
Museum für Hamburgische Geschichte
Stadtgeschichtliches Museum am Holstenwall zu Hamburgs Entwicklung vom Mittelalter bis heute – wegen Modernisierung voraussichtlich bis Ende 2028 geschlossen.
Über das Museum
Die Wurzeln des Hauses reichen bis 1839 zurück, als der Verein für Hamburgische Geschichte begann, Zeugnisse der Stadtvergangenheit zu sammeln. Aus diesem Bestand ging 1908 das staatliche Museum für Hamburgische Geschichte hervor. Sein erster Direktor Otto Lauffer leitete es fast vier Jahrzehnte lang und prägte Sammlung und Ausstellungskonzept.
Den Museumsbau am Holstenwall entwarf Oberbaudirektor Fritz Schumacher; errichtet wurde er zwischen 1914 und 1922 auf dem Gelände der früheren Bastion Henricus der barocken Stadtbefestigung. In die Backsteinarchitektur liess Schumacher Bauteile abgerissener Hamburger Gebäude einfügen, etwa das Südportal der alten Petrikirche im Innenhof. Diesen Hof überspannt seit 1989 ein Glasdach des Büros von Gerkan, Marg und Partner. Seit 2008 gehört das Museum zur Stiftung Historische Museen Hamburg; zwischenzeitlich trat es unter der Marke „hamburgmuseum“ auf.
Die Sammlung umfasst mehr als 500.000 Objekte – von mittelalterlichen Funden wie einem Ulfberht-Schwert über Schiffsmodelle, historische Wohnräume und Zeugnisse jüdischen Lebens bis zu Mode, Musik und Clubkultur des 20. Jahrhunderts. Ein Publikumsmagnet war die grosse Modelleisenbahnanlage im Massstab 1:32.
Seit Anfang 2024 ist das Haus vollständig geschlossen. Für rund 101 Millionen Euro, finanziert von der Stadt Hamburg und dem Bund, werden Gebäude und Technik saniert und die Dauerausstellung neu erarbeitet. Geplant sind unter anderem ein chronologisch-thematischer Rundgang durch die Stadtgeschichte, neue Flächen für Sonderausstellungen und Vermittlung, mehr Barrierefreiheit sowie eine Öffnung zum Park Planten un Blomen. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen.
Highlights
- Ulfberht-Schwert aus dem späten 10. oder frühen 11. Jahrhundert
- Börsenlöwe von 1558 und Kaiserfiguren vom alten Hamburger Rathaus
- Südportal der Petrikirche im glasüberdachten Innenhof
- Grosse Modelleisenbahnanlage im Massstab 1:32
- Popkultur-Objekte wie ein Barhocker aus dem Star-Club
- Gegründet
- 1908
- Träger
- Stiftung Historische Museen Hamburg
- Leitung
- Prof. Bettina Probst
Eintrittspreise & Ermässigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Nach der Modernisierung sollen ein neuer Aufzug die Obergeschosse barrierefrei erschliessen und ein barrierefreies Leit- und Orientierungssystem durch das Haus führen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
St. Pauli
U3 St. Pauli (direkt am Museum)
Service & Gastronomie
Vor der Schliessung gab es ein Café im Erdgeschoss. Nach der Modernisierung sind ein Museumsshop und eine Gastronomie mit erweiterter Terrasse zum Park Planten un Blomen vorgesehen.
Veranstaltungen & Vermietung
Das Museum vermietet nach unseren Informationen keine Räume für externe Veranstaltungen.
Während der Sanierung keine Vermietung. Die Stiftung Historische Museen Hamburg bietet derzeit nur Räume im Museum der Arbeit an; der glasüberdachte Innenhof des Museums war vor der Schliessung ein gefragter Veranstaltungsort.





