
Strigel-Museum
Spätgotische Malerei und Skulptur der Memminger Künstlerfamilie Strigel im Antonierhaus, gemeinsam mit dem Antoniter-Museum – Eintritt frei.
Über das Museum
Das Antonierhaus in der Memminger Altstadt war die Niederlassung des Antoniterordens, eines Hospitalordens, der sich auf die Pflege von Menschen mit „Antoniusfeuer“ spezialisiert hatte – einer durch Mutterkorn im Getreide ausgelösten Vergiftung. Der Orden war von 1214 bis 1562 in Memmingen ansässig; die bis heute erhaltene Vierflügelanlage entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts unter dem Präzeptor Petrus Mitte de Caprariis und vereinte Krankensaal, Kapelle, Wohn- und Wirtschaftsräume.
Nach der Reformation ging die Anlage an die Stadt, diente als Pfarrhof, zeitweise als Kaserne und kam später in Privatbesitz, wo sie zunehmend verfiel. Erst eine Bürgerinitiative sorgte dafür, dass das Gebäude, heute die am besten erhaltene Antoniteranlage ihrer Art, gerettet und über rund zwölf Jahre saniert wurde. Seit 1996 beherbergt es die Stadtbücherei, ein Café, den Antoniersaal für Veranstaltungen und zwei städtische Museen.
Das Strigel-Museum übernahm dabei Bestände, die zuvor im Stadtmuseum im Hermansbau gezeigt wurden. Im Mittelpunkt steht die Künstlerfamilie Strigel, die zwischen etwa 1430 und 1528 in der Reichsstadt spätgotische Altäre, Skulpturen und Bildnisse schuf. Bekanntester Vertreter ist Bernhard Strigel, der als Porträtmaler für Kaiser Maximilian I. arbeitete. Die Ausstellung beleuchtet neben den Werken auch die Arbeitsweise der Werkstätten und die gesellschaftliche Rolle der Künstler.
Im selben Haus erzählt das Antoniter-Museum in den originalen Räumen von der Geschichte des Ordens, dem Krankheitsbild des Mutterkornbrandes und dem Alltag in einem spätmittelalterlichen Hospital.
Highlights
- Dreikönigsaltar mit Skulpturen Ivo Strigels und Malerei Bernhard Strigels (um 1500)
- Altar- und Bildnismalerei Bernhard Strigels, Hofmaler Kaiser Maximilians I.
- Spätgotische Skulpturen u. a. von Daniel Mauch und Hans Herlin
- Antoniter-Museum zur Ordens- und Hospitalgeschichte im selben Haus
- Vierflügelanlage des Antonierhauses aus dem 15. Jahrhundert
Dauerausstellungen
- Mal- und Bildhauerkunst der Künstlerfamilie Strigel – Altäre, Tafelbilder, Bildnisse und Skulpturen der Memminger Strigel-Werkstätten und ihres Umkreises aus der Zeit zwischen Spätgotik und Frührenaissance.
- Antoniter-Museum: Der Hospitalorden der Antoniter – Geschichte des Ordens, Behandlung des Mutterkornbrandes und Alltag im Memminger Antoniterspital, gezeigt in den historischen Räumen der Anlage.
- Gegründet
- 1996
- Träger
- Stadt Memmingen
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt in beide Museen im Antonierhaus frei; für Sonderveranstaltungen wie Führungen oder Workshops können Kosten anfallen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die Museen sind über einen Aufzug in der Stadtbücherei im selben Gebäude barrierefrei erreichbar.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bushaltestellen Weinmarkt und Schweizerberg; vom Bahnhof bzw. ZOB wenige Gehminuten durch die Altstadt.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine eigenen Parkplätze; öffentliche Parkplätze und Parkhäuser u. a. Krautstrasse, Hallhof, Schwesterstrasse, Neue Schranne, Bahnhof, Stadthalle und Westertorplatz.
Service & Gastronomie
- Café
Café im Antonierhaus.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen, Workshops und Gespräche der Memminger Museen stehen im Veranstaltungskalender von Tourismus Memmingen. |




