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Corrie ten Boomhuis in Haarlem
Foto: Michiel1972 · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Corrie ten Boomhuis

Wohnhaus der Familie ten Boom in Haarlem mit dem Versteck, in dem im Zweiten Weltkrieg Verfolgte untertauchten – nur mit kostenloser Führung.

ÖffnungszeitenEintritt frei

Über das Museum

Das schmale Haus an der Barteljorisstraat wurde um 1600 für den Schout, den obersten Gerichtsbeamten Haarlems, gebaut. 1837 eröffnete Willem ten Boom hier ein Uhren- und Uhrmachergeschäft und wohnte mit seiner Familie in den oberen Etagen. Geschäft und Haus gingen später an seinen Sohn Casper und dessen Tochter Corrie über. Die tief religiöse Familie engagierte sich vielfältig in der Stadt und nahm in den 1920er- und 1930er-Jahren zahlreiche Pflegekinder auf.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus zu einem Zufluchtsort für Juden und Widerstandskämpfer und zu einem Knotenpunkt eines grösseren Untergrundnetzes. 1943 und 1944 lebten ständig fünf bis sechs Untergetauchte im Haus, weitere kamen für kurze Zeit. Hinter einer eingezogenen Wand in Corries Schlafzimmer entstand ein Versteck. Nach einem Verrat durchsuchte der Sicherheitsdienst am 28. Februar 1944 das Haus und verhaftete mehr als 30 Personen, darunter Casper ten Boom und seine Töchter Betsie und Corrie. Die sechs Versteckten wurden nicht entdeckt und nach rund zwei Tagen vom Widerstand befreit.

Casper ten Boom starb zehn Tage nach der Festnahme im Gefängnis von Scheveningen, Betsie im Konzentrationslager Ravensbrück. Corrie überlebte, reiste nach dem Krieg jahrzehntelang durch mehr als 60 Länder und sprach über Glauben und Vergebung; ihr Buch „The Hiding Place“ machte die Geschichte weltweit bekannt. Sie starb 1983 an ihrem 91. Geburtstag.

Die 1987 gegründete Stichting Corrie ten Boomhuis öffnete das Haus am 15. April 1988 als Museum. Teile der Wohnung sind im Stil der damaligen Zeit eingerichtet, das Obergeschoss dient als Ausstellungsraum. Das Haus wird ausschliesslich von Freiwilligen betrieben und finanziert sich über Spenden.

Highlights

  • Das originale Versteck hinter einer falschen Wand in Corries Schlafzimmer
  • Wohnräume der Familie ten Boom, teils im Stil der damaligen Zeit eingerichtet
  • Familienfotos und Gegenstände aus dem Zweiten Weltkrieg
  • Ausstellung im Obergeschoss zur Geschichte von Familie und Widerstand
  • Ehemaliges Uhrengeschäft der Familie an der Barteljorisstraat

Dauerausstellungen

  • De Schuilplaats – Geführter Rundgang durch Wohnräume und Versteck der Familie ten Boom sowie eine Ausstellung im Obergeschoss über ihre Hilfe für Verfolgte im Zweiten Weltkrieg.
Gegründet
1988
Träger
Stichting Corrie ten Boomhuis

Eintrittspreise & Ermässigungen

Der Eintritt ist frei.

Gruppen–Gruppenbesuche nach Absprache über tours@corrietenboom.com.

Eintritt und Führung kostenlos, Reservierung aber Pflicht. Am Ende der Führung wird um eine freiwillige Spende gebeten (Blessing Box); die Stiftung erhält keine öffentlichen Zuschüsse.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
  • Aufzug: nicht vorhanden
  • Barrierefreies WC: nicht vorhanden
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: nicht vorhanden
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Wegen schmaler, steiler Treppen nicht rollstuhlgerecht und für gehbehinderte Menschen schwierig; ein Besuch mit Blindenführhund ist laut Museum praktisch nicht möglich. Das Haus hat keine Besuchertoilette – nächste Toiletten u. a. in der Fahrradgarage Smedestraat 43 (kostenlos, 2 Min.), am Grote Markt und im Bahnhof. Eine virtuelle 360°-Tour mit digitalem Guide ist online verfügbar.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignetEmpfohlen ab 10 Jahren

    Führungen sind laut Museum für Kinder ab etwa 10 Jahren geeignet. Montags gibt es das kostenlose Schulprogramm Corrie4Kids für die Klassen 7 und 8 der Grundschule (zwei Stunden, mit Stadtspaziergang); dazu Kindermagazin und Animationsfilm über den Webshop.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Haarlem (Bahnhof) · 15 Min. zu Fuss

    Vom Bahn- und Busbahnhof Haarlem weniger als 15 Minuten zu Fuss über Kruisweg und Kruisstraat in die Barteljorisstraat.

    Mit dem Auto

    Kein eigener Parkplatz am Museum.

    Kein eigener Parkplatz; empfohlen werden die Parkhäuser De Appelaar und Raaks im Zentrum (unter 10 Minuten zu Fuss über den Grote Markt). Busparkplatz an der Dreef.

    Der Eingang liegt nicht an der Barteljorisstraat, sondern in der Seitengasse Schoutensteeg.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    • Museumsshop

    Museumsshop mit Büchern von und über Corrie ten Boom in mehreren Sprachen, DVDs und dem Museumsbuch; auch als Webshop. Keine Besuchertoilette. Kein Essen und Trinken im Museum.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
    Angebote für Schulenja
    HinweiseZutritt nur im Rahmen einer kostenlosen Führung durch ehrenamtliche Guides (max. 12 Personen, ca. 60–70 Minuten) auf Niederländisch oder Englisch, regelmässig auch auf Deutsch, gelegentlich Französisch. Reservierung online Pflicht; etwa 10 Minuten vorher kommen und draussen am Eingang in der Schoutensteeg warten, da das Haus keinen Warteraum hat. Flüsterübersetzungen während der Führung sind nicht erlaubt; niederländischsprachige Besucher sollen die niederländische Führung buchen. Vorträge der Stiftung ausser Haus über presentatie@corrietenboom.com.

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