Die 70. Jahresausstellung zeigt Gemälde, Aquarelle und Grafiken zu Porträt, Landschaft, Meer, Blumen und biblischen Themen; 37 Werke sind erstmals in Seebüll zu sehen.
Über das Museum
Emil Nolde und seine Frau Ada liessen sich ab 1927 nahe der dänischen Grenze auf einer Warft bei Seebüll ein eigenes Haus errichten, das der Maler in enger Abstimmung mit einem befreundeten Architekten selbst entwarf. In den 1930er-Jahren kam ein aufgestockter Bildersaal hinzu. Rund um das kubische Backsteinhaus legte das Paar einen Blumengarten an, dessen Beete die Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen nachzeichnen.
Noch zu Lebzeiten verfügten Ada und Emil Nolde, dass ihr Nachlass in eine Stiftung übergehen sollte. Nach dem Tod des Malers 1956 nahm die Stiftung Seebüll ihre Arbeit auf und zeigte ab 1957 im ehemaligen Wohnhaus jedes Jahr eine neue Auswahl aus dem umfangreichen Bestand an Gemälden, Aquarellen und Druckgrafiken. Diese Tradition der Jahresausstellungen besteht bis heute.
Ab 2004 wurde das Gelände neu geordnet: Ältere Nebengebäude verschwanden, dafür entstanden ein Besucherforum mit Shop, Restaurant und Malschule sowie weitere Neubauten. Eine Berliner Dependance der Stiftung bestand einige Jahre und wurde 2014 geschlossen. Von 2020 bis 2022 wurde das Nolde-Haus denkmalgerecht saniert und dabei erstmals stufenlos zugänglich gemacht.
Neben der Kunst beleuchtet das Museum heute auch Noldes Biografie kritisch, einschliesslich seiner Haltung zum Nationalsozialismus und des Malverbots, das die Machthaber 1941 gegen ihn verhängten.
Highlights
Jährlich neu zusammengestellte Werkschau aus Noldes Nachlass
Bildersaal mit dichter Hängung von über 30 Gemälden
Neunteiliges Hauptwerk „Das Leben Christi“ im Atelier
Farbig gestaltete Wohnräume mit originaler Einrichtung
Blumengarten nach Entwurf von Ada und Emil Nolde
Malschule für Kinder und Erwachsene
Dauerausstellungen
Nolde-Haus – Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus mit farbig gestalteten Wohnräumen, Atelier und Bildersaal, in dem Gemälde in historischer Hängung präsentiert werden.
Nolde-Garten – Der vom Künstlerpaar angelegte Blumengarten, dessen Pflanzen vielfach als Motive in Noldes Aquarellen wiederkehren.
Gegründet
1957
Träger
Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde
Leitung
Christian Ring
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
12 €
Ermässigt
8 €Schüler ab 7 Jahren, Studierende, Menschen mit Schwerbehinderung (ab GdB 50)
Kinder & Jugendliche
8 €bis 6 Jahre frei · Kinder bis 6 Jahre frei, ab 7 Jahren Schülertarif
Seniorinnen & Senioren
–Keine eigene Seniorenermässigung ausgewiesen
Menschen mit Behinderung
8 €Ab einem GdB von 50
Studierende & Azubis
8 €Schüler ab 7 Jahren und Studierende
Gruppen (ab 10 Pers.)
10 € p. P.Preis pro Person
Familien
24 €2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern
Jahreskarte Seebüll
50 €
Öffentliche Führung
5 €Zuzüglich Eintritt
Preise 2026. Tickets an der Museumskasse und online erhältlich.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Das Nolde-Haus ist seit der Sanierung 2020–2022 stufenlos zugänglich und hat einen Aufzug zu den Obergeschossen. Der Weg vom Parkplatz ist mit feinem Splitt befestigt, die Gartenwege sind feste Sandwege mit leichter Steigung. Leihrollstühle vorhanden (Reservierung empfohlen). Behindertenparkplätze etwa 150 m vom Eingang. Im Nolde-Haus sind nur Assistenzhunde erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 6 Jahre frei
Familienticket
24 € · 2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern
Familienführungen & Workshops
Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
Kurse und offene KreativZeiten in der Malschule für Kinder ab 6 Jahren. Kinderwagen sind im Besucherforum und im Garten erlaubt, nicht aber im Nolde-Haus. Picknick im Garten möglich.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Neukirchen, Nolde Museum · 800 m
Bahn bis Klanxbüll (ca. 9 km), weiter mit Bus 110 ab Klanxbüll oder Niebüll ZOB bis „Neukirchen, Nolde Museum“ (ca. 800 m Fussweg) oder Bus 111 bis „Aventoft, Fischerhäuser“ (ca. 1,3 km).
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos · 200 m zum Eingang
Zwei kostenlose Parkplätze (Pkw sowie Busse/Wohnmobile); Behindertenparkplätze am Ende des Pkw-Parkplatzes, ca. 150 m vom Eingang. Übernachten nicht erlaubt, keine Ladesäulen. Fahrradstellplätze direkt am Eingang.
Behindertenparkplatz
Anfahrt ab Niebüll ausgeschildert. Taxi ab Klanxbüll vorbestellen; Fahrradverleih im Infozentrum Wiedingharde nahe Bahnhof Klanxbüll.
Museumsrestaurant „Element“ mit Terrasse, Kuchen und kleinem Feinkostladen; Museumsshop. Hunde auf dem Gelände, im Garten, Shop und in der biografischen Ausstellung willkommen. Picknick im Garten erlaubt.
Veranstaltungen & Vermietung
Das Museumsrestaurant „Element“ richtet private und geschäftliche Feiern für bis zu 100 Gäste aus; eine Vermietung von Museumsräumen ist nicht ausgewiesen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 45 Min.
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Öffentliche Führungen (ca. 45 Min., 5 € zzgl. Eintritt, max. 25 Personen): dienstags 11:30 Uhr zu Kunst und Leben, donnerstags 11:30 Uhr durch den Garten; Online-Reservierung empfohlen. Gruppenführungen sowie Programme für Schulklassen und Kitas nach Anmeldung beim Besucherservice. Malschule mit Kursen und offenen KreativZeiten für Kinder ab 6 und Erwachsene.