Archäologiemuseum in Stein, um ein einzigartiges jungsteinzeitliches Steinkammergrab herum gebaut – mit Funden von den ersten Bauern bis zu den Franken.
Fotos, Filme, Dokumente und Funde aus dem Grensmaas- und dem MaasBand-Projekt erzählen von hundert Jahren Hochwasser an der Maas – vom Deichbruch bei Meers 1925/26 bis zum Juli 2021. Im Raum De Hoppenkamp, voraussichtlich bis Mitte Januar 2027; offizielle Eröffnung am 9. Oktober 2026.
Über das Museum
Ausgangspunkt des Museums ist ein Fund aus dem Jahr 1963: Bei Ausgrabungen in Stein stiessen Archäologen auf eine Grabkammer aus der Jungsteinzeit, entstanden um 3400 v. Chr., deren Boden aus Maaskieseln besteht und in der die verbrannten Überreste einer bäuerlichen Gemeinschaft beigesetzt worden waren. Eine Anlage dieser Bauart ist nirgendwo sonst bekannt. Die Fundstelle wurde als Reichsdenkmal geschützt, und statt das Grab zu versetzen, baute man das Museum direkt darüber.
Am 30. Juni 1967 öffnete das Haus als ‚Archeologisch Reservaat‘. Eng verbunden ist es mit den Namen des Arztes Dokter Beckers und des Paters Munsters, die die Archäologie der Region prägten und nach denen eine der beiden Trägerstiftungen benannt ist. 1997 erhielt es den Namen Archeologiemuseum Stein, 2017 folgte eine umfassende Erneuerung. Heute wird es von der Stichting Erfgoed Stein betrieben, die ausserdem die Heimatkunde, den Klosterfriedhof und die Burgruine von Stein betreut, und vollständig von Freiwilligen geführt.
Die Ausstellung führt durch rund 7.000 Jahre Siedlungsgeschichte: von den Bandkeramikern, den ersten Bauern der Niederlande, deren Dorf einst genau an dieser Stelle lag, über Grabhügel und Urnenfelder der Bronze- und Eisenzeit bis zu wohlhabenden römischen Villenbesitzern auf dem Lössplateau. Den Abschluss bilden fränkische Funde wie Glas, Schmuck, Münzen und Waffen samt der Rekonstruktion eines merowingischen Kriegergrabs. Im angrenzenden Mehrzweckraum De Hoppenkamp zeigt die Stiftung wechselnde Ausstellungen zur Ortsgeschichte.
Highlights
Original erhaltenes jungsteinzeitliches Steinkammergrab von Stein (um 3400 v. Chr.) an seinem Fundort
Funde der Bandkeramik, der ersten Bauernkultur der Niederlande
Römische Steinkiste mit Rekonstruktion von Asche und Grabbeigaben
Rekonstruktion eines merowingischen Kriegergrabs
Urnen und Grabfunde aus Bronze- und Eisenzeit
Dauerausstellungen
Het steengraf van Stein – Die originale Grabkammer aus der Jungsteinzeit mit ihren Beigaben in Fundlage, dazu die Geschichte ihrer Entdeckung und ein Vergleich mit anderen Megalithbauten Europas.
Van de eerste boeren tot de Franken – Rundgang durch die Vorgeschichte der Region mit Funden der Bandkeramik, Grabformen der Bronze- und Eisenzeit, römischen Grabbeigaben und merowingischer Ausrüstung.
Gegründet
1967
Träger
Stichting Erfgoed Stein
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
5 €
Kinder & Jugendliche
freibis 12 Jahre frei · Kinder bis einschliesslich 12 Jahre in Begleitung frei; ab 13 Jahren voller Preis.
Gruppen (ab 10 Pers.)
–Gruppen- und Bildungsbesuche mit Führung ab 10 Personen nach Vereinbarung, auch ausserhalb der Öffnungszeiten; möglichst mindestens eine Woche vorher anmelden.
Vorträge zur Sonderausstellung gegen freiwillige Spende. Eine Teilnahme an der Museumkaart wird auf der Website nicht genannt.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Eintritt Kinder
bis 12 Jahre frei
Kinder bis 12 Jahre haben in Begleitung freien Eintritt. Laut Museum gibt es Kennenlernprogramme auch für Familien; ein Kinderclub Archäologie befindet sich im Aufbau.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Museumsshop
Kleiner Verkauf von Postkarten, Büchern (u. a. Kinderbuch zur Bandkeramik) und Kalendern; im Mehrzweckraum ist kleine Bewirtung für Veranstaltungen möglich.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Firmenveranstaltungen
Bis zu 75 Personen.
Mehrzweckraum ‚De Hoppenkamp‘ für Besprechungen, Präsentationen, Unterricht und kleine Veranstaltungen bis 75 Personen, mit Technik und kleinem Catering; buchbar auch ausserhalb der Öffnungszeiten.
Führungen für Gruppen ab 10 Personen nach Anmeldung (Formular auf der Website, per E-Mail oder Telefon). Bildungsangebote für Grund- und weiterführende Schulen, Unterrichtsmaterialien u. a. zu Tod und Bestattung; Teilnahme am Programm ‚Reizen in de tijd‘. Das Museum wird von Freiwilligen betrieben.