von Pop, Minimal und Concept Art bis zu Zero und Nouveau Réalisme, mit Künstlerräumen etwa zu Beuys, Polke, Richter und Mike Kelley. Hinzu kommen die Sammlung Etzold mit früher Computergrafik und seit 2017 die Fluxus-Bestände der SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH. Geleitet wird das städtische Museum von Susanne Titz.
Highlights
Postmoderner Museumsbau von Hans Hollein (1982), Pritzker-Preisträger 1985
Werke von Joseph Beuys, darunter „Revolutionsklavier“ und „Aggregat“
Sigmar Polkes „6 Kunststoffsiegel-Bilder“ und Gerhard Richters „8 Graue Bilder“
Originalräume aus Gregor Schneiders „Haus u r“
Terrassierter Skulpturengarten unterhalb der Münsterkirche
Fluxus-Bestände der SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH
Dauerausstellungen
Sammlungspräsentation – Auf rund 3.500 m² zeigt das Museum wechselnde Auswahlen seiner Sammlung der Kunst seit 1960 mit Künstlerräumen u. a. zu Beuys, Polke und Richter im Dialog mit Holleins Architektur. Audiotracks zu ausgewählten Werken gibt es online auf Deutsch und Englisch.
Skulpturengarten – Der terrassierte Garten am Abteiberg versammelt Skulpturen aus den vergangenen fünf Jahrzehnten, teils eigens für diesen Ort geschaffen.
Gegründet
1904
Träger
Stadt Mönchengladbach
Leitung
Susanne Titz
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
9 €
Ermässigt
7 €Schüler:innen, Studierende und Auszubildende bis 25 Jahre, Wehr- und Freiwilligendienstleistende, Personen aus förderungsfähigen Familien und Schwerbehinderte (mit Nachweis)
Kinder & Jugendliche
–Keine eigene Kinderkategorie ausgewiesen; Schüler:innen zahlen den ermässigten Preis, Schulklassen ohne Führung haben freien Eintritt.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
5 €Begleitperson frei · Laut Barrierefreiheitsseite Einzelkarte 5 € mit Schwerbehindertenausweis, Begleitperson frei; die Preisliste nennt Schwerbehinderte beim ermässigten Tarif (7 €).
Studierende & Azubis
7 €Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres; Studierende der Kunst, Kunstgeschichte, Architektur und Kulturpädagogik haben freien Eintritt.
Gruppen (ab 10 Pers.)
7 € p. P.Ab 10 Personen 7 € pro Person, ermässigt 6 €. Private Führungen (max. 20 Personen) 70 € für 1 Std. bzw. 90 € für 1,5 Std. zzgl. Eintritt, auf Englisch 80/100 €; Vermittlungsangebot für Schulklassen 2,50 € pro Kind.
Familien
–Kein Familienticket ausgewiesen.
Freier Eintritt:jeden ersten Sonntag im Monat („Erster Sonntag“ mit Führungen und offener Malklasse)
Kombikarte mit Museum Schloss Rheydt und TextilTechnikum 12 €, ermässigt 10 € (gültig am Kauftag und am Folgetag). Öffentliche Führungen und Kunstgespräche sind im Eintritt enthalten. Freier Eintritt u. a. für Mitglieder des Museumsvereins, ICOM und Deutscher Museumsbund, Inhaber des Sozial- oder Ehrenamtsausweises der Stadt Mönchengladbach sowie Lehrkräfte zur Unterrichtsvorbereitung.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Haupteingang an der Abteistrasse ebenerdig (Klingel in Rollstuhlhöhe, das Kassenpersonal öffnet die Glastüren). Die Ausstellungsebenen sind über Rampen und einen Aufzug (80 × 160 cm) verbunden, rollstuhlgerechtes WC im Untergeschoss, Museumscafé barrierefrei, Klapphocker an der Garderobe. Ein Behindertenparkplatz ca. 20 m vor dem Eingang. Nicht barrierefrei ist der Zugang von der Plattenebene; laut Stadtportal ist zudem der Pyramidenraum nicht mit dem Rollstuhl erreichbar. Der Skulpturengarten ist stufenlos, liegt aber am Hang.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienführungen & Workshops
Spielplatz / Spielecke
Kindergeburtstage
Am ersten Sonntag im Monat Familientag mit freiem Eintritt, Kurzführungen und offener Malklasse für Kinder und Jugendliche; dazu Kinderführungen, Kurse und mehrtägige Ferienworkshops (z. B. für 6- bis 11-Jährige oder ab 12 Jahren). Kindergeburtstage mit Führung, praktischer Arbeit und Spielen in der Malklasse. Im Museumscafé können Kinder auf der Empore spielen und malen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Museum Abteiberg
Ab Hauptbahnhof Mönchengladbach Buslinien 003, 008, 009, 013 oder 023 Richtung Alter Markt bis Haltestelle Museum Abteiberg; zu Fuss ca. 15 Minuten über die Hindenburgstrasse.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Empfohlen wird das Parkhaus Q-Park Krichelstrasse 26 (Einfahrt Mo–Sa 7–20:30 Uhr, So 9–20:30 Uhr, Ausfahrt jederzeit).
Behindertenparkplatz
Wegen geänderter Verkehrsführung ist keine Zufahrt mehr über Steinmetzstrasse oder Alter Markt möglich; als Navi-Ziel Berliner Platz 15 eingeben.
Museumscafé im originalen Hollein-Interieur mit Blick in den Skulpturengarten – Selbstbedienung an Automaten für Heissgetränke und Snacks, am Ersten Sonntag vom Museumsverein bewirtet. Museumsshop mit Katalogen, Editionen und Postkarten (Bestellung auch per E-Mail). Taschen und Rucksäcke kommen in Schliessfächer.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 100 Personen.
Grüner Vortragssaal (100 Sitzplätze, Bühne und Technik), runder Unterrichtsraum (24 Plätze) und Museumscafé mit Terrasse (Empfänge bis 60, einfache Tagungsbewirtung bis 100 Personen); exklusive Öffnung des ganzen Museums montags oder abends ab 18 Uhr. Standesamtliche Trauungen an vier Terminen pro Jahr; Catering über drei Mönchengladbacher Gastronomen.