Fossilien aus der Oberen Süsswassermolasse und Landschaftsbilder von Mauricio Antón lassen Bayern vor gut zehn Millionen Jahren wieder aufleben – mit Repliken des Menschenaffen „Udo“ zum Anfassen.
Zeigt, wie Tiere ihre Umwelt mit ausgeklügelten Bauten formen und was der Mensch daraus lernen kann; zugleich Vorschau auf das geplante Naturkundemuseum Bayern.
Über das Museum
München besass vor dem Zweiten Weltkrieg naturkundliche Schausäle im Gebäude der Alten Akademie an der Neuhauser Strasse; sie wurden 1944 bei einem Bombenangriff zerstört, grosse Teile der Bestände gingen verloren. Danach hatte die Stadt jahrzehntelang kein Naturkundemuseum.
Ab Ende der 1960er-Jahre planten die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) ein modernes naturkundliches Bildungszentrum. Ein Neubau nach einem Wettbewerbsentwurf scheiterte Anfang der 1980er-Jahre an den Kosten. Stattdessen wurden ab 1985 frei gewordene Räume der Zoologischen Staatssammlung im Nordflügel von Schloss Nymphenburg umgebaut. 1990 eröffnete dort das Museum Mensch und Natur als zentrales Ausstellungshaus der SNSB – als Übergangslösung gedacht und mit nur etwa 2.500 statt der geplanten 10.000 Quadratmeter Fläche.
Unter dem Leitgedanken „Naturkunde als Erlebnis“ entwickelte sich das Haus mit Dioramen, Originalfossilien und zahlreichen interaktiven Stationen zu einem der meistbesuchten staatlichen Museen Bayerns. Die Dauerausstellung spannt den Bogen von der Entstehung der Erde und des Lebens über Minerale und das menschliche Gehirn bis zu Ernährung und Umweltfragen; bekannt ist auch das Präparat des Braunbären JJ1 („Bruno“). Auf dem benachbarten Gelände früherer Universitätsinstitute ist ein grosser Erweiterungsbau geplant: Das Museum soll sich in das Naturkundemuseum Bayern (BIOTOPIA) verwandeln, auf das ein „Zukunftslabor“ im Haus bereits einstimmt.
Highlights
Grossdiorama zur Erde vor vier Milliarden Jahren und grosser Reliefglobus
Geschichte des Lebens mit Fossilien und Dioramen vom Stromatolithen bis zum Menschen
Erdbebensimulator zum Nacherleben realer Beben
Braunbär JJ1 („Bruno“) als Originalpräparat
Mitmachbereich „Spielerische Naturkunde“ für Kinder
Sonntags 1 € Eintritt, unter 18 Jahren frei
Dauerausstellungen
Geschichte des Lebens – Fossilien und Dioramen führen von den ersten Zellen über Trilobiten, Dinosaurier und Urpferdchen bis zur Ausbreitung des Menschen.
Unruhiger Planet Erde – Vulkane, Erdbeben und Kontinentaldrift, anschaulich gemacht mit Grossdiorama, Reliefglobus und interaktiven Stationen.
Nerven und Gehirn – Ein grosses Leuchtmodell, Schädelabgüsse und Mitmachstationen erklären Aufbau, Evolution und Funktionen des menschlichen Gehirns.
2,50 €Studierende, Personen ab 65 Jahren, Schwerbehinderte, Gruppen ab 15 zahlenden Personen, Freiwilligendienstleistende u. a. laut Tarifbestimmungen der staatlichen Museen
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei; Kinder unter 12 Jahren nur in Begleitung Erwachsener.
Seniorinnen & Senioren
2,50 €Ermässigung ab 65 Jahren.
Menschen mit Behinderung
2,50 €Begleitperson frei · Ermässigt mit Schwerbehindertenausweis; Begleitperson frei, wenn im Ausweis eingetragen.
Studierende & Azubis
2,50 €Studierende der Biologie, Geo- und Umweltwissenschaften, Chemie und Physik frei; Schülerinnen und Schüler über 18 an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen frei.
Gruppen (ab 15 Pers.)
2,50 € p. P.Ermässigt ab 15 zahlenden Personen; Gruppen ab 20 Personen sollen sich anmelden. Schulklassen mit Lehrkräften frei.
Familien
–Kein Familienticket; Kinder unter 18 Jahren frei.
Sonntagseintritt (Dauerausstellung)
1 €Für alle Besucher ohne weitere Ermässigung
Molassic Park inkl. Dauerausstellung
7 €Ermässigt 5 €; sonntags 4,50 € bzw. ermässigt 3,50 €; bis 7.11.2027
Tickets nur an der Tageskasse, keine Kartenzahlung möglich. Für die Ausstellung „Molassic Park“ gelten erhöhte Preise (einschliesslich Dauerausstellung); das „Zukunftslabor“ ist ohne Aufpreis zugänglich.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Alle Ausstellungsbereiche ausser dem Erdbebensimulator barrierefrei erreichbar; Aufzug 80 × 140 cm; barrierefreie Toilette im Erdgeschoss. Leihrollstuhl und Klappstühle an der Kasse. Führungen in Leichter Sprache und für Blinde/Sehbehinderte auf Anfrage; Website mit Texten in Leichter Sprache und Gebärdensprachvideos. Weitere Infos bei kultur-barrierefrei-muenchen.de.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Kindergeburtstage
Kostenlose Familienführungen freitags 15–16 Uhr ohne Anmeldung (meist ab 6, teils ab 8 Jahren; nur regulärer Eintritt). Kindergeburtstage mit Museumspädagogen für 5- bis 13-Jährige (2 Stunden, verschiedene Themen von Dinosauriern bis Fossilien).
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Schloss Nymphenburg
Tram 17 sowie Bus 51 und 151 bis „Schloss Nymphenburg“.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Pkw-Stellplätze am nördlichen Schlossrondell (Zufahrt über die Nördliche Auffahrtsallee), Busparkplätze am südlichen Rondell (Südliche Auffahrtsallee).
CaféBar Limulus (Di–Fr 10–17, Sa/So/Feiertage 10–18 Uhr, im Sommer auch im Garten) mit Kuchen, Snacks und warmen Speisen. Museumsshop des Fördervereins mit Mineralien, Fossilien und Büchern. Brotzeitbereich für Gruppen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Fotografieren
Fotografieren (auch mit Blitz) erlaubt; Stativ nur mit schriftlicher Erlaubnis
Hinweise
Öffentliche Führungen als Familienführungen freitags 15–16 Uhr. Gruppenführungen (max. 20 Personen) ca. 70 € Di–Fr bzw. 80 € am Wochenende, Buchung etwa 10 Tage im Voraus online oder telefonisch. Gruppen ohne Führung bitte vorher anmelden. Rucksäcke dürfen bei Gruppenbesuchen nicht in die Ausstellung; Essen und Trinken in den Ausstellungsräumen nicht erlaubt. Zur Sonderausstellung „Jetzt geht’s rund“ gibt es einen KI-Audioguide in mehreren Sprachen (Testphase).