
Stadtmuseum Pforzheim
Stadtgeschichte Pforzheims in alter Kirche und Schulhaus in Brötzingen: Handwerk, Schmuckindustrie, Zerstörung 1945 – mit Kräutergarten, Eintritt frei.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums reichen bis 1897 zurück, als auf Anregung von Alfons Kern eine städtische Altertumssammlung angelegt wurde. Ab 1924 war sie als Reuchlinmuseum auf dem Schlossberg zu sehen, bis der Luftangriff vom 23. Februar 1945 das Haus zerstörte. 1952 eröffnete ein Heimatmuseum im Archivbau auf dem Schlossberg, das 1961 in das Reuchlinhaus umzog.
Seit 1974 ist die Sammlung im Stadtteil Brötzingen untergebracht – in der nicht mehr als Gotteshaus genutzten Pfarrkirche St. Martin und dem benachbarten Alten Schulhaus. Seit 1995 trägt sie den Namen Stadtmuseum. Zum denkmalgeschützten Areal gehört ein Kräutergarten mit Skulpturen von Emil Salm und Ignaz Lengelacher, Barfusspfad und Obstwiese; in einer alten Scheune zeigt ein Lapidarium Grenzsteine und Fragmente spätmittelalterlicher Grabplatten.
Das Alte Schulhaus widmet sich im Erdgeschoss den traditionellen Gewerben der Stadt: Komplett eingerichtete Uhrmacher- und Goldschmiedewerkstätten erzählen von der Schmuck- und Uhrenindustrie, Modelle von Gerbern und Flössern, dazu Schuhmacher-, Sattler- und Bürstenbinderwerkstätten. Im Obergeschoss steht eine nachgebaute Druckerpresse aus der Zeit Johannes Reuchlins; hier finden auch Sonderausstellungen statt. In der Kirche folgen Stationen der Stadtgeschichte vom 12. bis ins 20. Jahrhundert, etwa die Lateinschule, die Fürstenhochzeit von 1447, Pest und Stadtbrände. Das Obergeschoss erinnert mit einem Modell und einem kleinen Kino an die Zerstörung Pforzheims 1945. Ein fahrbereiter Nachbau des Benz-Patent-Motorwagens ergänzt die Ausstellung.
Highlights
- Komplett erhaltene Uhrmacher- und Goldschmiedewerkstätten
- Fahrbereiter Nachbau des Benz-Patent-Motorwagens („Bertha-Benz-Mobil“)
- Druckerpresse nach historischem Vorbild aus der Zeit Johannes Reuchlins
- Modell der Zerstörung Pforzheims am 23. Februar 1945
- Kräutergarten mit Barfusspfad, Skulpturen und Lapidarium
Dauerausstellungen
- Handwerk und Traditionsindustrie – Im Alten Schulhaus führen historische Werkstätten von Uhrmachern, Goldschmieden, Schuhmachern und Sattlern sowie Modelle zu Gerbern und Flössern in die Pforzheimer Gewerbegeschichte ein.
- Stadtgeschichte – von der Fürstenhochzeit bis zur Zerstörung 1945 – In der ehemaligen Pfarrkirche St. Martin werden zentrale Ereignisse vom 12. bis 20. Jahrhundert erzählt; das Obergeschoss erinnert an den Luftangriff vom 23. Februar 1945.
- Gegründet
- 1897
- Träger
- Stadt Pforzheim – Kulturamt
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | –Eintritt für alle frei. |
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Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum ist laut Stadt Pforzheim nicht barrierefrei zugänglich.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Kräutergarten mit Barfusspfad und Obstgarten auf dem Museumsgelände.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Erwachsene über die Tourist-Information Pforzheim (Tel. 07231 39-3700), dazu öffentliche Themenführungen; Angebote für Kitas und Schulklassen über die Kulturelle Bildung des Kulturamts (Tel. 07231 39-1435). Im Obergeschoss der Kirche laufen Filme zur Stadtgeschichte. |




