Ältestes kulturgeschichtliches Museum des Ruhrgebiets im Art-déco-Bau der alten Stadtsparkasse – derzeit in Sanierung, Sonderausstellungen frei zugänglich.
Eingeschränkter Betrieb. Wegen der Sanierung des Gebäudes ist die Dauerausstellung nicht mehr zugänglich; Sonderausstellungen, STADT_RAUM, Workshops und Veranstaltungen finden weiter statt. Eingang derzeit am Platz von Amiens. Umbau und Neukonzeption sollen etwa fünf bis sechs Jahre dauern.
Grosse Schau überwiegend aus der eigenen Sammlung über die Dinge, mit denen wir uns umgeben, und die Frage, was Besitz über Status, Wünsche und Gewohnheiten verrät. Begleitet von der Website konsum-mkk.de.
Partizipative Begleitausstellung zu KONSUM: Dortmunderinnen und Dortmunder stellen persönliche Gegenstände und die Geschichten von Herkunft, Ankommen und Zugehörigkeit dahinter vor.
Die Künstlerin Susanne Keichel befasst sich im STADT_RAUM mit sozialer Ungleichheit in Schule und Arbeit sowie mit Migration in einer globalisierten Welt.
Über das Museum
Auf Anregung des Pädagogen Eduard Roese beschloss der Dortmunder Magistrat 1883 die Gründung eines städtischen Museums, das historische und künstlerische Zeugnisse der Stadt sammeln sollte. Es war das erste Haus dieser Art im Ruhrgebiet und zog in den folgenden Jahrzehnten mehrfach um, unter anderem in das frühere Oberbergamt am Ostwall und zeitweise in die ehemalige Reichsbank am Königswall. Unter dem ersten Direktor Albert Baum entstand eine breit angelegte Sammlung.
In der NS-Zeit verlor das Museum 1937 zahlreiche Werke der Moderne, die als „entartet“ beschlagnahmt wurden. Wegen der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg wurden die Bestände nach Schloss Cappenberg ausgelagert, wo das Museum über Jahrzehnte präsent blieb.
Zum 100-jährigen Bestehen bezog das Museum im November 1983 die ehemalige Städtische Sparkasse an der Hansastrasse, einen 1924 von Hugo Steinbach im Art-déco-Stil errichteten, denkmalgeschützten Bau. Auf mehreren Etagen wurde dort Kulturgeschichte von der Vorgeschichte bis zum 20. Jahrhundert gezeigt – mit Malerei und Skulptur bis 1900, Möbeln, Kunstgewerbe und Design, Grafik, Fotografie, Textilien, Stadtgeschichte, Archäologie und Vermessungsgeschichte.
Seit 2025 wird das Gebäude schrittweise saniert, die Dauerausstellung ist nicht mehr zugänglich und soll grundlegend neu konzipiert werden. Das Haus bleibt aber geöffnet und zeigt Sonderausstellungen aus der eigenen Sammlung sowie Projekte im STADT_RAUM. Neue Direktorin ist die Kunsthistorikerin Tanja Pirsig-Marshall.
Highlights
Denkmalgeschützter Art-déco-Bau der alten Stadtsparkasse (1924, Hugo Steinbach)
Sammlung von der Vorgeschichte bis zum Design des 20. Jahrhunderts
Erdglobus von Gerhard Mercator (1541) und Sammlung zur Vermessungsgeschichte
Sonderausstellung KONSUM mit Objekten aus der eigenen Sammlung
STADT_RAUM für Stadtgeschichte, Debatten und Mitmachprojekte
Eintritt in Sonderausstellungen und STADT_RAUM frei.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Sonderausstellungsflächen und STADT_RAUM liegen barrierefrei im Erdgeschoss; obere Etagen per Aufzug. Behindertenparkplätze an der Hansastrasse. Sitzgelegenheiten und Klapphocker vorhanden.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienführungen & Workshops
Kinderwagenfreundlich
Kindergeburtstage
Familienwerkstatt jeden zweiten Sonntag im Monat 14–17 Uhr für Kinder ab 6 Jahren mit Begleitung (ohne Anmeldung, kostenlos). Kreativworkshops und Kindergeburtstage ab 5 bzw. 8 Jahren (2 Stunden, verlängerbar). Dauerausstellung mit Kinderwagen per Aufzug erreichbar.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Kampstrasse
U-Bahn Kampstrasse (U41, U43, U44, U45, U47, U49) oder Reinoldikirche (U42, U46); wenige Minuten vom Hauptbahnhof.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkhaus Freistuhl direkt unter dem Museum, weitere Parkhäuser in der Nähe. Öffentliche Behindertenparkplätze an der Hansastrasse.
Kein Café und kein Museumsshop; Kataloge an der Information. Kostenlose Garderobe (Pflicht für Jacken, Taschen grösser A4, Rucksäcke, Schirme). Freifunk-WLAN.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja
Audioguide
nein
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Für private Zwecke ohne Blitz und Stativ erlaubt; gewerbliche Aufnahmen nur mit schriftlicher Genehmigung.
Hinweise
Öffentliche Führungen ohne Anmeldung (z. B. Textilführung jeden 3. Sonntag im Monat 14 Uhr). Gruppenführungen unter info.mkk@stadtdo.de oder +49 231 50-26028. Essen und Trinken in den Ausstellungen nicht erlaubt.