
Synagoge Ermreuth
Ehemalige Dorfsynagoge von 1822 in Ermreuth mit Dauerausstellung zum jüdischen Landleben, gestützt auf Funde aus der Genisa des Hauses.
Über das Museum
Ermreuth war über rund 400 Jahre Sitz einer jüdischen Landgemeinde. Weil die Gemeinde zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewachsen war, ersetzte sie ihre Synagoge von 1738 durch einen Neubau, der 1822 eingeweiht wurde und zu den grössten Dorfsynagogen Oberfrankens zählte. Durch Ab- und Auswanderung schrumpfte die Gemeinde bis in die 1930er-Jahre stark. In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge geschändet, wegen der engen Bebauung aber nicht in Brand gesetzt; die verbliebenen jüdischen Bewohner wurden grösstenteils deportiert und ermordet.
Im Krieg und danach diente das Gebäude als Lager. 1954 verkaufte der Freistaat Bayern es an die örtliche Raiffeisenkasse, die darin landwirtschaftliches Gerät unterstellte und den Bau stark veränderte. 1974 erwarb der Markt Neunkirchen am Brand die ehemalige Synagoge, 1989 gründeten Landkreis Forchheim und Markt einen Zweckverband zu ihrer Rettung. Nach mehrjähriger Restaurierung wurde das Haus am 19. Juni 1994 feierlich wiedereröffnet.
Bei der Dachsanierung kam eine Genisa zum Vorschein – Schriften und Gegenstände aus dem religiösen und alltäglichen Leben der Gemeinde. Sie bildet den Kern der Dauerausstellung auf der ehemaligen Frauenempore, die 2019 neu gestaltet wurde und um Schenkungen, Zeitzeugenberichte und Medienstationen ergänzt ist. Heute ist die Synagoge zugleich Ausstellungs- und Veranstaltungsort.
Highlights
- Klassizistische Dorfsynagoge von 1822
- Originalfunde aus der Genisa des Dachbodens
- Neu gestaltete Dauerausstellung von 2019
- Zeitzeugenberichte und Medienstationen
- Konzerte und Vorträge im ehemaligen Betsaal
Dauerausstellungen
- Jüdisches Leben auf dem Land am Beispiel Ermreuth – Auf der Frauenempore erzählen Fundstücke aus der Genisa, Schenkungen und Zeitzeugenberichte von Religion und Frömmigkeit sowie vom Leben der jüdischen Gemeinde Ermreuth. Weitere Vitrinen behandeln die Baugeschichte und die Bauelemente der Synagoge.
- Gegründet
- 1994
- Träger
- Zweckverband Synagoge Ermreuth (Landkreis Forchheim und Markt Neunkirchen am Brand)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 2 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 1 € |
| Gruppen (ab 20 Pers.) | 2 € p. P.Gruppenführung 30 €, ab 20 Personen 2 € pro Person; Schulklassen 15 €. |
An Veranstaltungstagen ist nur Barzahlung an der Abendkasse möglich.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: nicht vorhanden
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der Betsaal ist nahezu ebenerdig erreichbar (je zwei Stufen am Eingang und zum Vorraum); die Dauerausstellung auf der Empore nur über die historische Treppe. Ausreichend Sitzgelegenheiten; das WC ist nicht barrierefrei.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
- Museumsshop
Kleiner Verkauf von Publikationen im Eingangsbereich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungsbuchungen und Besuchsanfragen beim Zweckverband in Neunkirchen am Brand (Bürozeiten Mo, Di und Do 9–15 Uhr). Herbst-Veranstaltungsprogramm mit Konzerten und Vorträgen; Termine können kurzfristig entfallen. |




