Erstmals in Europa: rund 120 Originalobjekte aus der Khmer-Hauptstadt Angkor, darunter buddhistische und hinduistische Skulpturen des 9. bis 15. Jahrhunderts und ein Bildnis König Jayavarmans VII. Die Schau verbindet Geschichte mit neuen archäologischen Erkenntnissen und Fragen des Denkmalschutzes.
Raumgreifende Inszenierung des Leipziger Malers mit rund 20 grossformatigen Gemälden, Tapeten und Zeichnungen, deren farbige Figuren wie auf einer Bühne mitten in der Bewegung erstarren.
Kleine Präsentation zur wenig bekannten Malerin Wilhelmina Proos (1888–1972), einer Schülerin Jan Sluijters', mit farbstarken Porträts, Landschaften und Stillleben aus einer Schenkung ihres Enkels.
Über das Museum
Das Museum wurde 1854 als Provinciaal Museum van Oudheden gegründet und begann mit einem einzigen Schrank voller Fundstücke im Gouvernementsgebäude, dem damaligen Provinzhaus von Drenthe. Der Standort hat eine lange Vorgeschichte: Hier hatten Zisterzienserinnen ab 1259 das Kloster Maria in Campis errichtet, dessen Kapelle heute als Abdijkerk zum Museum gehört.
Im 20. Jahrhundert wuchs das Haus Schritt für Schritt in die benachbarten historischen Gebäude hinein: 1964 kam das Ontvangershuis hinzu, in den 1970er-Jahren zog das Museum in das ehemalige Provinzhaus mit dem reich ausgemalten Statenzaal, später folgten das Drostenhuis und die Abdijkerk. Seit 1996 trägt es den Namen Drents Museum und wird von einer eigenständigen Stiftung getragen.
Nach Plänen von Erick van Egeraat entstand zwischen 2009 und 2011 ein grosser, weitgehend unterirdischer Ausstellungsflügel mit einem Irrgarten-Garten auf dem Dach; der Eingang liegt seither in einem Kutschenhaus aus dem späten 18. Jahrhundert. Mit grossen internationalen Wechselausstellungen zu Archäologie und Kulturgeschichte machte sich das Museum überregional einen Namen. Im Januar 2025 wurden bei einem Einbruch Goldobjekte aus einer Leihausstellung des Rumänischen Nationalmuseums gestohlen, was weltweit Schlagzeilen machte.
Die eigene Sammlung zeigt das Museum seit Ende 2024 in der multisensorischen Präsentation „Labyrinthia“: Archäologie mit Funden wie dem Meisje van Yde und dem Einbaum von Pesse, Kunst um 1900, Malerei aus Drenthe einschliesslich Werken von Vincent van Gogh sowie zeitgenössischer Realismus. Seit 2024 gehört auch das frühere Museum De Buitenplaats in Eelde zum Drents Museum.
Highlights
Moorleiche „Meisje van Yde“
Einbaum von Pesse, laut Museum das älteste Boot der Welt
Van-Gogh-Gemälde aus seiner Zeit in Drenthe, u. a. „De turfschuit“
„Het Grootste Poppenhuis van Nederland“ mit Multimedia-Tour ins 18. Jahrhundert
Statenzaal mit Wandbildern zur Geschichte Drenthes
Unterirdischer Ausstellungsflügel von Erick van Egeraat
Dauerausstellungen
Labyrinthia – Sammlungspräsentation in fünfzehn Räumen, die Archäologie, Kunst und Geschichte Drenthes als multisensorisches Abenteuer erlebbar macht – vom Meisje van Yde bis zu Van Gogh.
Het Grootste Poppenhuis van Nederland – Im historischen Ontvangershuis führt eine Multimedia-Tour in den Alltag einer vornehmen Drenther Familie und ihres Personals im 18. Jahrhundert.
Gegründet
1854
Besucher pro Jahr
ca. 179'345 (2023)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Erwachsene
17,50 €
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt. Ab 14 Jahren dürfen sie das Museum ohne Begleitung besuchen.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermässigung genannt.
Menschen mit Behinderung
–Begleitperson frei · Wer sich nicht selbstständig durch das Museum bewegen kann, darf eine Begleitperson gratis mitnehmen (Ticket „Begeleiderskaart“, OV-Begleiterkarte nicht nötig).
Studierende & Azubis
–Ermässigung mit CJP-Pass: 9 € während „Angkor“, 5 € im Wechseltarif.
Gruppen (ab 10 Pers.)
21,50 € p. P.Gruppentarif ab 10 Personen während der Ausstellung „Angkor“; Führungen und Programme für Gruppen ab 10 Personen buchbar.
Erwachsene während „Angkor“ (17.10.2026–9.5.2027)
25 €Inklusive 7,50 € Ausstellungszuschlag; bei Wiederholungsbesuch entfällt der Zuschlag gegen Vorlage des Aufklebers vom ersten Besuch.
Zuschlag „Angkor“ für Museumkaart- und ICOM-Inhaber
7,50 €Auch für Mitglieder des Platform Drentse Musea.
