
Friedensmuseum Brücke von Remagen
Friedensmuseum in den Brückentürmen der Ludendorffbrücke: Eroberung der Rheinbrücke im März 1945, Kriegsgefangenenlager und Friedensarbeit.
Über das Museum
Die Eisenbahnbrücke bei Remagen entstand im Ersten Weltkrieg als militärische Verbindung zur Westfront, wurde für diesen Zweck aber zu spät fertig. Weltbekannt wurde sie am 7. März 1945, als eine kleine amerikanische Vorhut die Brücke unzerstört einnahm, nachdem die geplante Sprengung gescheitert war. Der so gewonnene Brückenkopf ermöglichte den Westalliierten einen schnelleren Vormarsch nach Osten. Zehn Tage später stürzte die Brücke während Reparaturarbeiten ein, mindestens 30 US-Soldaten kamen ums Leben.
Der Hollywoodfilm „The Bridge at Remagen“ von 1968 machte den Ort international bekannt und zog Besucher aus aller Welt an. Der damalige Bürgermeister Hans Peter Kürten erwarb nach langen Verhandlungen den Bahndamm und die linksrheinischen Turmruinen, liess sie herrichten und eröffnete darin am 7. März 1980 ein Museum – bewusst als Friedens- und nicht als Kriegsmuseum, als Ort der Begegnung und Versöhnung früherer Gegner.
Auf Bitten ehemaliger Gefangener kam die Erinnerung an das amerikanische Kriegsgefangenenlager auf der „Goldenen Meile“ hinzu, in dem 1945 zahlreiche Menschen starben. Mit Spenden entstand dort die 1987 eingeweihte Friedenskapelle „Schwarze Madonna“, die zum Museum gehört. Heute betreibt ein gemeinnütziger Verein das Haus ehrenamtlich; es ist als Ort der deutschen Demokratiegeschichte ausgezeichnet und Teil der europäischen Netzwerke Liberation Route und Forte Cultura. Jedes Jahr am 7. März wird mit internationalen Gästen an die Ereignisse erinnert.
Highlights
- Ausstellung in den originalen linksrheinischen Brückentürmen der Ludendorffbrücke
- Eroberung der Brücke am 7. März 1945 aus deutscher und amerikanischer Sicht
- Erinnerungen der Remagener Zivilbevölkerung an die Kriegszeit
- Abteilung zum Kriegsgefangenenlager 1945 zwischen Remagen und Bad Breisig
- Friedenskapelle „Schwarze Madonna“ mit der im Lager modellierten Lehmfigur
Dauerausstellungen
- Die Brücke von Remagen – Fotos, Dokumente, Objekte, Filme und Tonaufnahmen zur Geschichte der Ludendorffbrücke vom Bau bis zum Einsturz 1945, aus deutscher und amerikanischer Sicht sowie aus dem Blick der Remagener Bevölkerung.
- Kriegsgefangenenlager Remagen 1945 – Abteilung zum amerikanischen Gefangenenlager auf den Feldern zwischen Remagen und Bad Breisig und zu den katastrophalen Bedingungen, unter denen dort 1945 viele Gefangene starben.
- Wege zum Frieden – Im Aufbau befindliche Dokumentation, die gemeinsam mit weiteren Räumen die Bedeutung aktiver Friedensarbeit thematisiert.
- Gegründet
- 1980
- Träger
- Friedensmuseum Brücke von Remagen e. V.
- Besucher pro Jahr
- ca. 16'500 (2025)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermässigt | 5 €Senioren und Menschen mit Einschränkungen (mit Ausweis); 4 € für Schüler bis 16 Jahre, Studierende und BFD-Leistende |
| Kinder & Jugendliche | 4 €bis 7 Jahre frei · Kinder bis einschliesslich 7 Jahre frei; Schüler bis 16 Jahre 4 €. |
| Seniorinnen & Senioren | 5 €Mit entsprechendem Ausweis |
| Menschen mit Behinderung | 5 €Mit entsprechendem Ausweis |
| Studierende & Azubis | 4 €Schüler bis 16 Jahre, Studierende und Bundesfreiwilligendienst (mit Ausweis) |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 5 € p. P.Ab 10 Personen, pro Person. Schulklassen 4 € pro Person. |
| Familien | 12 € |
5 € statt 6 € mit Gutschein des Arp Museums, mit einem Rheintaler oder mit der WelcomeCard Bonn; Rabatte sind nicht kombinierbar. Mitglieder des Fördervereins (24 € pro Jahr) haben freien Eintritt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Nicht barrierefrei (historische, denkmalgeschützte Anlage): Das Grundstück ist von der Rheinpromenade nur über eine steile Rampe oder eine Treppe erreichbar, das Museum selbst nur über eine Treppe; in den Türmen verteilt sich die Ausstellung über mehrere Etagen mit insgesamt etwa 180 Stufen. Tiere sind im Museum nicht zugelassen.
Kinder & Familie
| Eintritt Kinder | bis 7 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 12 € |
Kinder bis einschliesslich 7 Jahre haben freien Eintritt; Familienticket 12 €.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Remagen Bahnhof · 20 Min. zu Fuss
Vom Bahnhof Remagen und aus der Innenstadt etwa 20 Minuten zu Fuss entlang der Rheinpromenade.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden · 300 m zum Eingang
Parkplatz an der Rheinhalle Remagen (Goethestrasse), knapp 300 m Fussweg bis zu den Brückentürmen.
Das Museum selbst ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Anfahrt mit Auto oder Reisebus über die B9 (Südeinfahrt), Josef-Rovan-Allee und Goethestrasse, ausgeschildert. Das Museum liegt direkt am Rhein-Radwanderweg.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1.5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren für private Zwecke erlaubt; die Veröffentlichung von Innenaufnahmen (auch in sozialen Medien) ist untersagt. |
| Hinweise | Gruppenführungen mit museumseigenen Guides auf Anfrage über das Buchungsformular (max. 15 Personen pro Guide, ca. 90 Minuten, 70 € pro Guide zzgl. Eintritt). Externe Guides sind im Museum und auf dem Gelände nicht zugelassen. Kontakt: fuehrungen@bruecke-remagen.de. |





