
Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg
Eines der ältesten Bürgermuseen Sachsens: Freiberger Silberbergbau, Stadtgeschichte und Bergbaukunst im spätgotischen Domherrenhof am Dom.
Über das Museum
Geschichtsbewusste Freiberger Bürger gründeten 1860 den Freiberger Altertumsverein, dessen rasch wachsende Sammlung ab 1861 öffentlich gezeigt wurde. Damit zählt das Haus zu den ältesten bürgerschaftlich gegründeten Museen Sachsens. 1903 zog die Sammlung in den sanierten Domherrenhof am Untermarkt, einen repräsentativen spätgotischen Bau von etwa 1485, der nach der Reformation lange als Lateinschule gedient hatte, und erhielt den Namen König-Albert-Museum.
In den 1920er-Jahren wurde das Haus in Stadtmuseum umbenannt und die Sammlung wissenschaftlich neu geordnet. 1939 ging es ganz in städtische Trägerschaft über und trägt seitdem den Namen Stadt- und Bergbaumuseum, verbunden mit einem stärkeren Fokus auf den sächsischen Erzbergbau. Nach der Auslagerung der Bestände im Krieg öffnete das Museum im November 1946 wieder.
Nach Modernisierungen ab den 1990er-Jahren begann 2018 der grundlegende Umbau: Ein Ergänzungsbau mit silberner Fassade, die „Silberne Pforte“, verbindet seit Januar 2025 Foyer, Café, Shop und die Unter-Tage-Welt zum Freiberger Bergbau und Hüttenwesen. Im März 2026 folgten neue Themenräume im Altbau. Die vollständige Eröffnung des neu gestalteten Museums ist für Mai 2027 geplant.
Die Sammlung umfasst Zeugnisse der Stadt- und Bergbaugeschichte, Kunsthandwerk aus Silber, Zinn und Holz, bergmännische Volkskunst sowie Objekte zur Knappschaft, der frühen sozialen Absicherung der Bergleute.
Highlights
- Multimediale Unter-Tage-Welt zum Freiberger Silberbergbau
- Marzipantafelschmuck von 1678 und Deckelhumpen der Bergknappschaft
- Klanginstallation zu den Russischen Hörnern zum Ausprobieren
- Spätgotischer Domherrenhof direkt am Freiberger Dom
- Inklusiver Erlebnispfad „Silbernes Band“ mit Tastobjekten
Dauerausstellungen
- Freiberger Bergbau & Hüttenwesen – Unter-Tage-Welt – Multimediale Inszenierung im Untergeschoss zu Erzvorkommen, Abbaumethoden und Förderung im Freiberger Revier.
- Bergbau & Kunst – Silberreichtum als Grundlage von Repräsentation: Prunkstücke aus Silber, Zinn, Holz, Porzellan und Elfenbein sowie bergmännische Volkskunst.
- Freiberg im 17. & 18. Jahrhundert / Geschichte der Knappschaft – Montantradition, Bergakademie, Bergparaden und die Knappschaft als frühe Solidargemeinschaft der Bergleute.
- Gegründet
- 1861
- Träger
- Stadt Freiberg
- Leitung
- Andrea Riedel
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 8,50 € |
|---|---|
| Ermässigt | 4,50 €Studierende, Auszubildende, Schwerbehinderte, Bürgergeld-Empfänger, Asylsuchende, Inhaber der Sächsischen Ehrenamtskarte |
| Kinder & Jugendliche | freibis 5 Jahre frei · Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender Schulen frei. |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermässigung ausgewiesen. |
| Menschen mit Behinderung | 4,50 €Begleitperson frei · Ermässigt mit Ausweis; eine Begleitperson frei. |
| Studierende & Azubis | 4,50 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 7 € p. P.Ab 10 Personen, pro Person; ermässigt 3 €. |
| Familien | –Kein Familienticket; Inhaber des sächsischen Familienpasses haben freien Eintritt. |
| Nur Sonderausstellung | 5 €Ermässigt 3 €. |
| Gruppenführung (60 Min.) | 40 €Ab 40 €, zzgl. Eintritt; 90 Min. ab 50 €, 120 Min. ab 60 €; Kita- und Schulgruppen 50 €. |
Freier Eintritt ausserdem u. a. mit sächsischem Familienpass, Welterbe-Entdeckerpass, für Freiwilligendienstleistende, Reiseleiter und Busfahrer, ICOM- und Museumsbund-Mitglieder sowie am eigenen Geburtstag. Die Preise gelten bis zur vollständigen Wiedereröffnung im Mai 2027.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Stufenloser Zugang über eine Rampe, Aufzug zu allen Ebenen, barrierefreie Toiletten im Untergeschoss. Taktiles Bodenleitsystem, Handlaufbeschriftungen in Braille und Prismenschrift, Tastmodelle und Materialproben; das „Silberne Band“ führt als inklusiver Pfad durch die Ausstellung. Medien nach dem Zwei-Sinne-Prinzip, Texte per QR-Code auch zum Anhören; eigene Hörhilfen über 3,5-mm-Klinke nutzbar. Klapphocker an der Kasse ausleihbar. Website mit Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
- Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
- Wickelmöglichkeit
Mitmachstationen wie die Russischen Hörner oder eine selbst gestaltbare Bergparade, Ferienprogramme und Familienangebote, dazu der Museumskinderclub „Silberlinge“ für 7- bis 12-Jährige. Wickelraum im Untergeschoss, Flaschenwärmer und WC-Aufsatz ausleihbar. In die Ausstellungen dürfen nur zusammenklappbare Buggys, Kinderwagen bleiben im Foyer.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Meissner Ring/Geschwister-Scholl-Strasse · 300 m
Bus II, 742, 745, 770, 775 und 785 bis Haltestelle Meissner Ring/Geschwister-Scholl-Strasse; vom Bahnhof Freiberg 1,6 km zu Fuss.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine eigenen Parkplätze. In der Nähe: Parkplatz Untermarkt (10 m), Geschwister-Scholl-Strasse (190 m), Schlossplatz (270 m), Parkhaus am Tivoli (600 m).
Mit dem Auto über die A4 (Abfahrt Siebenlehn, B 101) oder die A17 (Abfahrt Kesselsdorf, B 173) Richtung Freiberg.
Route planenService & Gastronomie
- Café
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
- Garderobe
- Schliessfächer
- WLAN
Café-Bereich im Foyer der Silbernen Pforte und Museumsshop mit regionalen Produkten und Publikationen, jeweils zu den Museumsöffnungszeiten. Schliessfächer in verschiedenen Grössen im Untergeschoss; Taschen über A4 und schwere Oberbekleidung müssen dort verstaut werden.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren und Filmen für private Zwecke ohne Blitz, Stativ oder Selfiestab in der Dauerausstellung erlaubt (Abstand 50 cm); in Sonderausstellungen können Einschränkungen gelten. |
| Hinweise | Buchbare Führungen von 60 bis 120 Minuten für Erwachsene und Gruppen sowie Programme für Kitas und Schulen (Anmeldung über Bildung & Vermittlung, Tel. 03731 273 584). Ausstellungstexte auf Deutsch und Englisch. |