Wechseltarif zwischen grossen Ausstellungen
12,50 €Museumkaart und ICOM dann frei, CJP 5 €.
Führung in Nederlandse Gebarentaal
11 €Inklusive Eintritt; keine Ermässigung mit Museumkaart.
Regulärer Eintritt laut FAQ 17,50 €; während grosser Ausstellungen kann ein Zuschlag gelten (ab 17.10.2026 für „Angkor“: 25 €), zwischen zwei grossen Ausstellungen meist reduzierter Wechseltarif (12,50 €). Mit Museumkaart frei (ausser Ausstellungszuschlägen), ebenso mit VriendenLoterij VIP-KAART, Vereniging Rembrandt (Rembrandtkaart) und für Freunde des Museums bzw. Young Culture Club. Online-Tickets für einen gewählten Tag empfohlen, Kassenverkauf möglich; Tickets nicht erstattbar, aber umbuchbar. Im Museum nur bargeldlose Zahlung. Keine Kombitickets.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription
Grossteil des Hauses mit Aufzügen erreichbar; Türen und Aufzüge teils nur 90 cm breit, Rollstühle und Scootmobile über 110 cm Breite nicht zugelassen (Umstieg auf Museumsrollstuhl in der Halle). Im Puppenhaus (Ontvangershuis) sind zwei Räume nur per Treppenlift ohne Rollstuhl, zwei weitere nur über Treppen erreichbar; für Elektrorollstühle nicht zugänglich. Kostenlose Leihrollstühle, Rollatoren und Klapphocker (Reservierung empfohlen). Zwei rollstuhlgerechte WCs. In „Labyrinthia“ Tastobjekte, Audiodeskription, Gerüche und Soundscapes; Grossdruck-Texte zu Wechselausstellungen; begleitete Besuche für Sehbehinderte, Führungen mit dem Macula Café und reizarme Öffnungen. „Labyrinthia“ hat ein sehr hohes Reizniveau und ist stellenweise dunkel. Behindertenparkplätze an mehreren Stellen in der Innenstadt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Mitmach- & Anfassstationen
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Kinder bis 17 Jahre frei. „Labyrinthia“ ist stark interaktiv (Mammutjagd, Kanufahrt durch eine prähistorische Landschaft, Tastobjekte) mit dem Hausgeist Witte Maegie, der Aufgaben stellt; zu grossen Ausstellungen gibt es eine Familienroute mit Fragen und Spielen. In den Sommerferien jeden Mittwoch Kunst- und Archäologie-Mitmachtage. Museumsbuggy ausleihbar, Wickeltisch in den Behinderten-WCs; Rückentragen müssen an der Garderobe bleiben, Bauchtragen sind erlaubt.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Assen (Bahnhof) · 8 Min. zu Fuss
Intercity- und Busbahnhof Assen etwa acht Minuten zu Fuss (über Stationsstraat und Kloosterstraat). Mit Qbuzz-Bussen auch bis Haltestelle Zuidhaege.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkhäuser in direkter Nähe: Parkeergarage Drents Museum (Torenlaan) und Parkeergarage Stadhuis (Doevenkamp); weitere Parkhäuser in der Innenstadt.
Anfahrt über die A28 (Ausfahrt 32 Assen-Zuid aus Richtung Zwolle, Ausfahrt 33 aus Richtung Groningen), dann über die Torenlaan zur Brink. Das Museum empfiehlt die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Brasserie Pingo im historischen Teil (Di–So 10–17 Uhr, Lunch, Kuchen, regionale Gerichte, Reservierung für Gruppen +31 59 237 7741). Museumsshop mit grossem Kinderbuchsortiment. Kostenlose Schliessfächer an der Garderobe (1-€-Pfand).
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Hochzeiten / Trauungen
Drei Räume: Statenzaal, Opkamer und Brasserie Pingo (montags und ausserhalb der Öffnungszeiten); Raummiete 525 € halbtags, 795 € ganztags, Abendveranstaltungen möglich; Gäste können das Museum gratis besuchen. Mehrere Trauorte im Haus. Kontakt: reserveringen@drentsmuseum.nl, +31 592 377 716.
Fotografieren ohne Blitz erlaubt, sofern nicht anders angegeben; Stativ und Selfiestick verboten, nur nicht-kommerzielle Nutzung (Profi-Fotografie nach Genehmigung über communicatie@drentsmuseum.nl).
Hinweise
In „Labyrinthia“ führen QR-Codes zu einer Web-App, in der sich die Saaltexte anhören lassen (iPads an der Infotheke ausleihbar); im Puppenhaus Multimedia-Tour mit wählbarem Bewohner. Führungen und Programme für Gruppen ab 10 Personen auf Anfrage (u. a. Puppenhaus, Gebäude, Angebote für Senioren und Menschen mit Demenz), regelmässig Führungen in Gebärdensprache. Jacken, Schirme und Taschen grösser als A4 müssen an der Garderobe bzw. in Schliessfächern bleiben; kleine Rucksäcke nur vorne tragen. Mitgebrachtes Essen ist nicht erlaubt. App „Ontdek Drenthe“ für Ausflüge in die Provinz.