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Stadtmuseum Gehrden
Foto: Axel Hindemith · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Stadtmuseum Gehrden

Heimatmuseum im alten Brauhaus aus dem 17. Jahrhundert mit Merowinger-Grabfunden vom Burgberg und historischen Handwerkerwerkstätten.

Öffnungszeiten
Eingeschränkter Betrieb. Nach mehrjähriger Schliessung seit 2025 wieder geöffnet, vorerst nur an einem Sonntag im Monat; eine Sanierung des Gebäudes ist geplant.

Über das Museum

Den Grundstein legte 1941 der Konrektor und spätere Ehrenbürger August Kageler, der in einem Zimmer des alten Rathauses ein Stadtarchiv einrichtete. Später wurde der Bestand ins Rittergut Franzburg ausgelagert, wo Mitte der 1960er-Jahre durch Einbruch und Vandalismus Teile verloren gingen. 1975 mietete die Stadt Gehrden das alte Brauhaus an und richtete darin das Stadtmuseum ein; nach dem Ausbau des früheren Hopfenbodens im Dachgeschoss 1982/83 erhielt die Ausstellung im April 1984 ihren heutigen Umfang.

Das massive Brauhaus mit sandsteingefassten Ecken und Fenstern entstand, nachdem ein Vorgängerbau 1665 abgebrannt war, am damaligen Ortsrand beim Suerser Tor. Es gilt als drittältestes erhaltenes Gebäude der Stadt und steht unter Denkmalschutz.

Seit 1999 betreut eine Gruppe des Heimatbundes Gehrden das Museum ehrenamtlich, Träger ist die Stadt. Ab 2020 blieb das Haus mehrere Jahre geschlossen, zunächst wegen der Pandemie, später wegen hoher Energiekosten und des Todes des ehrenamtlichen Leiters. 2025 öffnete es in kleinem Rahmen wieder; die Bürgerstiftung Gehrden, der der Eigentümer das Gebäude 2026 übertragen hat, plant eine umfassende Sanierung.

Rund 1000 Exponate spannen den Bogen von Fossilien der Kreidezeit und vorgeschichtlichen Funden über die Stadt- und Rechtsgeschichte bis zu Schule, Vereinen und Gewerbe. Schwerpunkte sind Grabbeigaben aus merowingerzeitlichen Bestattungen, die 1997 am Burgberg entdeckt wurden, ein Fund römischer Silbermünzen sowie eine komplette Schmiede, eine Tischlerei und Stellmacherei und eine Schusterwerkstatt.

Highlights

  • Grabbeigaben aus Merowingergräbern am Burgberg (6./7. Jahrhundert)
  • Fund römischer Silbermünzen
  • Komplette Schmiede aus Everloh (um 1870–1890)
  • Tischler-, Stellmacher- und Schusterwerkstatt
  • Denkmalgeschütztes altes Brauhaus

Dauerausstellungen

  • Vor- und Frühgeschichte – Fossilien, Spuren der ersten Besiedlung, die Burganlage auf dem Burgberg und die Grabfunde aus der Merowingerzeit erzählen von Gehrdens früher Geschichte.
  • Stadtgeschichte und Lebensbereiche – Räume zu Stadt-, Rechts- und Militärgeschichte, zu Schule, Kirche, Gaststätten und Vereinen sowie zu Leben und Werk des Musikers Justus Wilhelm Lyra.
  • Handwerk und Landwirtschaft – Im Obergeschoss stehen eine vollständige Schmiede, eine Tischler- und Stellmacherwerkstatt, eine Schusterwerkstatt und Geräte aus dem bäuerlichen Alltag.
Gegründet
1975
Träger
Stadt Gehrden (ehrenamtlich betreut vom Heimatbund Gehrden)

Eintrittspreise & Ermässigungen

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
  • Aufzug: nicht vorhanden
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Die Ausstellungsräume im Hauptgeschoss und im ausgebauten Dachboden sind nur über Treppen erreichbar; ein Lift ist im denkmalgeschützten Gebäude nicht vorgesehen.

Kinder & Familie

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Anreise & Parken

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Service & Gastronomie

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Veranstaltungen & Vermietung

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