Ausstellung im Schlosslabor darüber, wie Sedimente aus Höhlen der Schwäbischen Alb – etwa dem Hohle Fels – mit Pollen, Knochenresten und alter DNA Auskunft über Menschen, Tiere und Klima der Vorzeit geben.
Möbel, Alltagsdinge, Fotos und Sammlungsstücke aus dem Nachlass der Phytopathologin Evamarie Sander, der ersten Professorin der Tübinger Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, verbunden mit der Frage, was von einem Leben bleibt.
Über das Museum
Die Universität Tübingen besitzt rund 70 wissenschaftliche Sammlungen, einige davon seit dem 19. Jahrhundert auch öffentlich zugänglich. Um diese Bestände gemeinsam zu betreuen, zu erforschen und auszustellen, gründete sie im Oktober 2006 das Museum der Universität Tübingen (MUT) als zentrale Einrichtung. Es gilt als Vorbild für die Organisation von Universitätssammlungen in Deutschland.
Hauptstandort ist Schloss Hohentübingen über der Altstadt. An der Stelle einer im 11. Jahrhundert erstmals genannten Burg der Grafen von Tübingen liess Herzog Ulrich von Württemberg ab 1507 eine vierflügelige Festungs- und Schlossanlage errichten. Nach der Restaurierung des Schlosses durch das Land öffnete dort 1997 das Museum „Alte Kulturen“, das heute unter dem Dach des MUT steht.
Auf rund 2.000 Quadratmetern zeigt es Tausende Objekte aus sieben archäologischen und kulturwissenschaftlichen Sammlungen und spannt einen Bogen über etwa 40.000 Jahre: von Tierfiguren aus Mammutelfenbein aus der Vogelherdhöhle, die zum Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ gehören, über Pfahlbaufunde vom Federsee und keltische Objekte bis zu Ägypten, dem Alten Orient und der Antike. Im Fünfeckturm ist die Ethnologische Sammlung untergebracht.
Seit 2015 ist die frühere Schlossküche als Schlosslabor zugänglich, wo Friedrich Miescher 1869 die Nukleinsäure entdeckte. 2018 kamen das restaurierte Bohnenberger-Observatorium und der Zugang zum Grossen Fass im Schlosskeller hinzu, das als ältestes erhaltenes Riesenweinfass der Welt gilt.
Highlights
Rund 40.000 Jahre alte Tierfiguren aus Mammutelfenbein, darunter das Vogelherd-Pferdchen
Opferkammer des Seschemnefer III. aus Gizeh
Bronzestatuette „Tübinger Waffenläufer“
Schlosslabor, in dem Friedrich Miescher 1869 die Nukleinsäure entdeckte
Bohnenberger-Observatorium mit Reichenbach'schem Wiederholungskreis
Grosses Fass im Schlosskeller (nur im Winter mit Führung)
Dauerausstellungen
Museum Alte Kulturen – Rundgang durch rund 40.000 Jahre Kulturgeschichte mit Eiszeitkunst, Pfahlbau- und Keltenfunden, Ägyptischer und Altorientalischer Sammlung sowie Antiken, Münzen und Abgüssen der Klassischen Archäologie.
Schlosslabor Tübingen – Wiege der Biochemie – Interaktive Ausstellung in der früheren Schlossküche, dem Arbeitsort früher Biochemiker; zu sehen ist unter anderem Friedrich Mieschers originales Nuklein-Präparat.
WeltKulturen – Die Ethnologische Sammlung im Fünfeckturm zeigt Objekte aus der Südsee und dem Amazonastiefland, etwa Malanggan-Schnitzereien aus Neuirland und grosse Gefässe der Shipibo.
3 €Kinder zahlen den ermässigten Preis; eine Altersgrenze für freien Eintritt nennt das Museum nicht. Frei mit KinderCard (KreisBonusCard Junior).
Seniorinnen & Senioren
3 €Ermässigung für Rentner:innen.
Menschen mit Behinderung
3 €Ermässigung für Schwerbehinderte; Angaben zur Begleitperson fehlen.
Studierende & Azubis
3 €Studierende der Universität Tübingen haben freien Eintritt.
Gruppen
–Gruppenführungen (bis 20 Personen, mit Anmeldung): 70 € für 1 Stunde oder 100 € für 1,5 Stunden zzgl. Eintritt.
Familien
12 €
Öffentliche Führung (Sa 15 Uhr Schlossführung, So 15 Uhr Highlight-Führung)
3 €Zuzüglich Eintritt, ohne Anmeldung.
Fassführung (1.11.–15.3.)
3 €Zuzüglich Eintritt; Tickets über www.fassticket.de.
Freier Eintritt u. a. für Neubürger mit Gutscheinheft der Stadt Tübingen, Inhaber der KinderCard, ICOM-Mitglieder, Geflüchtete sowie mit dem „Gutscheinbuch Kreis Tübingen“. Schulklassen aus dem Landkreis Tübingen erhalten über den MUSEUMS.GUT.SCHEIN der Kreissparkasse Tübingen einen Zuschuss zu Eintritt und Fahrtkosten.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum sind alle Ausstellungsebenen über einen Treppenlift und eine Rampe erreichbar. Behindertenparkplätze im Schlossinnenhof. Begleitung für Rollstuhlfahrende möglichst zwei Wochen vorher unter +49 7071 29-77579 anfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienticket
12 €
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinder-Audiotour in der kostenlosen MUT-App; buchbare Kinderführung „Auf der Suche nach dem Schlossgespenst“ (ab 5 Jahren, ca. 60 Min.); jährlicher Familientag mit Mitmachprogramm.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bus bis Neckarhalde (Linie 20), Haagtor (Linien 9, 11, 12), Neckarbrücke oder Nonnenhaus (zahlreiche Linien); vom Bahnhof zu Fuss über Neckarbrücke, Altstadt und Burgsteige.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine Parkplätze direkt am Schloss; Parkhäuser Altstadt-König (Herrenberger Strasse 2) und Altstadt-Mitte (Am Stadtgraben 13). Behindertenparkplätze im Schlossinnenhof.
Museumsshop mit Publikationen, Repliken und gekühlten Getränken; zusätzlich Online-Shop.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Audioguide
ja (DE, EN, ZH)
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Für private Zwecke ohne Blitz erlaubt.
Hinweise
Kostenlose MUT-App mit Highlight-Tour (Deutsch, Englisch, Chinesisch) zum Offline-Nutzen. Öffentliche Führungen samstags und sonntags um 15 Uhr ohne Anmeldung; Gruppen- und Schulführungen sowie Kurse nach Buchung. Rucksäcke, grosse Taschen und Schirme müssen in Schliessfächer im Eingangsbereich; Wasser in Plastikflaschen darf mitgenommen werden.