
Paläontologische Sammlung der Universität Tübingen
Fossilienschau der Universität Tübingen mit Meeressauriern, Plateosaurus-Skeletten und Therapsiden in historischem Ambiente – Eintritt frei.
Über das Museum
Die Paläontologische Sammlung geht auf eine Lehrsammlung der Universität Tübingen aus dem 18. Jahrhundert zurück. Grossen Umfang und wissenschaftliches Gewicht erhielt sie durch Tübinger Forscher: Friedrich August Quenstedt trug im 19. Jahrhundert Fossilien aus Trias und Jura der Schwäbischen Alb zusammen, Friedrich von Huene Wirbeltiere und Saurier der Trias, Otto Heinrich Schindewolf Ammoniten und Adolf Seilacher eine bedeutende Sammlung fossiler Spuren. Hinzu kamen zahlreiche geschenkte Privatsammlungen.
Mit geschätzt rund einer Million Objekten zählt die Sammlung zu den grössten Universitätssammlungen in Europa. Sie dient bis heute in erster Linie Forschung und Lehre; Tausende Stücke sind wissenschaftlich publizierte Belegexemplare. Ein Teil der Funde ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts öffentlich ausgestellt, heute im Obergeschoss des geowissenschaftlichen Institutsgebäudes in der Sigwartstrasse.
Nach rund anderthalb Jahren Umbau und Neukonzeption wurde die Ausstellung im November 2011 wiedereröffnet; Anlass war auch die Kooperation der Universität mit der Senckenberg-Gesellschaft. Die Präsentation erinnert bewusst an ein Naturalienkabinett um 1900 und zeigt in mehreren Sälen Meeresreptilien aus dem Posidonienschiefer, zwei Skelette des schwäbischen Dinosauriers Plateosaurus, säugetierähnliche Reptilien, Höhlenbären und eine Übersicht über die Geschichte des Lebens. Heute gehört die Sammlung zum Verbund des Museums der Universität Tübingen (MUT).
Highlights
- Zwei Skelette des Dinosauriers Plateosaurus aus Trossingen
- Meeressaurier und Meereskrokodil Steneosaurus aus Holzmaden
- Bedeutende Sammlung säugetierähnlicher Reptilien (Therapsiden)
- Seelilienkolonie „Schwäbisches Medusenhaupt“
- Gruppe von Höhlenbären
- Historisierende Präsentation im Stil eines Naturalienkabinetts
Dauerausstellungen
- Meeresreptilien-Saal – Ichthyosaurier, Plesiosaurier und Meereskrokodile, vor allem aus dem Posidonienschiefer der Schwäbischen Alb um Holzmaden.
- Plateosaurus-Saal – Zwei montierte Skelette des triassischen Pflanzenfresser-Dinosauriers Plateosaurus aus Trossingen, begleitet von weiteren Wirbeltierfunden.
- Therapsiden-Saal – Säugetierähnliche Reptilien vor allem von der Südhalbkugel, die die frühe Entwicklung hin zu den Säugetieren veranschaulichen.
- Träger
- Eberhard Karls Universität Tübingen, Fachbereich Geowissenschaften
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | –Eintritt für alle frei. |
|---|---|
| Gruppen | –Gruppen- und Schulführungen ab 10 Personen nach Vereinbarung (Buchung über das MUT, Tel. 07071 29-77579). |
Eintritt frei; Spenden an der Spendensäule am Eingang erbeten.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Stufenloser Zugang über den Hof (Zufahrt Hölderlinstrasse 12); ein Aufzug führt ins Obergeschoss zur Ausstellung.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bus bis Hölderlinstrasse, Uni/Neue Aula oder Mohlstrasse (zahlreiche Stadtbuslinien); vom Bahnhof auch zu Fuss erreichbar.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine Parkplätze an der Sammlung; Parkhäuser Brunnenstrasse 29 und Wilhelmstrasse 31. Der Hofparkplatz (Zufahrt Hölderlinstrasse 12) dient als barrierefreier Zugang.
Service & Gastronomie
- Café: nicht vorhanden
- Restaurant: nicht vorhanden
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Für private Zwecke ohne Blitz erlaubt. |
| Hinweise | Öffentliche Führungen werden derzeit nicht angeboten; Gruppen- und Schulführungen auf Deutsch oder Englisch nach Vereinbarung. Besichtigung ohne Führung möglich. Die Ausstellung liegt im Obergeschoss des Instituts für Geowissenschaften. |





