
Römisches Museum Remagen
Römische Funde aus dem Kastell Rigomagus in einer gotischen Kapelle – Teil des UNESCO-Welterbes Niedergermanischer Limes, Eintritt frei.
Über das Museum
Dass Remagen auf römischem Boden steht, ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Als um 1900 die Pfarrkirche neu gebaut wurde, kamen wichtige Hinweise auf die Ausdehnung des Kastells Rigomagus zutage. Auf Anregung von Hans Lehner, damals Leiter des Bonner Provinzialmuseums, und mit Geld des Industriellen Max von Guilleaume entstand daraufhin ein Heimatmuseum, das 1905 eröffnet wurde.
Als Ausstellungshaus dient die gotische Maria-Magdalenen-Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, die nach der Säkularisation lange als Scheune genutzt worden war. Beim Umbau ab 1903 stiess man direkt unter dem Fussboden auf drei mächtige Säulenbasen vom Eingang der principia, des Stabsgebäudes im Kastell. Sie blieben an Ort und Stelle und sind bis heute durch eine Öffnung im Boden zu sehen.
Im Winter 1944/45 wurde die Kapelle schwer beschädigt, ein Grossteil der Sammlung ging durch Kriegsschäden und Plünderung verloren. Nach einer ersten Wiedereröffnung 1955 musste das Haus wegen Dachschäden erneut schliessen; erst 1989 öffnete es nach vollständiger Sanierung als Römisches Museum Remagen mit neuer Ausstellung.
Gezeigt werden ausschliesslich Funde aus Remagen und der näheren Umgebung: Grabinventare im Keller, Inschriften zum Soldatenalltag im Erdgeschoss und Handwerkserzeugnisse aus Keramik, Glas, Terrakotta und Metall auf der Empore. Seit 2021 gehört das Kastell zum UNESCO-Welterbe Niedergermanischer Limes; eine Modernisierung des Museums ist geplant.
Highlights
- Säulenbasen der principia in originaler Lage unter dem Museumsboden
- Acht römische Grabinventare im Keller, darunter ein Spielergrab des 2. Jahrhunderts
- Inschriften zum Alltag der Soldaten und zur Götterwelt
- Römisches Matronenrelief
- Funde aus Keramik, Glas, Terrakotta und Metall
Dauerausstellungen
- Das römische Kastell Rigomagus – Funde aus Remagen erzählen auf drei Ebenen von Soldatenalltag, Götterwelt, Handwerk und Totenkult an der römischen Rheingrenze. Im Keller sind die Säulenbasen des Stabsgebäudes in originaler Lage zu sehen.
- Gegründet
- 1905
- Träger
- Stadt Remagen
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | –Eintritt für alle frei. |
|---|
Eintritt frei.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der Eingang ist nur über Stufen erreichbar; Keller, Erdgeschoss und Empore sind über Treppen verbunden.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Remagen (Bahn) · 450 m
Bahnhof Remagen
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen für Gruppen nach Vereinbarung. Wenige Schritte entfernt sind im Keller der Kulturwerkstatt in der Kirchstrasse Reste des Prätoriums erhalten, auf dem angrenzenden Platz ist der Kern der spätantiken Festungsmauer freigelegt. |




